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Umfrageergebnis anzeigen: War NATO-Bombardement auf Serbien gerechtfertigt?

Teilnehmer
73. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • War gerecht, in genau dem Umfang.

    31 42,47%
  • War gerecht, aber nicht in der Heftigkeit.

    9 12,33%
  • War ungerecht/zu heftig, aber ein Eingreifen erforderlich gewesen.

    8 10,96%
  • War ungerecht/zu heftig und ein Eingreifen, egal ob militärisch oder diplomatisch nicht okay.

    25 34,25%
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Ergebnis 351 bis 360 von 593

War NATO-Bombardement auf Serbien gerechtfertigt?

Erstellt von Bambi, 23.02.2011, 02:03 Uhr · 592 Antworten · 19.052 Aufrufe

  1. #351
    Avatar von Hercegovac

    Registriert seit
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    15.011
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    ich glaube, einige haben Antwortmöglichkeit 4 nicht verstanden
    diese Antwort besagt, dass sich weder die NATO noch sonst eine internationale Institution hätten einmischen dürfen, weder militärisch noch diplomatisch, also in Form wirtschaftlicher Sanktionen oder Verhandlungen zb, ergo 100%iges, totales Heraushalten und die Sache sich selbst überlassen.
    Hätte man DAS nach dem, was sich früher in den 90er Jahren abgespielt hat, ernsthaft gutheißen können?
    Bambilein, man hätte sich nicht komplett raushalten müssen, es wurden unzählige Friedenschancen verpasst, die man hätte nutzen können. Stattdessen hat man durch einen perfiden Plan eine humanitäre Kriese im Kosovo heraufbeschworen und grausam interveniert. Ich nehme mal an, wäre das mit Srebrenica nicht passiert, gäbe es auch kein Bombardement.

    Zur Rechtslage habe ich oben Stellung genommen.

  2. #352
    Avatar von Solaris

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    637
    Zitat Zitat von Zenicaaninn Beitrag anzeigen
    Balkan?
    Du meinst Serbien

    Ok, in diesem Thread vll. Serbien, aber auch bei anderen Themen lese ich manchmal katastrophale
    Sachen von Usern hier, was die so manchen Völkern und Gebieten so wünschen :sad:

    Aber dass wird schon gut kommen, die sturen Balkaner brauchen halt ein bisschen länger.
    Sie müssen immer alles bis zum bitteren Ende ausreizen, egal wieviel Verluste es kostet,
    bevor sie merken dass es so nicht mehr weitergehen kann ::wink: :iconbiggrin:

  3. #353
    Avatar von Bambi

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    37.047
    Zitat Zitat von Hercegovac Beitrag anzeigen
    Bambilein, man hätte sich nicht komplett raushalten müssen, es wurden unzählige Friedenschancen verpasst, die man hätte nutzen können. Stattdessen hat man durch einen perfiden Plan eine humanitäre Kriese im Kosovo heraufbeschworen und grausam interveniert. Ich nehme mal an, wäre das mit Srebrenica nicht passiert, gäbe es auch kein Bombardement.

    Zur Rechtslage habe ich oben Stellung genommen.
    so hat damals auch Joschka Fischer argumentiert, als er das Bombardement befürwortete.
    Ansonsten: Du hast ja nicht 4 angekreuzt, aber einige andere, bei denen ich mir denke, sie hättens nich angekreuzt, wenn sie gepeilt hätten, wie das gemeint ist.

  4. #354
    Avatar von Hercegovac

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    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    so hat damals auch Joschka Fischer argumentiert, als er das Bombardement befürwortete.
    Ansonsten: Du hast ja nicht 4 angekreuzt, aber einige andere, bei denen ich mir denke, sie hättens nich angekreuzt, wenn sie gepeilt hätten, wie das gemeint ist.
    Das Problem ist man hat durch fatale Fehler ( Srebrenica und Co. ) das internationale Image soweit geschädigt, dass keiner außer die Griechen gegen den rechtswiedrigen Eingriff der Nato intervenierte.

  5. #355
    Avatar von Cobra

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    Zitat Zitat von Hercegovac Beitrag anzeigen
    Bambilein, man hätte sich nicht komplett raushalten müssen, es wurden unzählige Friedenschancen verpasst, die man hätte nutzen können. Stattdessen hat man durch einen perfiden Plan eine humanitäre Kriese im Kosovo heraufbeschworen und grausam interveniert. Ich nehme mal an, wäre das mit Srebrenica nicht passiert, gäbe es auch kein Bombardement.

    Zur Rechtslage habe ich oben Stellung genommen.
    Ich hatte ja schon zuvor geschrieben das das auch ein Summe aus den Geschehnissen aus den Kriegen zuvor war

  6. #356
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    3.309
    Die Fragen sind leider alle schwer zu beantworten, da niemand an allen Orten des Kosovo gleichzeitig war und daher abschliessend beurteilen kann, wer wann wo in welchem Umfang genau was getan hat und alle Infos sich auf divergierende Propaganda beschränkt.

    Eine Frage ist jedoch essentiell:

    Hat das Nato-Bombardement die Lage der Kosovaren verbessert oder verschlimmert ?

    Nach Angaben von OSZE, unabhängigen Militärbeobachtern und renommierten Journalisten wie Peter Scholl-Latour fingen die eigentlichen Verteibungen und Ausschreitugnen gegen die Zivilbevölkerung erst mit der Nato-Bombardierung an, während es zuvor weitgehend ein Konflikt zwischen der UCK und dem serbischen Militär und insbesondere der Sonderpolizei des Innenministeriums war.

  7. #357

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    1.486
    Zitat Zitat von Solaris Beitrag anzeigen
    Ok, in diesem Thread vll. Serbien, aber auch bei anderen Themen lese ich manchmal katastrophale
    Sachen von Usern hier, was die so manchen Völkern und Gebieten so wünschen :sad:

    Aber dass wird schon gut kommen, die sturen Balkaner brauchen halt ein bisschen länger.
    Sie müssen immer alles bis zum bitteren Ende ausreizen, egal wieviel Verluste es kostet,
    bevor sie merken dass es so nicht mehr weitergehen kann ::wink: :iconbiggrin:

    Mein These in der Sache ist, das diese Völker oder Leute die so extremistisch radikal und sich als zentrale gottgegeben Volk sehen, mal so richtig auf die Fresse bekommen müssen wie die Deutschen im 2. Weltkrieg... heute sind sie das toleranteste Volk überhaupt... was sie sich von Ausländern gefallen lassen.

  8. #358
    Avatar von Hercegovac

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    15.011
    Nochmal eine kleine Zusammenfassung:

    Norma Brown, US-Diplomatin im Kosovo: "Bis zum Beginn der Nato-Luftangriffe gab es keine humanitäre Krise. Sicher, es gab humanitäre Probleme, und es gab viele Vertriebene durch den Bürgerkrieg. Aber das spielte sich so ab: Die Leute verließen ihre Dörfer, wenn die Serben eine Aktion gegen die UCK durchführten - und kamen danach wieder zurück. Tatsache ist: Jeder wusste, dass es erst zu einer humanitären Krise kommen würde, wenn die Nato bombardiert. Das wurde diskutiert: In der Nato, der OSZE, bei uns vor Ort und in der Bevölkerung."
    Ich denke dazu muss ich nix mehr sagen.

    Ein eindeutiges Urteil! Gewalt im Kosovo - in keinem einzigen Bericht der OSZE findet sich auch nur ein Indiz für eine drohende humanitäre Katastrophe. Was die internationalen Fachleute beobachteten, waren Situationen wie diese: Rebellen der so genannten Kosovo-Befreiungsarmee UCK kämpften gegen reguläre jugoslawische Truppen. Ein Bürgerkrieg - so die
    OSZE. Vor diesen Kämpfen flohen die Dorfbewohner. Später kehrten sie dann meist in ihre völlig zerstörten Häuser zurück.
    Auch sehr intressant...

    Die Nato in Brüssel kannte die Berichte der OSZE. Sie deckten sich mit ihren eigenen Beobachtungen, bleiben aber intern.
    Ein sehr wichtiges Indiz für das rechtwiedrige Handeln.

    Zur gleichen Zeit im deutschen Verteidigungsministerium: Auch dort war keine Rede von einer drohenden humanitären Katastrophe: In den Unterlagen des Bundesministers für Verteidigung zur Lage im Kosovo stand nämlich etwas ganz anderes als Rudolf Scharping in der Öffentlichkeit verkündet hatte. Zitat aus den geheimen Lageberichten des Verteidigungsministeriums: "In den vergangenen Tagen kam es zu keinen größeren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen serbisch-jugoslawischen Kräften und der UCK . . . Die serbischen Sicherheitskräfte beschränken ihre Aktionen in jüngster Zeit auf Routineeinsätze wie Kontrollen, Streifentätigkeit, Suche nach Waffenlagern und Überwachung wichtiger Verbindungsstraßen."
    Selbst die Deutschen sahen keine humaniätre Katastrophe.

    Jamie Shea, Nato-Sprecher: "Die politischen Führer spielten nun die entscheidende Rolle für die öffentliche Meinung. (. . .) Rudolf Scharping machte wirklich einen guten Job. Es ist ja auch nicht leicht, speziell in Deutschland, das 50 Jahre lang Verteidigung nur als Schutz des eigenen Landes gekannt hatte, statt seine Soldaten weit weg zu schicken. Psychologisch ist diese neue Definition von Sicherheitspolitik nicht einfach. Nicht nur Minister Scharping, auch Kanzler Schröder und Minister Fischer waren ein großartiges Beispiel für politische Führer, die nicht der öffentlichen Meinung hinterherrennen, sondern diese zu formen verstehen. Es stimmt mich optimistisch, dass die Deutschen das verstanden haben. (. . .) Wenn wir die öffentliche Meinung in Deutschland verloren hätten, dann hätten wir sie im ganzen Bündnis verloren."
    Der Kampf um die öffentliche Meinung war härter geworden. Und die Gangart auch. Schlichte Meinungsmache, Kriegspropaganda für den Hausgebrauch - das reichte jetzt nicht mehr
    Politik a la 45'...

    Erhärtet wurde diese Lageanalyse des Auswärtigen Amtes vom 19. März 1999 durch den vertraulichen Lagebericht der Nachrichtenoffiziere des Verteidigungsministeriums vom «23. März, 15 Uhr». In diesem Bericht, erstellt einen halben Tag vor Kriegsbeginn, heisst es ausdrücklich: «Das Anlaufen einer koordinierten Grossoffensive der serbisch-jugoslawischen Kräfte gegen die UCK im Kosovo kann bislang nicht bestätigt werden.» Und dann formulieren die Nachrichtenoffiziere schon damals eine Aussage, die sich heute auch im Generalbericht der Nato-Parlamentarier findet: «Die UCK ihrerseits wird wahrscheinlich weiter versuchen, durch die bekannten Hit-and-Run-Aktionen die serbisch-jugoslawischen Kräfte zu massiven Reaktionen zu provozieren in der Hoffnung, dass diese in ihren Ergebnissen hinsichtlich Zerstörungen und Flüchtlinge ein Ausmass annehmen, das sofortige Luftschläge der Nato heraufbeschwört.» Wer diese Berichte das erste Mal liest, ist zweifelsohne äusserst erstaunt.
    Provokation der Kriese seintens der Albaner...

  9. #359
    Avatar von Hercegovac

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    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Ich hatte ja schon zuvor geschrieben das das auch ein Summe aus den Geschehnissen aus den Kriegen zuvor war
    Im Pinrzip leider ja, also man hat eigentlich viel zu spät im falschen Moment und mit zu übertriebener Härte reagiert, basierend auf rechtswiedrigen Grundlagen.

  10. #360
    kenozoik
    basierend auf rechtswiedrigen Grundlagen

    a dok ste pravili sranja po rvackoj bosni vas je bolila patka za pravednost i pravdu

    deutsch: als ihr aber scheisse getrieben habt in kroatien und bosnien habt ihr euch einen dreck um recht und unrecht geschert...

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