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Welcome to Kosovo, the Next Failed State?

Erstellt von John Wayne, 08.03.2008, 12:24 Uhr · 56 Antworten · 3.294 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Kristina

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    217
    Zitat Zitat von BigBaba Beitrag anzeigen
    muahaha ein harvard professor und washington post können nie falsch sein?!?!

    beide (WP & ein anderer harvard professor) haben auch behauptet irak hat massenvernichtungs waffen


    oh man, bei dir muss stehn WP und harvard und dann frisst du alles aus der hand..
    hier behauptet doch keiner, dass falsche oder richtige aussagen in dem artikel sind.. hier wird einfach alles nur schlecht gemacht, wo nicht beim ersten hingucker 100% klar ist das es pro kosovo-albanisch ist..

    und jetzt sag mir mal bitte, welcher teil des artikels dich persönlich stört..

    ich hoffe, ich trete dir nicht zu nahe, aber bin mir sicher, dass du nicht jedes wort verstanden hast..

  2. #12
    Avatar von BigBaba

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    2.319
    Zitat Zitat von Kristina Beitrag anzeigen
    hier behauptet doch keiner, dass falsche oder richtige aussagen in dem artikel sind.. hier wird einfach alles nur schlecht gemacht, wo nicht beim ersten hingucker 100% klar ist das es pro kosovo-albanisch ist..

    und jetzt sag mir mal bitte, welcher teil des artikels dich persönlich stört..

    ich hoffe, ich trete dir nicht zu nahe, aber bin mir sicher, dass du nicht jedes wort verstanden hast..
    jedes einzelne. schliess nicht von dir auf andere!


    "The prospect of further violent clashes between Serbs and Albanians seems all too real, and Thaci's government may respond with ethnic cleansing."

    ist das keine hetze???!!!
    hier wird thaci unterstellt er würde evtl. ethnische säuberung an serben machen!!

    ey sorry bei aller offenheit für kritik, wenn man mit sowas kommt, kann man doch nicht erwarten dass die leser glauben das ein objektiver artikel ist.


    frag dich lieber mal du, ob du das alles durchgelesen hast?



    zigeuner, keiner sieht die zukunft rosig, wer macht das? es ist harte arbeit. aber wir werden das schaffen. kann ja keiner erwarteen das dass im nächsten 10 jahren geht. deutschland hat vllt 300 jahre gebraucht bis es ein guter staat wurde.

  3. #13
    Luli
    Solange KS nicht mehr unter der Tyranei und Ausbeutung Serbiens "leben" muss, ist mir scheiss egal was andere die nie in KS Fuss gefasst haben über KS schreiben.

  4. #14

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    140
    Zitat Zitat von Athleti Christi Beitrag anzeigen
    Solange KS nicht mehr unter der Tyranei und Ausbeutung Serbiens "leben" muss, ist mir scheiss egal was andere die nie in KS Fuss gefasst haben über KS schreiben.
    Die Kroaten unterstellen den Serben gerade, dass sie Jahrzehnte lang CRO Wirtschaft & Tourismus missbrauchten, um den kosovo durchzufüttern...

    das sagen Kroaten wohlgemerkt, eure einzigen Freunde auf dem Balkan, aus welchen gründen sie das auch immer sind... !

    etwas Widersprüchlich deine Aussage !

  5. #15
    Avatar von Kristina

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    217
    Zitat Zitat von BigBaba Beitrag anzeigen
    jedes einzelne. schliess nicht von dir auf andere!


    "The prospect of further violent clashes between Serbs and Albanians seems all too real, and Thaci's government may respond with ethnic cleansing."

    ist das keine hetze???!!!
    hier wird thaci unterstellt er würde evtl. ethnische säuberung an serben machen!!

    ey sorry bei aller offenheit für kritik, wenn man mit sowas kommt, kann man doch nicht erwarten dass die leser glauben das ein objektiver artikel ist.
    für dich mag es eine unterstellung sein.. aber du musst den einzelnen schon überlassen, was sie glauben wollen oder nicht.. es liegt nicht in deinem ermessen, dies zu bestimmen.

    du kannst dich doch an den verfasser dieses berichtes wenden.. so renommierte leute haben bestimmt ein offenes ohr für deine adäquaten anmerkungen..

  6. #16
    Avatar von BigBaba

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    Zitat Zitat von zigeuner Beitrag anzeigen
    Die Kroaten unterstellen den Serben gerade, dass sie Jahrzehnte lang CRO Wirtschaft & Tourismus missbrauchten, um den kosovo durchzufüttern...

    das sagen Kroaten wohlgemerkt, eure einzigen Freunde auf dem Balkan, aus welchen gründen sie das auch immer sind... !

    etwas Widersprüchlich deine Aussage !
    willst du ein küsschen oder ein schwanz in mund?

    die serben sind die einzigen die von allen balkanvölkern gehasst sind. die sind die einzigen die mit jedem krieg angefangen haben.
    verdreh mal nicht die tatsachen du kleiner pic

    bosnien sandjak albanien halb mazedonien sind freunde von kosova. und halb montenegro sogar auch. wen habt ihr? arrrmmm

  7. #17
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von BigBaba Beitrag anzeigen
    ist das keine hetze???!!!
    hier wird thaci unterstellt er würde evtl. ethnische säuberung an serben machen!!
    Nun ja... Wenn man sich die Zahlen anschaut, wieviele Serben und andere Nichtalbaner nach Beendigung des Kosovo-Krieges bis heute vertrieben wurden und wieviele serbische Kulturgüter (vorallem Kirchen und Klöster), Häuser,...etc... zerstört wurden, ist da was schon drann. Was hat der Ex-UCKler Thaci dagegen unternommen, was seine Leute da alles veranstalteten?

    Also so falsch ist die Behauptung nicht.

    Fakt ist: Der Kosovo wird auch weiterhin immer und immer weiter rein-ethnischer. Das ist eine Tatsache. Aber natürlich kann man jeden Scheiss relativieren, erklären und schönreden. Finde so eine einseitige Sichtweise einfach traurig.

    Die Albaner sind nun mal keinen Scheiss besser als die Serben. Das ist nun mal fakt! Entweder man nimmt das zur Kenntniss oder eben nicht.

  8. #18
    Avatar von Kristina

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    Zitat Zitat von BigBaba Beitrag anzeigen
    willst du ein küsschen oder ein schwanz in mund?

    die serben sind die einzigen die von allen balkanvölkern gehasst sind. die sind die einzigen die mit jedem krieg angefangen haben.
    verdreh mal nicht die tatsachen du kleiner pic

    bosnien sandjak albanien halb mazedonien sind freunde von kosova. und halb montenegro sogar auch. wen habt ihr? arrrmmm
    mmh.. ich habe mehrere, die wohnen auch alle nicht weit weg.. aber deren namen tragen keine landesnamen.. sondern so normale halt.. helga, erna usw..

  9. #19
    Avatar von BigBaba

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    Zitat Zitat von Kristina Beitrag anzeigen
    für dich mag es eine unterstellung sein.. aber du musst den einzelnen schon überlassen, was sie glauben wollen oder nicht.. es liegt nicht in deinem ermessen, dies zu bestimmen.

    du kannst dich doch an den verfasser dieses berichtes wenden.. so renommierte leute haben bestimmt ein offenes ohr für deine adäquaten anmerkungen..
    ja jeder kann glauben was er will!! aber es gibt sogar im gesetz eine einschränkung der meinungs/pressefreiheit, laut der hetze nicht erlaubt ist. und was ist das denn, als hetze? einem einfach baldigen völkermord unterstellen???
    der harvard professor kann glauben was er will, von seinem sitz in boston kennt er sicherlich die ganze welt
    aber dann soller es für sich behalten.

  10. #20
    Avatar von daniel

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    591
    hier auch noch ein interessanter artikel...

    http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=18382&CategoryID=66

    «Polykrimineller Multifunktionsraum»

    Von Andreas Kunz
    In einem vertraulichen Bericht analysieren Geheimdienste, Diplomaten und Militärs düster die Lage im Kosovo. Das Gebiet wird regiert von der Mafia. Alle Aufbauversuche sind gescheitert. Eine verfrühte Unabhängigkeit ist kontraproduktiv und gefährlich.

    Gestützt auf mehr als 70 Experteninterviews, Fachliteratur und interne Berichte zieht das Berliner Institut für Europäische Politik im Auftrag der deutschen Bundeswehr Bilanz über die Aufbauarbeit im Kosovo. Die detaillierte Situationsanalyse, erschienen 2007, ist «nur für den Dienstgebrauch» bestimmt und vermittelt ein schonungsloses Bild der Lage.

    Als «clear and present danger» bezeichnen die Autoren die organisierte Kriminalität und die «grassierende» Korruption. Trotz sieben Jahren Aufbauarbeit seien Drogen-, Menschen- und Waffenhandel, Diebstahl, Raub und Autoschieberei die einzigen wachsenden und profitablen Wirtschaftssektoren des Landes. Der Umfang der Mafia-Aktivitäten am kosovarischen Wirtschaftskreislauf gelte als «astronomisch»: Nach konservativen Schätzungen beläuft sich der Tagesumsatz der Mafia auf rund 1,5 Millionen Euro oder 550 Millionen Euro im Jahr. Dies entspricht einem Viertel des gegenwärtigen Bruttosozialprodukts, das durch enorme internationale Gebertransfers künstlich hochgehalten wird. Das Kosovo diene ausserdem als Rückzugsort für kriminelle Akteure und habe sich zu einem «polykriminellen Multifunktionsraum» entwickelt, in dem im grossen Stil internationales Schwarzgeld gewaschen werde. Als Beispiel erwähnt wird das kosovarische Tankstellensystem. Obwohl für das Verkehrsaufkommen weniger als 150 Tankstellen genügten, existieren gegenwärtig mehr als 400 davon.


    40000 offene Strafverfahren


    Verschärft hat sich in den vergangenen zwei bis drei Jahren auch die Korruption. Sie reicht von den «üblichen» Schmiergeldzahlungen bis hin zu systematischen Bestechungs- und Einschüchterungsversuchen gegenüber Richtern und Staatsanwälten. Die meist jungen, schlecht ausgebildeten und unerfahrenen Richter verdienen schlecht, wissen um die Folgenlosigkeit des eigenen korrupten Verhaltens und sind angesichts der vielen Gewalttaten komplett überfordert. Mittlerweile stapeln sich mehr als 40?000 offene Strafverfahren – Korruptionsfälle kommen jährlich nur zwischen 10 und 15 vor Gericht. Selbst die mögliche Einbeziehung internationaler Richter und Staatsanwälte hat bisher nicht zur juristischen Aufarbeitung «allseits bekannter Verbrechen» von prominenten Mafiagrössen geführt, da Aussagewillige «automatisch ein hochattraktives Attentatsziel bilden».

    Die Etablierung rechtsstaatlicher und demokratischer Strukturen wird durch den «Kanun», ein mündlich überliefertes Gewohnheitsrecht aus dem 15.?Jahrhundert, im «Keim erstickt». Im Mittelpunkt dieses «pseudojuristischen Ordnungssystems», das auf dem Prinzip der Grossfamilie und Altersautorität aufbaut, stehen die Begriffe «Besa» (Ehre) und «Gjakmarria» (Blutrache). Dieses «gewaltlegitimierende Ehrkonzept» ist in der Bevölkerung tief verankert und werde als «Gesetz über den Gesetzen» zur Anwendung gebracht.

    Statt bei Richtern und Behörden liegt die Machtausübung bei den albanischen Grossfamilien («Fis»), die zwischen 60 und 100 Personen umfassen und zusammen mit anderen «Fis» jeweils einen Clan bilden. Momentan sollen zwischen 15 und 20 solcher Clans um Einfluss im Land ringen. Sie besetzen «nahezu alle wesentlichen gesellschaftlichen Schlüsselpositionen» und zählen auf «engste Verbindungen zu führenden politischen Entscheidungsträgern». Namentlich belastet wird im Bericht der aktuelle Ministerpräsident Hashim Thaci. «Keyplayer» wie Thaci seien verantwortlich für «engste Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und international operierenden Mafia-Strukturen». Mit der politischen Anerkennung von Thaci und anderen Vertretern der Befreiungsarmee UCK hätten ehemalige Terroristen eine bislang unübertroffene Machtfülle erlangt. Die einstigen Verbrecher hätten als Politiker im Ausland an Reputation gewonnen, nach innen geniessen sie parlamentarische Immunität und nach aussen den Schutz des Völkerrechts. Sie könnten dadurch weitgehend unbehelligt im Kosovo operieren und mit Hilfe der – offiziell verbotenen – Parteigeheimdienste Druck auf politische Gegner ausüben.

    Die unter Armut leidende Bevölkerung schwankt zwischen Verehrung der alten Kriegshelden wie Thaci und «tiefer Angst» vor der politisch-mafiösen Führungskaste, die inzwischen ein umfassendes Omertà-Regime etabliert hat. Im Mittelpunkt steht neben Thaci der ehemalige Ministerpräsident Ramush Haradinaj, ohne den im Kosovo nichts laufe (und dem mittlerweile in Den Haag der Prozess gemacht wird). Im ganzen Land finde man kaum jemanden, der öffentlich ein Wort gegen Haradinaj sage. Eine der wenigen Ausnahmen ist sein Hauptrivale Thaci, der über noch weiter reichende kriminelle Netzwerke verfüge und in Sicherheitskreisen als «noch wesentlich gefährlicher als Haradinaj» gilt.

    Das Klima der Angst und die Korruption reichen bis in die höchsten Ämter der internationalen Gemeinschaft und verursachen eine tiefgreifende Ohnmacht. Die internationale Eingreiftruppe Kfor und die Uno-Verwaltung Unmik agierten mittlerweile «völlig konzeptlos», sagen Offiziere. Innerhalb der Uno-Administration sei es zu «beträchtlichen» Korruptionsfällen gekommen und Mafiabanden seien über Kontrollpunkte im Voraus informiert, da wesentliche Teile des Kfor-Stabes «als infiltriert zu betrachten sind». 2006 musste Unmik-Polizeichef Kai Vittrup das Land nach Morddrohungen verlassen. Deutsche Rückkehrer aus dem Kosovo resümieren: «Einige Aktivitäten internationaler Organisationen zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität mussten zurückgenommen werden, um das Leben der Mitarbeiter nicht zu gefährden.»

    Kritisiert wird im deutschen Bericht insbesondere die Rolle der USA, die europäische Ermittlungsbemühungen behindert hätten und durch geheime CIA-Gefangenenlager auf dem Gelände des Camp Bondsteel im Kosovo politisch erpressbar geworden seien. Zweifel an den amerikanischen Methoden wachsen auch durch die «ernst gemeinte» Beschreibung eines hochrangigen deutschen Uno-Polizisten, dass es die Hauptaufgabe des stellvertretenden amerikanischen Unmik-Chefs Steve Schook sei, «sich einmal die Woche mit Ramush Haradinaj zu betrinken».

    Die Unmik ist zudem mitverantwortlich, dass sich das Kosovo in den letzten Jahren zu einem «Zentrum des internationalen Frauenhandels» für junge, teilweise minderjährige Prostituierte entwickelt hat. In den geschätzten 104 Bordellen, die meistens am Stadtrand bei einer Tankstelle liegen, sollen die «Internationalen» zu den besten Kunden gehören. Die hohe Nachfrage habe einen «signifikanten Beitrag zum Aufwachsen der lokalen Schleuserstrukturen geleistet». In der Vergangenheit seien bereits mehrere geheime Internierungslager mit Frauen ausgehoben worden.


    Mit Steinen beworfen, tätlich angegriffen


    Für die Autoren zeigt sich das «offene Versagen der Unmik» am deutlichsten bei der Energieversorgung. Trotz massiver Präsenz ist es auch nach sieben Jahren nicht gelungen, wenigstens die Grundversorgung mit Strom sicherzustellen. Noch heute kommt es täglich zu flächendeckenden Stromausfällen von mehr als zehn Stunden, die in jedem Winter Erfrierungstote zur Folge haben.

    «Jenseits aller politischen Rhetorik» gelte es zu konstatieren, dass der «Versuch des Aufbaus einer multiethnischen Gesellschaft im Kosovo gescheitert ist». Die Serben hätten sich in Enklaven verschanzt und verfügten entgegen anderslautenden Aussagen von Politikern über keine Bewegungsfreiheit. Kfor-Soldaten begleiten sie beim Einkauf oder erledigen die Einkäufe gleich selbst. Regelmässig würden Serben mit Steinen beworfen, tätlich angegriffen, belästigt oder eingeschüchtert. Ihre Friedhöfe werden geschändet und ihre Hauswände mit Hassparolen verschmiert. Der «multiethnische Irrglaube» werde allein von jenen Funktionsträgern am Leben erhalten, «deren Arbeitserfolg unmittelbar an der Erfüllung dieses auf politischem Wunschdenken fussenden Missionsziels gemessen wird oder die über ein direktes finanzielles Interesse an der Fortführung entsprechender Förderprogramme verfügen».

    dieser abschnitt gibt mir sehr zu denken...

    Praxis des «Okay-Reporting»


    Man fragt sich beim Lesen der Studie, warum die internationale Gemeinschaft ein solches Chaos als Staat anerkennen will. Auch hierfür haben die Autoren eine Antwort. Sie heisst «Okay-Reporting», eine systematische Unterdrückung kritischer Informationen, «um fehlgeleitete politische Zielvorgaben zu erfüllen». Die Praxis des «Okay-Reporting» grenzt für die Autoren mittlerweile an «Verantwortungslosigkeit». Sie führe zwar zu «guter Presse» und «individueller Profilierung», aber auch zu einer wachsenden Kluft zwischen deklarierten Zielen und tatsächlichen Entwicklungen. Diese «politische Korrektheit» verursache eine Gefährdung der Missionsziele im Kosovo, einen Glaubwürdigkeitsverlust in der Bevölkerung und eine «teils drastische Reduzierung weiterer Handlungsoptionen».

    Der einzige Ausweg aus der Krise ist für die Experten «ein klarer Bruch mit der bisherigen Appeasement-Politik, ein Ende des politischen Wunschdenkens und eine Konzentration auf das tatsächlich Machbare». Keine Lösung sei die einseitig ausgerufene Unabhängigkeit des Kosovo. Im Gegenteil: Kriminelle Akteure wie Thaci oder Haradinaj kämen dadurch «näher denn je zu ihrem Ziel der totalen Kontrolle des Kosovo». Wirtschaftlich sei zwar mit einem «Strohfeuer» zu rechnen, die strukturellen Defizite würden aber fortbestehen. Wenn die Unmik schliesslich wie geplant aus dem Kosovo abziehe, überlasse sie der EU einen «Feuerwerksladen voller Pyromanen».

    Wichtiger für die gesellschaftliche Entwicklung des Gebietes wäre für die Autoren ein Ende der weitverbreiteten Verklärung der Kriegszeit 1998/99 mit einer religionsähnlichen Helden- und Veteranenverehrung. Bis heute würden nicht nur Fehler und begangene Verbrechen geleugnet, sondern die Ursachen für das eigene Elend in einem verschwörungstheoretisch anmutenden Kontext betrachtet. Beispielhaft sei die «generationenübergreifende Lebenslüge», dass das Kosovo nur deshalb arm sei, weil es bisher immer von anderen jugoslawischen Völkern ausgebeutet worden sei. Mit der Unabhängigkeit treibe dieser «Irrglaube» die Hoffnung auf einen kosovarischen Wohlstandsschub in unrealistische Höhen, «was den unvermeidlichen Kontakt mit der Wirklichkeit (schätzungsweise nach ein oder zwei Jahren der Selbständigkeit) zu einem kritischen Moment in der kosovarischen Geschichte werden lässt und zu schweren Unruhen, wenn nicht gar revolutionsähnlichen Erhebungen führen könnte».

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