Die Preussiche Allgemeine ist Politisch sehr gut informiert und zugleich eng mit der CDU und der Kohl Regierung verbunden.

Einige Sätze sind hier besonders interessant

A) Das Stanard vor Status Unfug ist!
B) Nur eine Teilung weiter helfen würde
C) Das damals im Auftrage und auf Grund von Auflagen der Weltbank und des IMF, dem Kosovo die Autonomie genommen wurde. :!:


Preußische Allgemeine Zeitung / 27. März 2004


Von gemeinsamer Zukunft weit entfernt
Hohe Arbeitslosigkeit und mangelnde Perspektiven verstärken Konflikte im krisengeschüttelten Kosovo
von R. G. Kerschhofer

Wenn es statt in den Öfen in Kirchen und Moscheen brennt, dann ist auch auf dem Balkan der Frühling angebrochen. Oder eher ausgebrochen wie die jüngsten Unruhen.
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Nur drei Prozent dessen, was heute im Kosovo konsumiert wird, ist heimisches Sozialprodukt. Viele Gastarbeiter, die früher für Transferzahlungen sorgten, sind in ihren Gastländern jetzt selber arbeitslos.
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"Standard vor Status" verhindert jede reelle Wirtschaft, denn Investoren wollen Rechtssicherheit. Gewisse Investoren gibt es aber trotzdem: Überall wachsen Moscheen und Koranschulen aus dem Boden, meist mit saudischem Geld finanziert. Gerade daran zeigt sich, wie töricht bis verbrecherisch es ist, auf "multiethnischen" Strukturen zu beharren. Denn die Ursachen des Kosovo-Konflikts wie fast aller Konflikte weltweit sind primär ethnischer Natur. Religion wird bloß instrumentalisiert.............

Es mag verwundern, daß ALBANIEN im Kosovo und in Makedonien nicht als Schutzmacht der Albaner auftritt. Doch einerseits sind die Machthaber in Tirana, egal wer gerade am Ruder ist, auf Hilfszahlungen angewiesen - welche de facto Bestechungsgelder sind, denn ohne "Wohlverhalten" würden sie von EU und Uno prompt gestrichen werden. Andererseits besteht das albanische Volk aus zwei Untergruppen mit leicht unterschiedlichen Sprachvarianten, nämlich aus Tosken und Gegen. Im jetzigen ALBANIEN haben Tosken die Mehrheit, welche sich in einem vereinigten "GroßALBANIEN" (wie kurzzeitig während des Zweiten Weltkriegs) verlieren würden.

:idea: :idea: Nicht zu vergessen: Die Jugoslawien-Krise begann 1989/90 mit Aufhebung der Autonomie der Teilrepubliken Kosovo und Vojvodina. Dahinter steckte aber nicht bloß der serbische Nationalismus: Nein, Weltbank und Internationaler Währungsfonds hatten von Milosevic "mehr Zentralismus" gefordert! :idea: :idea: Daß der jetzige serbische Ministerpräsident Kostunica mit Hilfe der Milosevic-Partei regiert, ist eine weitere Ironie - nicht des Schicksals, sondern der verbohrten Multikulti-Doktrin.

Realistischerweise wird weder Serbien ganz Kosovo "zurückbekommen" können, noch wird sich die von Präsident Ibrahim Rugova, dem kosovarischen "Ghandi", propagierte Unabhängigkeit verwirklichen lassen. Trotz gegenteiliger Rhetorik haben dies gerade die Nationalisten beider Seiten längst erkannt und würden sich - genau wie auch in Makedonien - eher früher als später mit einer Teilung abfinden. Wenn man eine solche nur zuließe!

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