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Völkermord an Armeniern - Spannungen zwischen Ankara und Paris

Erstellt von LordSangius, 17.12.2011, 17:27 Uhr · 100 Antworten · 10.030 Aufrufe

  1. #71
    Yoschimitsu
    Zitat Zitat von KuhleerDeutschah Beitrag anzeigen
    Du Idiot, die Deportationen waren so geplant, dass dabei die meisten Menschen schon mal umkommen sollten, der übrige Rest sollte sofern er überleben sollte, einfach aus dem Gebiet vertrieben werden, aber zuerst wurden die Menschen jeweils durchs ganze Land deportiert.

    Es gab zunächst nicht einmal ein genaues Ziel wo man die meisten Armenier genau hin deportieren wollte, man hat die Leute teilweise sogar einfach durchs Land getrieben und gehofft, dass sie unterwegs sterben würden.

    Man hat sie nicht einmal Wasser trinken lassen und zudem waren die meisten Deportierten Frauen, Kinder und alte Menschen. Die männlichen Armenier hat man größtenteils vorher schon exekutiert gehabt.
    Du muss es ja wissen. Ich wusste nicht, daß es noch lebende Zeugen von dieser deportation gibt.:klugscheiß:

  2. #72
    Avatar von Lilith

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    19.303
    Zitat Zitat von Yoschimitsu Beitrag anzeigen
    Du muss es ja wissen. Ich wusste nicht, daß es noch lebende Zeugen von dieser deportation gibt.:klugscheiß:
    Ich glaube mittlerweile gibt es keine Überlebenen. Aber es gibt Aufzeichnungen von Interviews mit Überlebenen, teils schriftliche Aufzeichnungen von damals sowohl Betroffener als auch quasi internationaler Zeitzeugen. Botschafter, Konsule, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen...

    Aus Istanbul wurden nicht alle vertrieben, begann aber die Deportationswelle. Betroffen durchaus auch Armenier aus Westanatolien, diese gelangten meist nach Aleppo. Wohl gab es auch aus dem Westteil Deportationen. In Izmir allerdings hatte sich wohl der deutsche General Liman von Sanders den Deportatonen entgegen gestellt. Schwerpunkt waren aber natürlich die Kriegsgebiete und armenischen Hauptiedlungsgebiete in Ostanatolien. Und von diesen Gegenden ist auch eine systematische Tötung männlicher Armenier im wehrfähigen Alter verbürgt und wird im Grunde auch bestätigt, wenn man sich die Bevölkerungsstruktur unter den Überlebenen in Syrien usw. ansieht.

  3. #73
    Jan
    Avatar von Jan

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    120
    Wenn man hier von griechen lesen muss sie haben den genozid anzuerkennen hahaha als ob diese dabei gewesen sind,ich fang lieber nicht mit den albanern in griechenland an, die camen und so


    ich finde paris übertreibt die türkei untersucht den völkermörd also sollen sie die fresse halten und abwarten, wenn dann nichts passiert erst dann sollten sie drohen usw aber diese aktion ist sowas von fail

  4. #74

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    sargayzi

    dieser hund hat nichts zu entscheiden

    es liegt ziwschen diesen zwei staaten
    wenn man spannungen abbauen will
    sollte man mit "versöhnung" anfangen

    armenien gibt es ja schon seit tausenden von jahren
    trotzdem ich denke eine entschuldigung wäre schon zu spät
    man hatte fast über 80 jahre dazu

  5. #75
    Avatar von kewell

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    8.226
    Erdoğan wirft Frankreich Scheinheiligkeit vor

    18/12 01:53 CET
    Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hat Frankreich scharf angegriffen. Wegen der bevorstehenden Verabschiedung eines Gesetzes, das das Leugnen des Völkermords an den Armeniern bestraft, warf Erdoğan Frankreich Scheinheiligkeit vor. Wer nach Völkermorden suche, solle zunächst in seiner eigenen Geschichte nachschauen.


    “Wenn sich die französische Nationalversammlung für Geschichte interessiert, dann sollte sie sich die Mühe machen herauszufinden, was in Afrika, in Ruanda in Algerien geschehen ist”, sagte Erdoğan nach einem Treffen mit dem Chef des libyschen Übergangsrates Mustafa Abdel Dschalil.


    Das geplante Gesetz sieht für das Leugnen eines Völkermordes an den Armeniern eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr und 45.000 Euro Geldstrafe vor. 1915/16 wurden im Osmanischen Reich bis zu 1,5 Millionen Armenier getötet. Die Türkei bestreitet, dass es sich dabei um einen Völkermord gehandelt hat.

    Erdo

  6. #76

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    267
    Hat er sehr gut gesagt. Originalzitat: Wer nach Völkermorden sucht,soll in ihre eigene dreckige,blutige Geschichte schauen. Gemeint ist natürlich Frankreich. Erdogan erwähnt auch den französischen Völkermord in Algerien.

  7. #77

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    30.08.2011
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    8.480
    Zitat Zitat von BosnaHersek Beitrag anzeigen
    Hat er sehr gut gesagt. Originalzitat: Wer nach Völkermorden sucht,soll in ihre eigene dreckige,blutige Geschichte schauen. Gemeint ist natürlich Frankreich. Erdogan erwähnt auch den französischen Völkermord in Algerien.
    Das macht den Genozid an den Armeniern ungeschehen oder wie, wenn er Frankreich auf die eigene Geschichte hinweist?

  8. #78
    Avatar von kewell

    Registriert seit
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    Beiträge
    8.226
    Zitat Zitat von BosnaHersek Beitrag anzeigen
    Man kann nichts anerkennen,was nicht geschah. Warum ist die Türkei bereit ihre Archive zu zeigen und Armenien nicht? Haben sie etwa etwas zu verstecken ?
    TÜRKEI: SCHARFE REAKTION AUF SARKISSJAN
    Die Erklärung von Sarkissjan ist nicht mit Friedensbemühungen zu vereinbaren.


    Das türkische Außenministerium hat die jüngste Erklärung des armenischen Staatspräsidenten Sarkissjan mit scharfer Reaktion aufgenommen.

    Sarkissjan sagte gestern gegenüber Teilnehmern des armenischen Sprach-und Literaturwettbewerbs: “ Wir haben Karabach vom Feind befreit. Die Eroberung des Gebiets um den Agri Berg haben wir euch überlassen.“

    Sprecher des Außenministeriums Selcuk Ünal sagte vor Medienvertretern, es sei eine äußerst falsche Handlungsweise, Jugendlichen und nächsten Generationen Ratschläge zu unterbreiten, die zwischen Völkern zu Hass führen und eine Ideologie des Hasses provozieren. In einer Zeit, in der Bemühungen zur Herstellung einer Friedensatmosphäre in der Region intensiviert und beschleunigt werden, seien Äußerungen, die Sarkisian benutzt, ein Zeichen dafür, dass er kein Interesse an einem Frieden hat.

    Die Türkei hoffe, dass Kreise, die sich um Frieden und Stabilität in der Region bemühen, Konsequenzen von den Äußerungen von Sarkissjan ziehen werden.
    Der armenische Staatspräsident Sarkissjan hatte gestern am Rande des armenischen Sprach- und Literaturwettbewerbs auf die Frage eines Studenten gesagt, dass sie das Gebiet um Karabach erobern sollen. Türkei: Scharfe Reaktion auf Sarkissjan / TRT-Deutsch
    Karabağ’ı biz aldık Ağrı’yı size bıraktık

    Bei einer Sprach - und Bildungsveranstaltung In Armenien, stellte ein Schüler dem armenischen Staatspräsidenten Sarkisyan die Frage, wann Sie die Territorium um Ararat an Armenien gliedern werden?

    Der Staatspräsident Sarkisyan darauf, "dies hängt von Eurer Generation ab. Meine Generation hat es hingekriegt, die Feinde in Berg-Karabach zu besiegen und das Land zu erobern".

    Er stiftet quasi die junge Generation auf, Krieg gegen Türkei zu führen.

    Dabei wird Türkei mit Feindseligkeit beschuldigt, wie ironisch.
    Karabağ’ı biz aldık Ağrı’yı size bıraktık
    und mit solchen nachbarn soll man frieden schließen?

  9. #79
    Avatar von Almila

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    Zitat Zitat von KuhleerDeutschah Beitrag anzeigen
    Das macht den Genozid an den Armeniern ungeschehen oder wie, wenn er Frankreich auf die eigene Geschichte hinweist?
    frankreich ist nicht in der lage seine eigene geschichte aufzuarbeiten. also haben die auch nicht das recht andere ländern zur anerkennung eines völkermordes aufzufordern


    die türkei ist bereit mit armenien eine kommision zu gründen und ihre archive zu öffnen, aber armenien lehnt eine solche untersuchungskommision ab. wieso eigentlich

  10. #80
    Avatar von Lilith

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    19.303
    Zitat Zitat von Almila Beitrag anzeigen
    frankreich ist nicht in der lage seine eigene geschichte aufzuarbeiten. also haben die auch nicht das recht andere ländern zur anerkennung eines völkermordes aufzufordern


    die türkei ist bereit mit armenien eine kommision zu gründen und ihre archive zu öffnen, aber armenien lehnt eine solche untersuchungskommision ab. wieso eigentlich
    Guten Abend!
    Meiner Meinung nach nicht deshalb, weil Armenien etwas zu "befürchteh" hätte.
    Ein Dilemma sehe ich darin, dass die eine Seite keine "Gespräche", Kommission etc. zulassen möchte ohne dass die Bewertung des Ganzen als Genozid schon als feststehende These angenommen wird. Die andere Seite wird keine Arbeit akzeptieren mit dieser These als vorausgesetzt. Das ist etwas, wo ich die armenische Seite absolut nicht verstehe. Sie wissen darum, dass ohne ein wenig Bewegung auch ihrerseits nichts voran gehen wird:-(

    Eine vielleicht nicht ganz unberechtigte Befürchtung ist, dass die Kommission, ihre Arbeit vielleicht platzen gelassen wird, um dann verkünden zu können, sie hätte keine Beweise gebracht.
    Nimm doch nur mal den Hickhack jetzt mit den Franzosen. Die Türkei möchte sogar ihren Botschafter abziehen. Im Frühjahr dieses Jahres wurde das versöhnlich gemeinte Denkmal in Kars von Mehmet Aksoy quasi zu Fall gebracht. Wenn ich mich nicht irre mit der Begründung, es würde die Würde des türkischen Staates beschmutzen. Und auch in den letzten Jahren, Pamuk ist das bekanneste Beispiel, mussten Menschen mit Strafverfolgung rechnen, wenn sie in der Türkei von Genozid sprachen. Kann man da annehmen, dass es der Türkei wirklich um eine objektive Aufarbeitung, um eine ergebnisoffene Arbeit geht? Die im "Notfall" auch zu dem Ergebnis kommt, dass es einer war?

    Im Grunde scheinen beide Seiten nicht dazu bereit. Die Armenier würden alles andere als "Völkermord" auch nicht wirklich akzeptieren, glaube ich. Von daher ist das nur konsequent:-(

    Hier noch ein Interview auch dazu:

    Armeniens Präsident Sargsjan: "Wir wollten die Feindschaft durchbrechen" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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