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Varoufakis unterbreitet Brüssel 7 Reformvorschläge

Erstellt von BlackJack, 07.03.2015, 12:58 Uhr · 95 Antworten · 3.141 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von BlackJack

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    Varoufakis unterbreitet Brüssel 7 Reformvorschläge

    Und das sind sie:

    Reform 1: Griechenland will einen „steuerpolitischen Rat“ einrichten. Dessen Aufgabe soll sein, als ein „unabhängiger Wächter“ die Steuerpolitik der Regierung zu prüfen. Der Rat soll außerdem Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Landes erstellen und darauf achten, dass die Regierung einmal beschlossene Haushaltspläne auch wirklich umsetzt.

    Reform 2:
    Athen will die öffentlichen Ausgaben deckeln - und zwar auf allen Ebenen der Verwaltung. Das soll helfen, in Zukunft tragfähige Haushaltspläne aufzustellen. Die Haushalte sollen alle drei Monate kontrolliert werden. Eine konkrete Zahl, um wie viel Geld oder Prozent die Ausgaben sinken sollen, findet sich in dem Brief nicht.


    Reform 3:
    Griechenland will die Steuerehrlichkeit im Land erhöhen. Der Finanzminister spricht in seinem Brief davon, dass „die Kultur der Steuervermeidung tief in der griechischen Gesellschaft verankert“ sei. Insbesondere gehe es dabei um die Mehrwertsteuer. Weil das Geld bei den Griechen gerade knapp sei und der Prozess, neue Steuerfahnder auszubilden lang, will Varoufakis auf Laien setzen. Kurzfristig soll eine große Zahl von ihnen für je maximal zwei Monate eingestellt werden. Nach einem Crashkurs in Steuerrecht sollen beispielsweise Studenten und Hausfrauen verkabelt werden und Jagd auf Steuersünder machen. Sie sollen dabei nur Daten sammeln, also weder Rechnungen überprüfen noch Steuern eintreiben.


    Reform 4:
    Viele Griechen sind in Verzug mit ihren Steuern. Insgesamt beläuft sich die Summe der offenen Steuerschulden laut Varoufakis auf 76 Milliarden Euro. Die sollen schnellsten eingetrieben werden. So soll zum Beispiel denen, die noch im März ihre gesamte Schuld begleichen, ein Nachlass gewährt werden. Auch hier verrät der Finanzminister aber nicht, wie hoch der Steuer-Rabatt eigentlich ausfallen soll.


    Reform 5:
    Der Glücksspielmarkt im Internet ist nach Ansicht der griechischen Regierung eine bislang ungenutzte Möglichkeit, um Einnahmen für den Staat zu generieren. Künftig sollen beispielsweise Lizenzen an die Anbieter von Onlinespielen verkauft sowie neue Gebühren erhoben werden. Insbesondere hat der Finanzminister den Wettmarkt im Blick.


    Reform 6:
    Der griechische Staat will künftig vermeiden, von seinen Bürgern und Unternehmen Daten anzufordern, die er eh schon hat. Mit anderen Worten: Es geht um Bürokratieabbau. Dazu soll der Datenaustausch zwischen verschiedenen Behörden verbessert werden - übergangsweise auch ohne ein neues, umfassendes IT-System einzurichten. Eine Behörde soll nach dem Willen von Varoufakis beispielsweise keine beglaubigte Dokumentenkopie von den Bürgern mehr anfordern, wenn die Originale an anderer Stelle schon vorliegen. Das soll Kosten sparen.


    Reform 7:
    Griechenland will „Maßnahmen gegen die humanitäre Krise“ aufstellen. Es soll kurzfristig etwas gegen die extreme Armut im Land getan werden, und zwar mit insgesamt 200 Millionen Euro. Diese Zahl war in den vergangenen Tagen bereits bekannt geworden. Die werden nach der Rechnung der Regierung eingespart durch „generelle Ausgabenminimierung“ in jedem Ministerium und durch die Einführung eines neuen Systems öffentlicher Ausschreibungen. Mit dem Geld sollen Bedürftigen zum Beispiel Essensmarken und kostenlosen Strom erhalten. Dazu werden sie eine „Bürgerkarte“ bekommen, eine Art Chipkarte, mit der sie Zugang zum Gesundheitssystem und zur Verteilung der Essensmarken erhalten.
    Brief an die Gläubiger: Das sind die sieben Reform-Versprechen aus Athen - Griechenland - FAZ

  2. #2
    Avatar von Lorne Malvo

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    Reformvorschlag 4 = Tod der griechischen Wirtschaft

  3. #3
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von HAL9000 Beitrag anzeigen
    Reformvorschlag 4 = Tod der griechischen Wirtschaft
    Der illegalen Wirtschaft?

  4. #4
    Avatar von Lorne Malvo

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Der illegalen Wirtschaft?
    In Griechenland in weiten Teilen das gleiche

  5. #5
    Avatar von BlackJack

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    naja dann kann man ja alles hinwerfen und die Kontrolle den Taxifahrern übergeben ... so kann man keinen Staat führen

  6. #6
    Amarok
    Eigentlich müsste man anstatt eines Reformratschlages mehrere hintereinander wählen und einige komplett wegwerfen wie z.B. R4 und R5.

    Der Glückspielmarkt? Sein ernst?

    Und R7 hört sich nach einer kurzfristigen Lösung an die aber wohl über Jahre gehen würde und wer weiß ob das Volk dort mit macht. Wir werden in Griechenland wenn das so weiter geht eine Massenflucht erleben was das plausibelste wäre ob nun in die Staaten oder die EU. Teilweise hatte diese Massenflucht schon begonnen im Bereich der Griechischen Akademiker und Menschen mit einem hohen Bildungsgrad in die jeweiligen Nachbarländer.

  7. #7
    Avatar von Bacerll

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    Zitat Zitat von Amarok Beitrag anzeigen
    Teilweise hatte diese Massenflucht schon begonnen im Bereich der Griechischen Akademiker und Menschen mit einem hohen Bildungsgrad in die jeweiligen Nachbarländer.


    Ist wieder was neues. Massenflucht nach Albanien. Fyrom, Bulgarien und der Türkei.

    - - - Aktualisiert - - -

    Was da unter Reform 3 steht gibt es schon in England. Wenn es richtig geplant wird kann es vielleicht klappen.

    Wird aber eh alles abgelehnt und ganz besonders Reform 7... weil der Eurogroup ein Haufen voll mit Bürokraten ist die keine Ahnung haben.

    Yanis Varufakis ist der einzige Spitzenökonom unter ihnen...

  8. #8
    Avatar von Godzilla

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    Zitat Zitat von Bacerll Beitrag anzeigen


    Ist wieder was neues. Massenflucht nach Albanien. Fyrom, Bulgarien und der Türkei.

    Vllt glaubt er ja Griechenland grenzt an Deutschland an.

  9. #9
    Avatar von Bacerll

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    Zitat Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen

    Vllt glaubt er ja Griechenland grenzt an Deutschland an.
    Vom Wettmarkt in Griechenland hat er auch keine Ahnung.

  10. #10
    Amarok
    Ist wieder was neues. Massenflucht nach Albanien. Fyrom, Bulgarien und der Türkei.
    Es sind eine Menge Griechen nach Istanbul und Izmir umgezogen vor allem Akademiker betrifft dies. Eine Massenflucht muss zudem nicht bedeuten das 4 Millionen Griechen ihr Glück im Ausland suchen sondern dies kann auch 500.000 Griechen innerhalb einer Zeitspanne von 2-3 Jahren betreffen. Wenn Menschen sich in einer Umgebung nicht wohl fühlen fliehen sie. Ihr könnt lachen soviel ihr wollt aber das ist, wenn der Griechische Staat weiter abrutscht eine möglichkeit für viele Familie die Verwandte im Ausland haben. Zudem ihr es oft als Provokation oder Beleidigung empfindet dabei ist es wenn überhaupt eine plausible Möglichkeit (wenn) und das sagte ich ebenso der Griechische Staat weiter in der Schuldenfalle bleibt oder sogar weiter sinkt.

    Dieser Report ist erst 2 Jahre alt.


    Es gab doch auch mal ein Thread hier:
    Immer mehr Griechen wandern in die Türkei aus

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