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Die Wurzeln des griechischen Antiamerikanismus

Erstellt von ooops, 22.03.2009, 21:38 Uhr · 26 Antworten · 2.028 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
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    Die Wurzeln des griechischen Antiamerikanismus

    By Michael Kreutz · January 29, 2007




    Populär ist in Griechenland die Ansicht, das schlechte Image der USA sei auf deren Unterstützung für die Militärdiktatur (1967-1974) zurückzuführen, was sich leicht widerlegen lässt. Takis Michas behauptet nun, der Amerikahass gehe auf die ablehnende Haltung der USA gegenüber einem Anschluss Griechisch-Zyperns an das Mutterland zurück. Er beruft sich dabei auf die Studie «Stirring the Greek nation: political culture, irredentism and anti-americanism in post-war Greece, 1945-1967» von Ioannis Stefanidis, Forscher an der Universität Thessaloniki.
    Stefanidis verweist darauf, dass die ersten Anschläge gegen amerikanische Einrichtungen in Griechenland in die 50er Jahre fielen, als der Zypernkonflikt entbrannt war. So seien wegen der amerikanischen Haltung erstmals amerkanische Flaggen öffentlich verbrannt worden und es wurde 1957 ein Anschlag auf die Amerikanische Bibliothek in Athen verübt. Damals habe eine “Nationale Organisation Organisation für Griechische Unabhängigkeit” die Verantwortung übernommen, deren Ziel es war, das Land “aus fremder Abhängigkeit zu befreien”. Die Täter stammen aus dem Umfeld der griechisch-zyprischen EOKA, die seinerzeit für den Anschluss Zyperns gekämpft hatte.
    Auch Teile der griechischen Armee haben, wie die Untersuchung von Prof. Stefanidis zeigte, an terroristischen Aktionen gegen die USA teilgenommen. Zu den führenden Antiamerikanern gehörte der Abgeordnete der Liberalen, Konstantinos Mitsotakis, griechischer Premierminister von 1990-1993. Mitsotakis war im Mai 1956 Hauptredner auf einer Demonstration, die die griechischen Angestellten der amerikanischen Militärbasis im kretischen Souda zum Streik aufrief. Hintergrund war auch hier die mangelnde amerikanische Unterstützung für den Anschluss Zyperns an Griechenland.
    Soweit die Forschungsergebnisse von Stefanidis, wie Michas sie resümiert. Allerdings muss ich sagen, dass diese Analyse mich nicht so ganz überzeugt. Ich behaupte gegen Stefanidis/Michas, dass der Antiamerikanismus in Griechenland älter ist und seine wahren Ursachen woanders liegen.
    Man darf nicht vergessen, dass Griechenland den Amerikanern viel zu verdanken hat, u.a. bot es fast 400.000 Griechen, die infolge der Armut ihr Land verliessen, eine neue Heimat. Nach der Befreiung von der Nazi-Barbarei war es die Truman-Doktrin von 1952, die Griechenland (und die Türkei) vor einem kommunistischen Zugriff bewahren sollte. Truman erinnerte an die moralische Pflicht der USA, zu helfen: “There is no other country to which democratic Greece can turn.” Weitere Beispiele liessen sich nennen. Es ist schwer zu glauben, dass die amerikanische Haltung in der Zypernfrage oder während der Militärdiktatur einen solch tiefgreifenden Antiamerikanismus ausgelöst hat.
    Derselbe Takis Michas hat übrigens noch 2003 geschrieben: “It would not be an overstatement to say that the only common bond uniting the inhabitants of Greece today is a deeply felt dislike of the United States. In a certain sense this is a throwback to the Middle Ages where as Marx wrote “the religious animosity against the Latins may be said to offer the only common bond among the different races inhabiting Turkey and professing the Greek creed”. Today Americans have taken the place of the Latins in Greek eschatology.”[1] – Alles nur wegen Zypern oder der Obristen?
    Tatsächlich zeigt sich, wie anderswo auch, dass die USA mehr wegen ihrer Macht im allgemeinen gefürchtet werden, wie auch dafür, dass sie wie kein anderes Land mit dem Kapitalismus assoziiert werden. Warum sonst werden neben Banken Filialen der Starbucks-Kette Ziel von Anschlägen? Umfragen zeigen, dass ein antiamerikanische Einstellung in Griechenland auch keine Generationenfrage ist. Es lässt sich zudem mühelos nachweisen, dass Amerikahass schon lange vor dem Weltkrieg existierte. Der berühmte griechische Poet Kostas Karyotakis dichtete 1927:
    Πεταλούδες χρυσές οι Αμερικάνοι,
    λογαριάζουν πόσα δολάρια κάνει
    σήμερα το υπερούσιο μέταλλό σου.

    Λευτεριά, Λευτεριά, θα σ’ αγοράσουν
    έμποροι και κονσόρτσια κι εβραίοι.
    (…)

    Die Amerikaner, goldene Schmetterlinge,
    berechnen, wieviel Dollar heute
    dein [der Freiheit - MK] substanzloses Metall kostet.

    Freiheit, Freiheit, dich kaufen,
    Händler und Konsortien und Juden.
    (…)
    … was im übrigen wieder einmal zeigt, wie leicht Antiamerikanismus und Antisemitismus Hand in Hand gehen. Wie gesagt, das war 1927.



    [1] Der Text ist der leider, leider nicht mehr existierenden Site libertynet.gr entnommen: Libertynet.gr - Informationen zum Thema libertynet.


    ich werde draus immer noch nicht Kluger, kann mir jemand sagen wo diese Wurzeln liegen?

  2. #2

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    Das griechische Volk ist ein Freund des US-amerikanischen Volkes.

    Die bereits vorhandenen guten Beziehungen werden weiterhin gepflegt und ausgebaut.

  3. #3
    Avatar von Sinopeus

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    5.456

  4. #4

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    16.600
    wie erklärt mir man das?

    http://greekdiaspora.tripod.com/

  5. #5

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    6.967
    Ich glaube, dass jeder von uns Amerika mag..eben das eigentliche GUTE Amerika...aber was die Bush-Regierung in den letzten Jahren angestellt hat ist nicht mehr wiedergut zu machen...und so denken viele, nicht nur die Griechen...es gibt keinen Antiamerikanismus...es ist eher ein Anti-Amerikanischer-MILITARISMUS der BUSH-REGIERUNG....heute hab ich die Rede von Obama gehört, die an den IRAN gerichtet war...der Typ macht das wirklich gut..wer weiss, vielleicht wird Obama das Gleichgewicht wieder herstellen auch wenn nur in kleinen Mass.....mfg

  6. #6

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    USA existiert nicht seit dem BUSH gibt. lies mal den Artikel...

  7. #7

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    auch wenn man als Grieche diesbezüglich nicht unbedingt Stellung nehmen möchte, man sieht es wie grioß die Antiamerikanismus in Griechenland ist.....

    bestes Beispiel

  8. #8

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    USA! USA! USA! USA!

  9. #9
    Kelebek
    Jetzt versteh ich Greko und Amphion...

  10. #10

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    Zitat Zitat von Dallas Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass jeder von uns Amerika mag..eben das eigentliche GUTE Amerika...aber was die Bush-Regierung in den letzten Jahren angestellt hat ist nicht mehr wiedergut zu machen...und so denken viele, nicht nur die Griechen...es gibt keinen Antiamerikanismus...es ist eher ein Anti-Amerikanischer-MILITARISMUS der BUSH-REGIERUNG....heute hab ich die Rede von Obama gehört, die an den IRAN gerichtet war...der Typ macht das wirklich gut..wer weiss, vielleicht wird Obama das Gleichgewicht wieder herstellen auch wenn nur in kleinen Mass.....mfg

    Bist du auch so naiv, schau dir mal an wie veile Menschen sie schon umgebracht oder Regierungen gestürtzt haben, weil sie "böse" sind. Das gab es auch vor Bush.

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