570 Massakeropfer werden am 11. Juli in Gedenkstätte in Potocari beigesetzt

Belgrad/Sarajevo - Zehn Jahre nach dem schwersten Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind nur 2.070 Opfer des Massakers in der einstigen Bosniaken-Enklave Srebrenica identifiziert worden. Dies berichtet die serbisch-montenegrinische Presseagentur Tanjug unter Berufung auf die Angaben einer internationalen Vermisstenkommission in Sarajevo.

Im Juli 1995 wurden in der Region Srebrenica rund 7.800 Bosniaken von bosnisch-serbischen Truppen ermordet. In der Gedenkstätte in Potocari, unweit der Stadt, werden anlässlich der diesjährigen Gedenkfeier rund 570 Massakeropfer beerdigt.

Seit Ende des dreijährigen Krieges (1992-1995) wurden in Bosnien-Herzegowina über 300 Massengräber entdeckt. Mehrere tausend Personen gelten weiterhin als vermisst.

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Mögen sie in Frieden rugen.