Arbeiterpartei zählt auf enttäuschte Wähler der regierenden Sozialisten - "Klassenkampf gegen skrupelloses Kapital einleiten"

Budapest - Die Ungarische Arbeiterpartei, die Nachfolgepartei der KP, habe bei den Wahlen im kommenden Jahr die "historische Chance" auf einen Einzug ins Parlament, erklärte Parteichef Gyula Thürmer auf dem 21. Parteitag der Kommunisten am Samstag in Budapest. Einen Erfolg will Thürmer mit Hilfe jener sozialistischen Wähler verbuchen, die von der Politik der regierenden Sozialistischen Partei (MSZP) unter Premier Ferenc Gyurcsany enttäuscht sind. Auf der Tagesordnung des Parteitages steht laut Medienberichten unter anderem auch die Namensänderung in "Ungarische Kommunistische Arbeiterpartei".

Thürmer kritisierte in seiner Rede vor den Delegierten die Sozialisten: Die MSZP würde nicht nur die Wahlen 2006 verlieren, sondern ein totales Fiasko erleben. Massen würden sich von ihnen abwenden, da sie genug von Korruption und "Scheinmaßnahmen" hätten. Genug hätten sie auch davon, dass der Regierungschef ein Milliardär sei und eine "kleine Zwergpartei", der liberale Koalitionspartner der MSZP, Kabinett und Land "hin und her zerrt".

Der Analyse des Kommunisten-Chefs zufolge werden sich die enttäuschten MSZP-Wähler weder der rechtskonservativen Oppositionspartei FIDESZ-Ungarische Bürgerverband noch dem konservativen Demokratenforum (MDF) zuwenden. Daher habe die Arbeiterpartei gute Chancen für den Einzug ins Parlament.

Bisher habe es in Ungarn keinen "Klassenkampf" gegeben. Doch dieser müsse nun eingeleitet werden, um dem immer "skrupelloserem Kapital keine Ruhe zu lassen".



Ich weiss wirlich nicht was diese Kommunisten noch wollen.Sie sollen am besten zu ihren Stalin ,in die Hölle!