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Vertrag von Lausanne und die Souveränität der Türkei

Erstellt von _KRG_, 19.08.2014, 20:34 Uhr · 341 Antworten · 15.388 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Albokings24

    Registriert seit
    08.05.2012
    Beiträge
    6.171
    Ach hört doch endlich auf mit den billigen Diskusionen.

    Erstens geht es hier um die Türkei nach dem ersten Weltkrieg. Es war kein Wunschkonzert wer was bekam, die Siegermächte haben Europa aufgeteillt, ob es einpaar Typen das passt oder nicht ist doch egal. Wenn sie einen eigenen Staat wollen sollen sie es Demokratisch mit einem Referendum machen, aber sicher NICHT mit Terror.

    Zweitens, lasst doch die Arvaniten das sein was sie wollen, in der Öffentlichkeit Griechen und im Herzen Albaner !!!

    Ansonsten hat Amphi natürlich recht.

  2. #42

    Registriert seit
    29.03.2014
    Beiträge
    2.894
    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Würdest du einem Referendum zustimmen? Bzw. würdest du bei positivem Ergebnis ihnen
    die Unabhängigkeit in den Gebieten in denen sie de Mehrheit stellen gönnen bzw. es akzeptieren?
    Wenn schon, dann sollen vorher die Armenier in diese Gebiete einsiedeln.

  3. #43
    Yashar
    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Sonne, ich bitte Dich sehr.
    Lerne auch folgendes, daß Informationen in falschen Händen Dein Umfeld vergiften und im schlimmsten Fall zerstören können.

    Der von Dir angesprochene Nutzer sollte diese nicht bekommen, er würde sie sehr schnell in einem Sinne verdrehen und verändern, um diese seiner Gesinnung näher zu bringen, und somit das heilige hellenische Element der Empirie und Wahrheitsliebe abermals mit Füssen treten, ja darauf rumtrampeln.

    Er will nicht prüfen, er will einfach.
    Quellen wären hier fehlplatziert.
    Amphion, darf ich dich um etwas bitten?

    Kannst du mir ganz genau erklären was du aussagen willst?
    Eine kurze Zusammenfassung von dem was du Nikos zu erklären versucht hast.
    Es interessiert mich gerade. Wäre sehr freundlich von dir.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von dayko2 Beitrag anzeigen
    Wenn schon, dann sollen vorher die Armenier in diese Gebiete einsiedeln.
    Wieso? Wer sagt, dass die Armenier das überhaupt möchten? Man sollte nicht aufgrund eines Referendums die ethnische Struktur einer Region verändern...

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Ohër Beitrag anzeigen
    Kann sie dir gerne einmal raussuchen. Die Überbleibsel der orthodoxen Albaner sind die Arvaniten, die durch Gehirnwäsche und Zwang in die "griechische Nation" zusammen mit Walachen und Slawen überführt wurden. Laskarina Bouboulina, Antonios Kriezis, Dimitrios Voulgaris, Athanasios Miaoulis, Pavlos Kountouriotis, Alexandros Diomidis, Hieronymus II. (Oberhaupt der griechischen Orthodoxen) usw. waren/sind alle Arvaniten. Die Mehrheit der heutigen autochthonen Bevölkerung von Attika hat arvanitische Vorfahren. Die Peloponnes und viele Inseln drum herum waren ebenfalls wichtige Siedlungsgebiete der Arvaniten.
    Ich empfehle dir die Bücher von Elena Kocaqi-Levanti (albanische Historikerin aus Tirana). Sie führt bekannte Sekundärliteratur und zeitgenössische Berichte als Quellen auf. Sehr beeindruckend!
    Kannst du mir mal eine Quelle geben Ohër? Das interessiert mich gerade sehr

  4. #44
    Avatar von Ilios

    Registriert seit
    28.07.2014
    Beiträge
    817
    Mal eine ernst gemeinte Frage, da wenig Ahnung von dem Thema:

    Werden Kurden in der Türkei in irgendeiner Art und Weise politisch sowie sozial benachteiligt? Ich meine heutzutage, nicht in der Vergangenheit.

    Moralisch kann ich den Wunsch der Kurden nach Autonomie bzw. einen eigenen Staat verstehen. Schließlich reden wir hier von einem Volk, das keinen eigenen Staat hat. Ich kann allerdings Harputs Argument mit der Vielstaaterei auf einer objektiven Ebene verstehen. Nehmen wir als Beispiel mal Jugoslawien. Der Wunsch nach Unabhängigkeit der jeweiligen Volksgruppen war bzw. ist moralisch nachvollziehbar. Vor allem da Gewalttaten an bestimmten Volksgruppen begangen wurden. Wirtschaftlich gesehen, schossen sich die ex jugoslawischen Staaten jedoch ins Aus mit der Teilung in Klein- und Kleinststaaten. Wenn ich das ganze mal etwas überspitzt formulieren darf: sie schossen sich sogar in die politische Bedeutungslosigkeit. Nicht falsch verstehen, liebe Bosnier, Mazedonier, Kroaten usw. Ihr habt euer gutes Recht auf Selbstbestimmung. Und ich bin froh, wenn Volksgruppen friedlich leben können, ohne wegen ihrer Ethnie benachteiligt zu werden. Die Idee eines vereinten und damit starken slawischen Staates ist auf dem Papier allerdings nicht die schlechteste. Nur hat das Zusammenleben in der Praxis dann leider nicht geklappt. Bzw. hat sich eine Volksgruppe innerhalb dieses vereinten Staates über die anderen erhoben, was so nicht sein sollte.

    Worauf ich hinaus will. Würden sich die Kurden einen Gefallen damit tun, wenn sie es endlich schaffen, sich abzuspalten und einen eigenen Staat gründen?


    Was das Arvaniten-Thema angeht:

    Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass Amphion die Existenz albanisch stämmiger Griechen leugnet?

  5. #45
    Yashar
    Zitat Zitat von blacksea Beitrag anzeigen
    Er will die Taten der PKK rechtfertigen, wie sie die Babys ermordet haben.
    Haben sie das wirklich?

    Eine weitere Frage ist: Wahren es einfach Einzeltäter wofür man nicht alle Anhänger der PKK veurteilen kann oder war es eine Tat die offiziell von der PKK gutgeheissen wird.
    Soweit ich weiss (bin in dem Thema nicht der gebildetste) beging doch auch die Türk. Regierung Massaker gegen Kurden und unterdrückte sie Jahrzehnte lang. Ist doch wahr oder?
    Wenn diese Tatsachen alle stimmen, dann ist es nicht nur Verständlich sondern Glasklar, dass die Kurden zum bewaffneten Widerstand griffen!

    Ich sehe die Situation der Kurden manchmal sehr ähnlich wie die der Albaner, die noch in Jugoslawien leben mussten.
    Man war Bürger dritter Klasse, anfangs war Albanisch zu sprechen oder das öffentliche zeigen von nationalen Symbolen verboten.
    Die mehrheitlich von Albanern bewohnten Gebiete waren nur unter Kontrolle der serbischen Regierung weil diese während den Balkankriegen 1912 dort einfielen, insgesamt 50'000 Menschen töteten um die Ethnische Struktur der Gebiete zu verändern und sich dann (keine Ahnung wie?!!) bei der Londoner Konferenz durchsetzen konnten. Nicht mal die Hälfte der Albaner lebte in Albanien.

    Dann kam die vorher erwähnte Zeit. Tausende von Albanern wurden vertrieben und Serben siedelten sich an. Ja, Jugoslawien betrieb eine sehr grobschlächtige Siedlungspolitik.
    Gab auch viele Aufstände der Albaner, die jedesmal blutig niedergeschlagen wurden.
    Die Serbisierung von Kosovë war gescheitert und so wollten sie einen grossen Bevölkerungsaustausch mit der Türkei machen. War aber aus finaziellen Gründen nicht möglich.

    Während dieser Zeit kamen auch des öfteren Serbische Polizisten oder Soldaten in Albanische Dörfer und nahmen grundlos alle erwachsenen Männer mit und richteten sie irgendwo, weit weg hin.
    Dies geschah ebenfalls mit dem Vater meiner Grossmutter, die ebenfalls zusehen musste wie Soldaten ihn vorher halb tot prügelten.

    Nach dem 2 WK wurde die Situation besser da ein Slowene namens Tito der Diktator Jugoslawiens wurde. Als der jedoch starb fing alles wieder von vorne an. Es wurde sogar noch schlimmer.

    Die Albaner machten wieder Aufstände, da passierte erneut dasselbe. Dann tauchte die UCK (Befreiungs Armee von Kosovë) auf und fing nach einiger Zeit Serbische Polizisten, andere Beamte und Albaner die für die Serbische Regierung spionierten zu erschiessen. 1998 kam dann die Serb. Armee ins Land und viele Soldaten (Vor allem aber Paramilitärische Kämpfer) verrichteten Massaker. Etwa 10'000 tote Albaner hat man gefunden und etwa 3000 werden noch vermisst.

    Und jetzt kommt der eigentlich Punkt. Es gab auch viele Albaner die Massaker an unschuldigen Serben verrichteten. War jetzt die UCK böse deswegen? Für mich ist jeder Mensch der einen unschuldigen tötet etwa gleich viel Wert. Und zwar gar nichts. Auch wenn es (halbwegs) verständlich ist, dass viele Albaner einen Hass auf Serben hatten. Viele töteten auch Zivilisten weil ihre Familie zuvor getötet worden war. Ist natürlich falsch aber kannst du es nicht (nur ein bisschen) verstehen? Wie reagierst du, wenn jemand deine Familie umbringt?

    Und jetzt nennen viele Serben die UCK auch Terroristen wie viele Türken die PKK und behaupten sie hätten uns von den Osmanen "befreit".

    Siehst du zwischen den Albanern in Kosovë und den Kurden nicht die eine oder die andere Paralele?

    Ein kurdischer Freund von mir meinte auch, dass sehr vieles gleich sei. Was meinst du?

    Und ja. Ein paar PKK-Kämpfer haben Kinder ermordet und ich hoffe für jeden einzelnen von denen, dass sie in der Hölle die schlimmsten Qualen erleiden werden und das auf ewig.
    Aber denkst du wirklich die PKK an sich identifiziert sich mit denen, die das taten? Ist die PKK sofot gleich zu 100% böse? Ich will nur, dass du das ganze mal aus einer anderen Perspektive ansiehst.

    Es gibt nämlich IMMER eine zweite Sicht

  6. #46
    Avatar von Dr. Gonzo

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    10.616
    Werden Kurden in der Türkei in irgendeiner Art und Weise politisch sowie sozial benachteiligt? Ich meine heutzutage, nicht in der Vergangenheit.
    Das Problem ist jetzt die PKK. Da sie in schwierigen Zeiten das Zepter übernommen haben,sehen sie sich als Macher des fortschritts. Die Türkischen Regierungen hätten ihnen so einfach den Wind aus den Segeln nehmen können, aber sie waren unfähig und haben stattdessen emotionnalisiert.

    Worauf ich hinaus will. Würden sich die Kurden einen Gefallen damit tun, wenn sie es endlich schaffen, sich abzuspalten und einen eigenen Staat gründen?
    Im Osten der Türkei, Nein. Wofür?
    Man soll ihnen eine gewisse Autonomie zukommen lassen. Kulturelle rechte erhält man ja jetzt.


    Es gibt nämlich IMMER eine zweite Sicht
    Stimme deiner sicht zu.

  7. #47

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    Zitat Zitat von DocGonzo Beitrag anzeigen



    Im Osten der Türkei, Nein. Wofür?
    Man soll ihnen eine gewisse Autonomie zukommen lassen. Kulturelle rechte erhält man ja jetzt.
    Wir sollten es uns nicht so schwer machen. Sollen sie ihren eigenen Staat bekommen.

  8. #48
    Yashar
    Zitat Zitat von dayko2 Beitrag anzeigen
    Wir sollten es uns nicht so schwer machen. Sollen sie ihren eigenen Staat bekommen.
    Vorausgesetzt sie wollen das. Scheint ja bei vielen nicht der Fall zu sein.

  9. #49

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    Zitat Zitat von Yashar Beitrag anzeigen
    Vorausgesetzt sie wollen das. Scheint ja bei vielen nicht der Fall zu sein.
    Es ist interessant die Geschehnisse zu verfolgen. Die deutschen Politiker scheinen ihre Meinung bezüglich eines kurdischen Staates geaendert zu haben.

    Die Lage wird wahrscheinlich wirklich brenzlich für die kleinen Lokalmaechte aber auch für die grossen Akteure der Weltpolitik.

  10. #50
    Avatar von TuAF

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    9.229
    der vertrag von lausanne hat mit den kurden nichts zu tun,diesen türkischen befreiungskrieg haben die türken organisiert und haben die meisten opfer dafür bezahlt von daher ist es normal das die türken ihre interessen im vertrag von lausanne den verlierern aufdrücken.

    der vertrag von lausanne ist nichts anderes als eine revidierung vom vertrag sevres wo man türkischen boden verloren hat und nach dem befreiungskrieg wieder zürück geholt hat.

    die anteilnahme der kurden am türkischen befreiungskrieg war nicht gerade gross,die meisten sehits kamen aus dem schwarzmeer und aus zentralanatolien





    wir haben für unsere unabhängigkeit gekämpft und gesiegt und das möglichste rausgeholt beim vertrag von lausanne und das alles völkerrechtlich legitimiert..

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