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Es war einmal Jugoslawien

Erstellt von Ivo2, 23.05.2006, 05:29 Uhr · 18 Antworten · 1.282 Aufrufe

  1. #11

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    Zitat Zitat von DarrelDarryCurtis
    Zitat Zitat von Mr.LaLa
    Zitat Zitat von djevushko
    Zitat Zitat von Mr.LaLa
    Ivo es erstaunt mich immer wieder das ein Mann in deinem Alter solch einen Mist verzapft!
    MISTer, akzeptiere du erst mal das Referendum.
    Persönliche Meinung: Ich bin froh das Montenegro weg ist. Jetzt den klotz Kosovo gegen RS tasuchen und das wärs.
    Rationale Meinung: Das ging nicht mit rechten dingen zu.
    geil und ein neuer krieg bricht aus :wink: sehr schön . Ihr werdet die RS nie bekommen auch wenn wir dafür alle sterben müssen. Wie ihr alle wisst sind wir ein sehr nettes Volk doch wenns um unsere Heimat geht können wir auch unangenehm werden . Die Osmanen konnten das auch spüren als sie Bosnien verkaufen wollten . Und bitte kommt mir jetzt nicht mit billigen kommentaren
    Dein Kommentar ist billig. Was für ein neuer Krieg? Wir reden hier von zugeständnissen seitens der EU. Und das awren hypothetische möglichkeiten.

  2. #12
    Avatar von DarrelDarryCurtis

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    Rs weg = Krieg mr propaganda am besten gehst du und kaufst dir ein paar neue Bücher von Alex Dorin

  3. #13

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    Wieso krieg? Wenn die EU und die UN zusichert das ein Rewferendum in der Republika Srpska über den verbleib oder Anschluss an Serbien entscheiden kann, dann würde somit ein Angebot entstehen das durch aus Attraktiv ist.

    Ich glaube du verstehst den politischen Zusammenhang nicht.

  4. #14
    Avatar von DarrelDarryCurtis

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    Ich glaube kaum das die EU für den anschluss an Serbien ist das ist eine illusion der Serbischen Volkes.

  5. #15

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    Wir reden hier davon dass die EU und die UNO der Regierung Serbiens jaetwas als TAUSCH anbieten MUSS! Per definition kann man daher den anschluss der RS nicht ausschließen!

  6. #16
    Avatar von DarrelDarryCurtis

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    muss? wer sagt das ? du ?

  7. #17

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    Das sagt das Internationale Parkett.

  8. #18
    Avatar von BitterSweet

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    Zitat Zitat von Mare-Car
    und in dem die Moslems und Albaner diktieren. Viel Spaß :P
    Tako i Treba!

  9. #19

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    Montenegro - ein neuer Staat in Europa
    Die langjährige, vor allem US-finanzierte Unterstützung der Djukanovic-Koalition (pro Kopf gesehen war die US-Finanzhilfe für die Regierung in Montenegro wohl sogar höher als für jene in Israel) trägt nun Früchte - das "offizielle" Ergebnis (das tatsächlich offizielle Ergebnis der Wahlkommission gibt es erst in zwei Wochen) des Referendums in Montenegro lautet: 55,5% der Teilnehmer am Referendum haben für die Eigenstaatlichkeit gestimmt.

    Andererseits haben 44,5% der Referendumsteilnehmer für den Erhalt des Staatenbunds gestimmt. Nimmt man in Betracht, daß zwar Montenegriner aus der Schweiz, den USA, Australien oder Zimbabwe am Referendum teilnehmen durften, die gut 200.000 Montenegriner aus Serbien aber nicht, dann scheint dies eher ein Pyrrhus-Sieg der "Souveränisten" zu sein. Nicht wenige sprechen eher von einer Farce. Oder gar von Betrug. Und dies nicht nur bei der Wahl der Kriterien für das Referendum, sondern auch bei der Stimmenauszählung.

    Gegen die Wahlbeobachtungsorganisation CESIM, welche bereits eine Stunde nach Schließung der Wahllokale das Resultat "bei 90% der Stimmenauszählung" verlautbarte (was bedeutet hätte, daß es für die Auszählung der letzten 25.000 Stimmen die ganz Nacht hindurch gebraucht hat), könnte zumindest eine Strafanzeige erfolgen - es hätte deswegen auch zu Unruhen kommen können.

    Die Verwunderung über das Resultat ist überwiegend groß - sowohl in Serbien als auch in Montenegro selbst. Andere hatten es kommen sehen oder inbrünstig erwartet. Wie dem auch sei, es wird sich daran wohl kaum noch etwas ändern. Der ohnehin junge Staatenbund ´Serbien und Montenegro´ hört also wohl bald auf zu existieren. Seit 1918 befinden sich Serbien und Montenegro gemeinsam in einem Staat. Das offizielle Militärbündnis der jetzt bald getrennten Staaten besteht ununterbrochen sogar schon seit dem Jahre 1876.

    Insbesondere die Staatsbürger Montenegros, welche in Serbien leben, werden die Konsequenzen der Unabhängigkeit Montenegros als erste zu spüren bekommen: Diese werden auf jeden Fall zunächst einmal, völlig ordnungsgerecht, zu Ausländern. Der Gedanke vom Antrag auf Aufenthaltserlaubnis und Arbeitserlaubnis in Serbien war für diese Menschen bisher unvorstellbar. Wenn man bedenkt, daß ein gewaltiger Teil der Montenegriner, welche in Serbien leben, zur Führungsschicht Serbiens in Politik, Militär, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur gehört, dann stellt dies sicher eine äußerst ungewöhnliche Situation dar.

    Etwas skurril muten angesichts dessen die Ankündigungen der Sportverbandsfunktionäre an, daß die Nationalmannschaften bei der bevorstehenden Fußball-WM in Deutschland und auch bei der Basketball-WM in Japan unter dem bisherigen Namen ´Serbien&Montenegro´ antreten werden. Und dies, obwohl der Staatenbund nun rechtlich und faktisch nicht mehr existiert, und Serbien, laut dem Abkommen zur Gründung des Staatenbundes, Nachfolger in allen Fragen, und somit auch der Sportverbände und Nationalmannschaften, ist.

    Interessanter, und für die Menschen wichtiger, ist aber wohl die Frage der politischen Stabilität des Landes nach der Unabhängigkeit. Und um diese steht es womöglich nicht so gut:

    Während die Presse im Ausland vor und während des Referendums ihre Leser beruhigte, es gebe in Montenegro keinen ethnischen Konflikt, so kann man dem gleichzeitig zustimmen oder dies verneinen.

    Bei der letzten Volkszählung in Montenegro haben 32% der Bevölkerung als Nationalität ´Serbisch´ angegeben. Noch vor 10 Jahren, also Anfang der 1990er, waren es gerade mal 9% gewesen (damals ging das Referendum für einen gemeinsamen Staat mit Serbien mit über 90% der Wählerstimmen dafür aus). Knapp 70% der Einwohner Montenegros haben weiterhin bei der letzten Volkszählung angegeben, daß ihre Muttersprache `Serbisch` und ihre Konfession `serbisch-orthodox` ist. Zieht man neben dieser Entwicklung auch in Betracht, daß 44,5% der Referendumsteilnehmer, trotz einer jahrelangen Kampagne für die Unabhängigkeit Montenegros, ausdrücklich gegen die Loslösung gestimmt haben, so ist fast zu erwarten, daß der Anteil der Serben an der Bevölkerung Montenegros in den nächsten Jahren weiter steigen wird - womöglich auf etwa 40-50%.

    Hinzu kommt, daß, wie anhand von regionalen Verteilungen der verschiedenen Bevölkerungsteile einerseits und den Resultaten aus den verschiedenen Wahlkreisen andererseits, zu werten ist, etwa zwei Drittel der ´ethnischen Serben und Montenegriner´, also der serbisch-sprachigen und serbisch-orthodoxen Bevölkerung in Montenegro, für den Zusammenhalt des Staatenbundes gestimmt haben.

    Anders scheint es beim moslemischen und römisch-katholischen Teil der Bevölkerung Montenegros gewesen zu sein. Diese machen mehr als ein Viertel der Bevölkerung Montenegros aus. Daß es diesem Teil der Bevölkerung eben nicht nur um die Eigenständigkeit der Republik Montenegro, sondern auch um Partikularinteressen, geht, kann man wohl anhand folgenden Bildern der Unabhängigkeitsjubelfeiern erahnen:

    http://www.b92.net/info/galerija/zoo...image_id=46589
    http://i2.tinypic.com/ztb42g.jpg

    Andererseits hat der Ausgang des Referendums für einen Teil dieser Gruppe, nämlich für die der Muslime, eine Schattenseite: Die sogenannte Region ´Sandschak´, welche teils in Serbien und teils in Montenegro liegt, ist nun in zwei Hälften, mit einer Staatsgrenze längs hindurch, getrennt, und damit endgültig ebenso Geschichte wie der Staatenbund Serbien&Montenegro.

    Diesem religiösen Widerspruch gesellt sich ein weiterer, im Grunde ähnlicher Natur, hinzu:

    Erstens, heißt es aus Montenegro, daß ausgerechnet Sozialisten, oder genauer gesagt Ex-Sozialisten, und in diesem Fall ganz konkret Atheisten, massenweise für die Unabhängigkeit gestimmt haben. Besonders verwunderlich ist dies aber nicht, denn Djukanovics Partei ist schließlich, zumindest nominell, die ´Partei des Demokratischen Sozialismus´. Ein Teil der Gegner der Unabhängigkeit nennt diese Gruppe daher bezeichnenderweise gerne auch ´Titogorci´ (von ´Tito´, dem ehemaligen kommunistischen Staatsführer Jugoslawiens, und ´Crnogorci´, dem serbischen Wort für Montenegriner).

    Zweitens, gehören zu den Unabhängigkeitswählern auch die Anhänger der neuen ´Montenegrinisch-Orthodoxen Kirche´, kurz MPC. Diese ist eigentlich von keiner anderen Kirche, vor allem keiner anderen orthodoxen Kirche, anerkannt, und ist daher im Grunde eher als Privatorganisation zu bezeichnen. Der Organisation steht ein ehemaliger serbisch-orthodoxer Priester vor, dem wegen Veruntreuung von Kirchengeldern seitens der Serbisch-Orthodoxen Kirche die Priesterwürde aberkannt worden ist. Trotz dieses zweifelhaften Hintergrunds hat diese neue ´MPC´ eine nicht zu vernachlässigende Wirkung im Lande: Immerhin hat es schon mehrfach Versuche seitens Anhängern der ´MPC´ gegeben, Kirchen der SPC, also der Serbisch-Orthodoxen Kirche, mit Gewalt zu besetzen. Diese Versuche waren bisher zwar erfolglos, die neue Unabhängigkeit könnte die MPC-Anhänger jetzt allerdings in ihren Aktionen bestärken.

    Die aktuelle Regierung, sprich die Djukanovic-Koalition, welche das Referendum letztendlich organisierte, nimmt sich von den Angriffen auf die serbische Identität des Großteils der Bevölkerung Montenegros nicht aus: Vor nicht allzu langer Zeit hat sie den Serbisch-Unterricht in den Schulen durch den "Muttersprache-Unterricht"(!?) ersetzen lassen - in verfassungswidriger Manier im übrigen, denn in der Verfassung ist als Landessprache Serbisch festgelegt, ebenso in den Lehrplänen. Lehrer, die dagegen protestierten, wurden massenweise vom Dienst suspendiert oder gleich aus dem Staatsdienst entlassen. Bei der hohen Arbeitslosigkeit in Montenegro bedeutet ein solches Vorgehen mitunter die Bedrohung ganzer Existenzen. In zwar hunderter Familien.

    Die Verfassung scheint in Montenegro allerdings ohnehin keine große Beachtung mehr zu erfahren, denn genaugenommen war auch das Referendum an sich verfassungswidrig. Schließlich verlangt die Verfassung der Republik Montenegro bei Verfassungsänderungen, wie etwa einem Referendum zur Frage der Eigenstaatlichkeit, eine Zweidrittelmehrheit, und nicht etwa eine 55%-plus-eine-Stimme-Mehrheit, wie sie jetzt als maßgebend genannt wird. Auch dies hinterläßt einen bitteren Nachgeschmack. Aber da das oberste Verfassungsgericht, entsprechend dem "Solana-Abkommen" über die Gründung des Staatenbundes Serbien&Montenegro aus dem Jahre 2003, in Podgorica, und nicht in Belgrad, sitzt, ist auch dies kaum noch von Bedeutung.

    Wie dem auch sei, der neue Staatsvater Montenegros, Milo Djukanovic, kann einen Sieg für sich verbuchen und sich gleich in doppelter Weise freuen: Nicht nur daß er weiterregieren kann, und zwar mit erweiterten Rechten, nein, er braucht sich nun auch keine Sorgen mehr darüber machen, daß ihn die italienische Staatsanwaltschaft des organisierten Verbrechens beschuldigt. Als Oberhaupt eines souveränen Staates genießt er nun ja vollen diplomatischen Schutz.

    Trotz des Sieges, wird Djukanovic in Zukunft einen etwas schwereren Stand haben als bisher, denn für die wirtschaftliche Lage im Lande wird er nun keine Schuldigen mehr in Belgrad suchen können. Vielleicht daher auch die verhaltene Freude über den Ausgang des Referendums:

    http://www2.serbiancafe.com/lat/disk...image_id=46600 http://www.b92.net/info/galerija/zoo...image_id=46605
    http://www.b92.net/info/galerija/zoo...image_id=46604

    Alles in allem ist es aber auf jeden Fall erfreulich, daß das Referendum friedlich verlaufen ist. Insofern kann man auch als Kritiker des Referendums und/oder seines Ausgangs nur zufrieden sein.

    Und nicht zuletzt kann man es auch so sehen, daß es jetzt, im Endeffekt, drei serbische Staaten auf dem Balkan gibt:

    Der souveräne Staat Republik Serbien und der souveräne Staat Republik Montenegro - beide, bald, mit eigenem Sitz in der UN-Vollversammlung, als auch die Republik Srpska - welche Teil der Konföderation Bosnien&Herzegowina ist, und, obwohl zwar nicht souverän, dennoch per Daytoner Friedensabkommen aus dem Jahre 1995 völkerrechtliche Anerkennung genießt.

    Auch wird es interessant sein, zu beobachten, ob und wie verschiedene Unabhängigkeitsbewegungen in Europa und anderen Teilen der Welt das Referendum in Montenegro als Präzedenzfall für ihre Ziele sehen werden. Es lassen grüßen: Nordirland, das Baskenland, Korsika, Transnistrien, das Baltikum, Abchasien, Südossetien, Bergkarabach, Kurdistan .

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