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wir werden uns durchsetzen....

Erstellt von skenderbegi, 24.02.2008, 02:59 Uhr · 2 Antworten · 804 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.089

    Beitrag wir werden uns durchsetzen....

    24. Februar 2008, NZZ am Sonntag

    [h3]«Wir werden uns durchsetzen»[/h3]

    [h2]Kosovos Ministerpräsident Hashim Thaci über sein Land eine Woche nach der Unabhängigkeitserklärung[/h2]





    «Wir werden uns durchsetzen»

    Kosovos Ministerpräsident Hashim Thaci über sein Land eine Woche nach der Unabhängigkeitserklärung
    NZZ am Sonntag: In den neunziger Jahren arbeiteten Sie in Zürich nicht nur am Aufbau der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK), sondern studierten dort auch Geschichte. Was nützt Ihnen dieses Studium heute?
    Hashim Thaci: Mein Studentenleben war sehr dynamisch und produktiv. Ich lernte, wie man Toleranz pflegt und eine Staatsidentität aufbaut. Dafür bin ich der Schweiz dankbar – wie so viele andere Kosovo-Albaner auch.







    NZZ am Sonntag: In den neunziger Jahren arbeiteten Sie in Zürich nicht nur am Aufbau der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK), sondern studierten dort auch Geschichte. Was nützt Ihnen dieses Studium heute?

    Hashim Thaci: Mein Studentenleben war sehr dynamisch und produktiv. Ich lernte, wie man Toleranz pflegt und eine Staatsidentität aufbaut. Dafür bin ich der Schweiz dankbar – wie so viele andere Kosovo-Albaner auch.
    Wie unabhängig und souverän ist der neue Staat Kosovo überhaupt? Sie haben nach wie vor eine internationale Verwaltungsbehörde über sich und keine Kontrolle über den serbisch besiedelten Nordzipfel.


    Wir sind ein unabhängiger, souveräner und demokratischer Staat. Wir sind kein Protektorat! Die internationalen Behörden haben nur Aufsichts- und Beratungsaufgaben.
    Aber die Verwaltungsbehörde kann Gesetze kassieren und Politiker entlassen, die Minderheitenrechte verletzen.
    Das wird aber niemals der Fall sein. Wir haben diese Bestimmungen über Minderheitenrechte akzeptiert und zu einem Teil unserer Verfassung und unserer Politik gemacht. Die Exekutivgewalt der internationalen Verwaltungsbehörde ist also rein theoretisch.
    Und der Norden Kosovos, der faktisch von Belgrad kontrolliert wird?
    Auf dem ganzen Territorium Kosovos sind die Nato und die Uno-Mission präsent. Die territoriale Integrität ist durch sie und die kosovarischen Behörden garantiert. Es stimmt, wir haben im Norden eine interessante Situation. Aber wir werden uns durchsetzen, dazu sind wir entschlossen.

    Wie? Im Norden regieren serbische Strukturen. Die Autonummern, die Währung, alles ist serbisch.

    Wir müssen Verständnis zeigen. Es braucht Zeit, bis sich dort die Lage beruhigt hat und die Emotionen abgekühlt sind. Aber wir machen keine Kompromisse mit Extremisten. Kosovo ist die Heimat aller seiner Bürger. Die Kosovo-Serben sollten sich nicht mit extremistischen Politikern in Nord-Kosovo identifizieren.

    Die Serben in Kosovo sehen sich als Bürger Serbiens.

    Jeder Bürger auf unserem Territorium ist ein Bürger Kosovos. Aber als moderner Staat erlauben wir Doppelbürgerschaften, das können Doppelbürgerschaften sein mit Serbien oder auch mit der Schweiz.

    Bis jetzt hatten alle kosovo-albanischen Parteien dasselbe Ziel: Unabhängigkeit. Welche Sozial- und Wirtschaftspolitik wollen Sie nun verfolgen?

    Die Unabhängigkeit hat neue Perspektiven eröffnet. Die Wirtschaft wird wachsen, das ist die beste Sozialpolitik. Wir werden in die Infrastruktur investieren und in den Tourismus.

    Mit welchen Mitteln?
    Sehr bald wird eine internationale Geberkonferenz stattfinden. Davon erhoffen wir uns viel Unterstützung.

    In welchen Bereichen kann sich Kosovo wirtschaftlich entwickeln? Was wollen Sie als Ministerpräsident beitragen?

    Ich erwarte keine Wunder. Kosovo ist eines der ärmsten Länder Europas. Aber wir haben ein grosses Potenzial. Darum kümmere ich mich. Im Bergbau, in der Energieproduktion gibt es Möglichkeiten, aber auch bei der Förderung von Klein- und Mittelbetrieben. Und ich werde sicherlich dem Bildungsbereich grosse Aufmerksamkeit schenken.

    Kosovo-Albaner klagen oft, dass die Schweiz das Saisonnierstatut abgeschafft hat. Wünschen Sie sich dessen Wiedereinführung?

    Wir erwarten, dass sich der europäische Arbeitsmarkt für Kosovaren öffnet. Wenn wir zwischenstaatliche Beziehungen mit der Schweiz aufbauen, werden wir auch die Saisonnier-Frage behandeln. Sehr bald öffnen wir unsere Botschaft in Bern, und, ja, ich würde es begrüssen, wenn wieder ein Saisonnierstatut eingeführt würde.

    In der Unabhängigkeitserklärung erwähnten Sie die UCK mit keinem Wort, obwohl der bewaffnete Kampf wesentlich zur Unabhängigkeit beitrug. War das aus Rücksicht auf die internationale
    Verwaltungsbehörde?

    Nein. Wichtig ist, dass das Ziel der UCK erreicht wurde: Unabhängigkeit.
    Wollten Sie die Serben nicht vor den Kopf stossen?

    Ich erwähnte die Opfer, welche die Kosovaren brachten. Die Unabhängigkeit ist das Verdienst von zwei Millionen Bürgern. Nicht nur von gewissen Gruppen. Damit geht ein hundertjähriger Kampf zu Ende – und nicht bloss der jüngste Krieg.
    Wie wollen Sie die Versöhnung mit den Kosovo-Serben und mit Serbien voranbringen? Vor ein paar Wochen verweigerten Sie eine Entschuldigung für die von der UCK begangenen Verbrechen.
    Sie müssen zwischen Kosovo-Serben und Serbien unterscheiden. Die Kosovo-Serben sind unsere Bürger und Partner in der Regierung. Ich habe zwei serbische Minister in der Regierung. Mit Serbien wollen wir ein gutnachbarschaftliches Verhältnis, wie mit anderen Nachbarn auch. Ich will Versöhnung. Aber es ist eine Tatsache, dass von Serbien Kriegsverbrechen und ein Genozid begangen wurden.

    Soll eine Wahrheitskommission die Geschichte von allen Seiten beleuchten?

    Vielleicht. Ich will auf alle Fälle gute Beziehungen mit Serbien. Ich anerkenne die Unabhängigkeit Serbiens und hoffe, Belgrad anerkennt bald die unsere.
    Wann wird die kosovarische Fussballnationalmannschaft erstmals an einem internationalen Turnier spielen?
    Sehr bald.
    Aber um in die Uefa und andere internationale Verbände aufgenommen zu werden, muss Kosovo Uno-Mitglied sein. Das geht nicht ohne Russland.

    Die Uefa wird diese Regelung bald aufgeben, denn die Uno hat ja nichts mit Fussball zu tun. Seien Sie sicher: Wir sind an der übernächsten Weltmeisterschaftsqualifikation dabei. Interview: Andreas Ernst, Pristina

    [h3] Hashim Thaci [/h3]

    ]


    Thaci wurde 1968 als Bauernsohn geboren. 1995 erhielt er in der Schweiz politisches Asyl. Im Kosovo-Krieg war er politischer Chef der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK). Nach dem Rückzug Serbiens 1999 gründete er die Demokratische Partei Kosovos. Diese gewann im letzten Dezember die Wahlen. (zzs.)



    «Wir werden uns durchsetzen» (Wissenschaft, NZZ Online)



    leider keine zeit mehr heute jetzt darauf einzugehen....











  2. #2

    Registriert seit
    28.01.2008
    Beiträge
    4.024
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    24. Februar 2008, NZZ am Sonntag

    [h3]«Wir werden uns durchsetzen»[/h3]

    [h2]Kosovos Ministerpräsident Hashim Thaci über sein Land eine Woche nach der Unabhängigkeitserklärung[/h2]





    «Wir werden uns durchsetzen»

    Kosovos Ministerpräsident Hashim Thaci über sein Land eine Woche nach der Unabhängigkeitserklärung
    NZZ am Sonntag: In den neunziger Jahren arbeiteten Sie in Zürich nicht nur am Aufbau der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK), sondern studierten dort auch Geschichte. Was nützt Ihnen dieses Studium heute?
    Hashim Thaci: Mein Studentenleben war sehr dynamisch und produktiv. Ich lernte, wie man Toleranz pflegt und eine Staatsidentität aufbaut. Dafür bin ich der Schweiz dankbar – wie so viele andere Kosovo-Albaner auch.







    NZZ am Sonntag: In den neunziger Jahren arbeiteten Sie in Zürich nicht nur am Aufbau der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK), sondern studierten dort auch Geschichte. Was nützt Ihnen dieses Studium heute?

    Hashim Thaci: Mein Studentenleben war sehr dynamisch und produktiv. Ich lernte, wie man Toleranz pflegt und eine Staatsidentität aufbaut. Dafür bin ich der Schweiz dankbar – wie so viele andere Kosovo-Albaner auch.
    Wie unabhängig und souverän ist der neue Staat Kosovo überhaupt? Sie haben nach wie vor eine internationale Verwaltungsbehörde über sich und keine Kontrolle über den serbisch besiedelten Nordzipfel.


    Wir sind ein unabhängiger, souveräner und demokratischer Staat. Wir sind kein Protektorat! Die internationalen Behörden haben nur Aufsichts- und Beratungsaufgaben.
    Aber die Verwaltungsbehörde kann Gesetze kassieren und Politiker entlassen, die Minderheitenrechte verletzen.
    Das wird aber niemals der Fall sein. Wir haben diese Bestimmungen über Minderheitenrechte akzeptiert und zu einem Teil unserer Verfassung und unserer Politik gemacht. Die Exekutivgewalt der internationalen Verwaltungsbehörde ist also rein theoretisch.
    Und der Norden Kosovos, der faktisch von Belgrad kontrolliert wird?
    Auf dem ganzen Territorium Kosovos sind die Nato und die Uno-Mission präsent. Die territoriale Integrität ist durch sie und die kosovarischen Behörden garantiert. Es stimmt, wir haben im Norden eine interessante Situation. Aber wir werden uns durchsetzen, dazu sind wir entschlossen.

    Wie? Im Norden regieren serbische Strukturen. Die Autonummern, die Währung, alles ist serbisch.

    Wir müssen Verständnis zeigen. Es braucht Zeit, bis sich dort die Lage beruhigt hat und die Emotionen abgekühlt sind. Aber wir machen keine Kompromisse mit Extremisten. Kosovo ist die Heimat aller seiner Bürger. Die Kosovo-Serben sollten sich nicht mit extremistischen Politikern in Nord-Kosovo identifizieren.

    Die Serben in Kosovo sehen sich als Bürger Serbiens.

    Jeder Bürger auf unserem Territorium ist ein Bürger Kosovos. Aber als moderner Staat erlauben wir Doppelbürgerschaften, das können Doppelbürgerschaften sein mit Serbien oder auch mit der Schweiz.

    Bis jetzt hatten alle kosovo-albanischen Parteien dasselbe Ziel: Unabhängigkeit. Welche Sozial- und Wirtschaftspolitik wollen Sie nun verfolgen?

    Die Unabhängigkeit hat neue Perspektiven eröffnet. Die Wirtschaft wird wachsen, das ist die beste Sozialpolitik. Wir werden in die Infrastruktur investieren und in den Tourismus.

    Mit welchen Mitteln?
    Sehr bald wird eine internationale Geberkonferenz stattfinden. Davon erhoffen wir uns viel Unterstützung.

    In welchen Bereichen kann sich Kosovo wirtschaftlich entwickeln? Was wollen Sie als Ministerpräsident beitragen?

    Ich erwarte keine Wunder. Kosovo ist eines der ärmsten Länder Europas. Aber wir haben ein grosses Potenzial. Darum kümmere ich mich. Im Bergbau, in der Energieproduktion gibt es Möglichkeiten, aber auch bei der Förderung von Klein- und Mittelbetrieben. Und ich werde sicherlich dem Bildungsbereich grosse Aufmerksamkeit schenken.

    Kosovo-Albaner klagen oft, dass die Schweiz das Saisonnierstatut abgeschafft hat. Wünschen Sie sich dessen Wiedereinführung?

    Wir erwarten, dass sich der europäische Arbeitsmarkt für Kosovaren öffnet. Wenn wir zwischenstaatliche Beziehungen mit der Schweiz aufbauen, werden wir auch die Saisonnier-Frage behandeln. Sehr bald öffnen wir unsere Botschaft in Bern, und, ja, ich würde es begrüssen, wenn wieder ein Saisonnierstatut eingeführt würde.

    In der Unabhängigkeitserklärung erwähnten Sie die UCK mit keinem Wort, obwohl der bewaffnete Kampf wesentlich zur Unabhängigkeit beitrug. War das aus Rücksicht auf die internationale
    Verwaltungsbehörde?

    Nein. Wichtig ist, dass das Ziel der UCK erreicht wurde: Unabhängigkeit.
    Wollten Sie die Serben nicht vor den Kopf stossen?

    Ich erwähnte die Opfer, welche die Kosovaren brachten. Die Unabhängigkeit ist das Verdienst von zwei Millionen Bürgern. Nicht nur von gewissen Gruppen. Damit geht ein hundertjähriger Kampf zu Ende – und nicht bloss der jüngste Krieg.
    Wie wollen Sie die Versöhnung mit den Kosovo-Serben und mit Serbien voranbringen? Vor ein paar Wochen verweigerten Sie eine Entschuldigung für die von der UCK begangenen Verbrechen.
    Sie müssen zwischen Kosovo-Serben und Serbien unterscheiden. Die Kosovo-Serben sind unsere Bürger und Partner in der Regierung. Ich habe zwei serbische Minister in der Regierung. Mit Serbien wollen wir ein gutnachbarschaftliches Verhältnis, wie mit anderen Nachbarn auch. Ich will Versöhnung. Aber es ist eine Tatsache, dass von Serbien Kriegsverbrechen und ein Genozid begangen wurden.

    Soll eine Wahrheitskommission die Geschichte von allen Seiten beleuchten?

    Vielleicht. Ich will auf alle Fälle gute Beziehungen mit Serbien. Ich anerkenne die Unabhängigkeit Serbiens und hoffe, Belgrad anerkennt bald die unsere.
    Wann wird die kosovarische Fussballnationalmannschaft erstmals an einem internationalen Turnier spielen?
    Sehr bald.
    Aber um in die Uefa und andere internationale Verbände aufgenommen zu werden, muss Kosovo Uno-Mitglied sein. Das geht nicht ohne Russland.

    Die Uefa wird diese Regelung bald aufgeben, denn die Uno hat ja nichts mit Fussball zu tun. Seien Sie sicher: Wir sind an der übernächsten Weltmeisterschaftsqualifikation dabei. Interview: Andreas Ernst, Pristina

    [h3] Hashim Thaci [/h3]

    ]


    Thaci wurde 1968 als Bauernsohn geboren. 1995 erhielt er in der Schweiz politisches Asyl. Im Kosovo-Krieg war er politischer Chef der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK). Nach dem Rückzug Serbiens 1999 gründete er die Demokratische Partei Kosovos. Diese gewann im letzten Dezember die Wahlen. (zzs.)



    «Wir werden uns durchsetzen» (Wissenschaft, NZZ Online)



    leider keine zeit mehr heute jetzt darauf einzugehen....












    hoch lebe thaci!!

    wegen den problemen in nordmitrovica,da sollen die albanischen einheiten rein um für ruhe zu sorgen.
    wir sind keine RS.
    die albaner müssen zeigen das sie herr der lage sind in kosova.

  3. #3
    Avatar von Kristina

    Registriert seit
    22.02.2008
    Beiträge
    217
    Zitat Zitat von napoleon Beitrag anzeigen
    hoch lebe thaci!!

    wegen den problemen in nordmitrovica,da sollen die albanischen einheiten rein um für ruhe zu sorgen.
    wir sind keine RS.
    die albaner müssen zeigen das sie herr der lage sind in kosova.
    warum bloß, weil du so ein friedlebender mensch bist? weißt du eigentlich was "sollen" bedeutet? bestimmst du jetzt auch? sei erst einmal herr deiner selbst und zügel dich ein wenig mit den aussagen die du hier triffst.. du bist nicht der einzige der dieses forum besucht..

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