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Die wesentlichen Probleme auf dem Balkan

Erstellt von Skitnik, 20.02.2011, 04:38 Uhr · 57 Antworten · 2.841 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    Zwischen Korruption und niedrigen Löhnen besteht ein unübersehbarer direkter Zusammenhang, das muß man doch nicht weiter erklären. Und die mangelnden Arbeitsstellen sind gleichzeitig Ursache und Folge der geringen Kaufkraft.

    Es mangelt sowohl (den meisten) Bürgern, als auch dem Staat selbst massiv an Kapital. Um aber Kapital aus dem Ausland zu generieren, muß man für Investoren attraktiv sein. Da Infrastruktur, Marktnähe, hochqualifizierte Spezialkräfte und die meisten anderen möglichen Standortvorteile nicht gegeben sind, bleiben nur die bekannten "Dritte-Welt-Faktoren": niedrige Löhne, geringe Umweltauflagen, geringes Risiko für rechtliche Probleme. Die traditionellen Produkte sind in der Regel nur über den Preis wettbewerbsfähig oder es fehlt international an Absatzstrukturen.

    Es ist aber auch ein Stück weit naiv, wenn man annimmt, daß durch einen politischen Wechsel, der auch eher halbherzig vorgenommen wurde, innerhalb von 10 Jahren der Wohlstand aufgeholt wird, den andere Nationen schon seit 50 Jahren haben. Zumal der Balkan ja nicht die einzige derartige Region ist, die Situation ist ja im Rest Mittel- und Osteuropas vergleichbar oder besser.

    Eigentlich sind vor allem die Diaspora-Balkaner (und ihr Geld) gefragt, um die Region nach vorne zu bringen. Mit zunehmender Prosperität würden auch die ethnischen Konflikte automatisch abnehmen. Oft sind sie ja nur Ausdruck der Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation bzw. Ergebnis einer Suche nach Sündenböcken.
    @ Skorpion

    Eine sehr stichhaltige und umfassende Erläuterung
    Hoffe das viele das lesen

  2. #32

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    Zitat Zitat von skorpion Beitrag anzeigen
    Zwischen Korruption und niedrigen Löhnen besteht ein unübersehbarer direkter Zusammenhang, das muß man doch nicht weiter erklären. Und die mangelnden Arbeitsstellen sind gleichzeitig Ursache und Folge der geringen Kaufkraft.

    Es mangelt sowohl (den meisten) Bürgern, als auch dem Staat selbst massiv an Kapital. Um aber Kapital aus dem Ausland zu generieren, muß man für Investoren attraktiv sein. Da Infrastruktur, Marktnähe, hochqualifizierte Spezialkräfte und die meisten anderen möglichen Standortvorteile nicht gegeben sind, bleiben nur die bekannten "Dritte-Welt-Faktoren": niedrige Löhne, geringe Umweltauflagen, geringes Risiko für rechtliche Probleme. Die traditionellen Produkte sind in der Regel nur über den Preis wettbewerbsfähig oder es fehlt international an Absatzstrukturen.

    Es ist aber auch ein Stück weit naiv, wenn man annimmt, daß durch einen politischen Wechsel, der auch eher halbherzig vorgenommen wurde, innerhalb von 10 Jahren der Wohlstand aufgeholt wird, den andere Nationen schon seit 50 Jahren haben. Zumal der Balkan ja nicht die einzige derartige Region ist, die Situation ist ja im Rest Mittel- und Osteuropas vergleichbar oder besser.

    Eigentlich sind vor allem die Diaspora-Balkaner (und ihr Geld) gefragt, um die Region nach vorne zu bringen. Mit zunehmender Prosperität würden auch die ethnischen Konflikte automatisch abnehmen. Oft sind sie ja nur Ausdruck der Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation bzw. Ergebnis einer Suche nach Sündenböcken.

    die diaspora balkaner ersetzen die kaufkraft der echten balkaner...noch viel viel schlimmer ist: europa ersetzt die kaufkraft vieler chinesen, thailänder und bangladesch einwohnern indem sie ihre produkte kauft.

  3. #33

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    Zitat Zitat von MaKeDoNiJa e VeCnA Beitrag anzeigen
    Weist du wie lang die Strecke Strumica-Radovis bereits im Bau ist?! Die strasse die sie bauen wird voller löcher sein und kapput gehen bevor sie sie noch überhaupt freigeben...

    Oder was ist mit Kummanovo-Tabanovce? Die bauen dort seit 2008 eine 7,5 km lange auto bahn d.h. sie brauchen schon DREI JAHRE für so ein kleines stück autobahn und ein ende ist noch immer nicht in sicht!

    build.mk »


    Ja drei Jahre, seitdem die jetzige Regierung an der Macht ist, davor wurde nichts unternommen...

    Sollte manche zu denken geben.

  4. #34

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    Zitat Zitat von Monkeydonian Beitrag anzeigen
    Ja drei Jahre, seitdem die jetzige Regierung an der Macht ist, davor wurde nichts unternommen...

    Sollte manche zu denken geben.

    Öhm ne, also die Strecke Strumica-Radovis bauen so schon länger als 5 Jahre

  5. #35
    Avatar von ProudEagle

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    Zitat Zitat von nemoj srat Beitrag anzeigen
    die diaspora balkaner ersetzen die kaufkraft der echten balkaner...noch viel viel schlimmer ist: europa ersetzt die kaufkraft vieler chinesen, thailänder und bangladesch einwohnern indem sie ihre produkte kauft.
    Naja, die Diaspora Balkaner geben das meiste Geld aber auch wieder in der Diaspora aus - der Kreislauf ist (fast) geschlossen.

    Bei den Chinesen usw hast du natürlich recht, umsonst hat nicht Europa, die USA und Japan Staatsschulden und China ein gewaltiges plus.

  6. #36

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    Zitat Zitat von MaKeDoNiJa e VeCnA Beitrag anzeigen
    Öhm ne, also die Strecke Strumica-Radovis bauen so schon länger als 5 Jahre

    Deswegen sagte ich ja, das sollte zu denken geben.

  7. #37

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    69
    Ihr schreibt teilweise von vom Straßenbau und anderen Bauprojekten die realisiert wurden und werden. Keiner aber fragt unter welchen Bedingungen die EU die Gelder vergibt und wer die Bauaufträge einheimst. Ich glaube nämlich weder das die EU die Infrastrukturmittel verschenkt sondern in Kreditform mit Verzinsung raus haut. Was eine Verschuldung für den Staat bedeutet. Außerdem bauen doch überwiegend StrabaG und Co. Das bedeutet die EU uns Geld "leiht"(zu nem bösen Zinssatz) um im Anschluss zu sagen gebt das Geld mal unseren EU Firmen um was für euch zu Bauen. Kein sehr vorteilhafter Deal für die Länder des Balkan. Und eine zweite Sache die ich mal so einwerfen wollte war das Argument, das Kapital fehle. Wenn damit gemeint ist das die Geldscheine fehlen, dann sollte man vielleicht mal eine eigene sinnvolle Geldpolitik einführen (eigene Geldscheine drucken)anstatt sich einer Fremdwährung wie dem Euro zu unterwerfen, denn nicht die Geldscheine erzeugen den tatsächlichen Wert sondern die Schaffenskraft der Menschen. Das vertiefende Stichwort hierzu ist : Die Theorie des Schuldgeldsystems und Alternativen dazu... Grüße...

  8. #38

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    Zitat Zitat von ProudEagle Beitrag anzeigen
    Naja, die Diaspora Balkaner geben das meiste Geld aber auch wieder in der Diaspora aus - der Kreislauf ist (fast) geschlossen.

    Bei den Chinesen usw hast du natürlich recht, umsonst hat nicht Europa, die USA und Japan Staatsschulden und China ein gewaltiges plus.
    wir sind die die china reich machen und das chinesische volk immer ärmer da wir ihnen die kaufkraft nehmen!

  9. #39
    Avatar von ProudEagle

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    Zitat Zitat von nemoj srat Beitrag anzeigen
    wir sind die die china reich machen und das chinesische volk immer ärmer da wir ihnen die kaufkraft nehmen!
    Öhm nein - ganz im gegenteil.

    Wir nehmen ihnen ja nicht die Kaufkraft indem wir ihre Produkte kaufen. Wir geben ihnen die Kaufkraft erst durch unsere Investitionen.

  10. #40

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    Zitat Zitat von ProudEagle Beitrag anzeigen
    Öhm nein - ganz im gegenteil.

    Wir nehmen ihnen ja nicht die Kaufkraft indem wir ihre Produkte kaufen. Wir geben ihnen die Kaufkraft erst durch unsere Investitionen.
    falsch..

    das nennt man ausbeuterische wirtschaft..

    jeder wirtschaftskreislauf braucht kaufkraft sonst geht er zugrunde
    die arbeiter in china verdiene 5 dollar (wenn überhaupt) pro tag. können sich nichtmal das leisten was sie eigentlich produzieren. also wo ist deren kaufkraft? die ist hier bei uns wir kaufen ihre produkte (für uns billig) somit fließt das geld den chefs zu, die bekommen ihre 5 dollar pro tag und es wird immer so weiterlaufen... wir müssten aufhören made in china zu kaufen um den kreislauf zu unterbrechen dann hätte china ein problem und zwar ne revolution, keine 5 dollar kein brot kein nix !!! hmm weis nicht ob dus kapiert hast werde noch ein besseres beispiel suchen falls nötig...

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