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Ungarn führt Zwangsarbeit für Arbeitslose ein

Erstellt von ökörtilos, 06.07.2011, 13:08 Uhr · 22 Antworten · 1.530 Aufrufe

  1. #1
    ökörtilos

    Ungarn führt Zwangsarbeit für Arbeitslose ein

    Ungarn steht vor der Einführung einer allgemeinen Zwangsarbeit für bisherige Sozialhilfeempfänger. Künftig soll allen arbeitslosen Ungarn jedwede Sozialhilfe gekappt werden, die sich einer Beschäftigung in sogenannten öffentlichen Arbeitsprogrammen verweigern.

    Bis zu 300000 Menschen sollen landesweit von diesem Zwangssystem erfaßt werden. Geplant ist der Einsatz der Arbeitskolonnen bei staatlichen Großprojekten, Infrastrukturvorhaben, der Landwirtschaft und dem Forstwesen. Als Beispiele dieser »gemeinnützigen Arbeit« werden in den ungarischen Medien die Errichtung von Fußballstadien, Straßenarbeiten, die Instandhaltung der Kanalisation und das Aufschütten von Dämmen genannt. Betroffen von den Maßnahmen wird hauptsächlich die Minderheit der ungarischen Roma sein, die rund 7,5 Prozent der Bevölkerung ausmacht. Aufgrund allgegenwärtiger Diskriminierung herrscht unter den Roma – die während des real existierenden Sozialismus zumeist in den längst abgewickelten Industriekombinaten und in der Landwirtschaft arbeiteten – derzeit eine Arbeitslosenquote von mehr als 50 Prozent.

    In einem Interview machte Orban kürzlich auch klar, daß diese Zwangsarbeit unter Vernachlässigung aller technischen Fortschritte des letzten Jahrhunderts zu leisten sei. Die künftig aufzuschüttenden Dämme etwa würden »nicht mit der Technologie des 21. Jahrhunderts gebaut (...), sondern mit der Hand«, () tönte der Premier bei einer Parlamentsansprache Ende Juni. Flankiert werden sollen die Maßnahmen mit einer Kürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes von 270 Tagen auf bis zu 90 Tage. Zudem sieht der Gesetzentwurf eine Reihe von administrativen Vergünstigungen für die Wirtschaft vor, die »den Unternehmern mehr Ellenbogenfreiheit« verschaffen sollen, wie das Wall Street Journal anerkennend formulierte.

    In der Frage des Einsatzbereichs geht der »Ungarische Arbeitsplan« sogar über das deutsche Vorbild hinaus. Die Kolonnen sollen dem Regierungsentwurf zufolge auch an private Unternehmer »ausgeliehen« werden können, etwa um Hilfstätigkeiten auf dem Bau zu erledigen. Das Ziel liegt auf der Hand: Orban geht es um eine massive Absenkung des landesweiten Lohnniveaus. Die Vergütung für die Zwangsarbeiter orientieren sich nämlich am Sozialhilfesatz von 28500 Forint im Monat, etwa 110 Euro, und beträgt damit nicht einmal die Hälfte des geltenden Mindestlohns von monatlich 78000 Forint, knapp 264 Euro. ()

    Ebenfalls drastisch verschärft wurden die »Zumutbarkeitskriterien«, da die Arbeiter landesweit eingesetzt werden können. Sollte der Fahrtweg von der Einsatzstelle zum Wohnort für die Betroffenen zwei Stunden überschreiten, werden sie in Baracken vor Ort untergebracht. Unterstellt werden die Arbeitskolonnen künftig dem ungarischen Innenministerium, das auch den entsprechenden Repressionsapparat organisieren soll. Frühpensionierte Polizisten sollen hierbei reaktiviert werden und die Kontrolle in den Arbeitslagern übernehmen.






  2. #2

    Registriert seit
    31.12.2009
    Beiträge
    9.979
    cool, dann können die pfeilkreuzler ja wieder paar arbeits- und konzentrationslager einführen....

    und so was ist in der eu

  3. #3
    ökörtilos
    Zitat Zitat von IZMIR ÜBÜL Beitrag anzeigen
    cool, dann können die pfeilkreuzler ja wieder paar arbeits- und konzentrationslager einführen....

    und so was ist in der eu

    Naja übertreiben wir´s mal nicht.Die Gängelung der Arbeitslosen hat man sich ja teilweise vom deutschen "Hartz IV" abgeschaut und entspricht somit durchaus üblichem EU-Standard.Außerdem stammt der Artikel aus der "Jungen Welt" und gewinnt dem Ganzen wohl auch deswegen nichts positives ab.Obwohl ich ehrlichgesagt auch keinen Sinn in dieser destruktiven Maßnahme sehe.Abgesehen davon das man für die Drecksarbeit jetzt noch weniger (als nichts) zahlen muss.

    Man sollte eher daran arbeiten neue und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen anstatt den vorhandenen verkümmerten Arbeitsmarkt mit Sklaven zu überschwemmen.

  4. #4
    Bendzavid
    Gut so.

  5. #5

    Registriert seit
    31.12.2009
    Beiträge
    9.979
    Zitat Zitat von ökörtilos Beitrag anzeigen
    Naja übertreiben wir´s mal nicht.Die Gängelung der Arbeitslosen hat man sich ja teilweise vom deutschen "Hartz IV" abgeschaut und entspricht somit durchaus üblichem EU-Standard.Außerdem stammt der Artikel aus der "Jungen Welt" und gewinnt dem Ganzen wohl auch deswegen nichts positives ab.Obwohl ich ehrlichgesagt auch keinen Sinn in dieser destruktiven Maßnahme sehe.Abgesehen davon das man für die Drecksarbeit jetzt noch weniger (als nichts) zahlen muss.

    Man sollte eher daran arbeiten neue und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen anstatt den vorhandenen verkümmerten Arbeitsmarkt mit Sklaven zu überschwemmen.
    dann müsstest du die grundregeln des kapitalismus aushebeln...

  6. #6
    ökörtilos
    Zitat Zitat von benni1 Beitrag anzeigen
    Gut so.



    Natürlich findet er das gut.Da wo andere das Engelchen auf der einen Schulter sitzen haben flüstert dem Albaner wohl nur ein zweiter Teufel ins Ohr^^

  7. #7
    Avatar von Bambi

    Registriert seit
    16.06.2008
    Beiträge
    37.047
    [hier verwarnungswürdige Aussage über Ungarn einfügen]

    ökörtilos, dich liebe ich trotzdem

  8. #8
    ökörtilos
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    [hier verwarnungswürdige Aussage über Ungarn einfügen]
    Danke Schwester, aber da kann doch Ungarn nichts dafür sondern seine Regierung.Wir sind ja jetzt eine "parlamentarische Demokratie" was bedeutet das die Regierung in anderen Sphären weit über Ungarn schwebt.So ähnlich wie ein Mosquitoschwarm.Oder ein Geier.

  9. #9
    Alejo

  10. #10
    Bendzavid
    Zitat Zitat von ökörtilos Beitrag anzeigen


    Natürlich findet er das gut.Da wo andere das Engelchen auf der einen Schulter sitzen haben flüstert dem Albaner wohl nur ein zweiter Teufel ins Ohr^^

    Ich bin der Satan

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