BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 35

Der Zeuge

Erstellt von Kada, 06.08.2009, 13:57 Uhr · 34 Antworten · 1.462 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    28.06.2009
    Beiträge
    2.278

    Der Zeuge

    Heute auf Zeit.de

    Der Zeuge



    Er entkam der Hölle von Srebrenica: Ein einfacher bosnischer Bauer, der bald im Prozess gegen den mutmaßlichen Kriegsverbrecher Radovan Karadžić aussagen wird. Vorher hat er noch einmal die Wiese aufgesucht, auf der er sterben sollte




    Ivo Dudić (Name geändert) am Grabstein seines Sohnes Sadik, der in Srebrenica neben den anderen Opfern beerdigt ist


    Auf Zeit.de ist ein umfassender Bericht zu finden, mit vielen Bildern und sogar einem Interview. Lohnenswert es sich mal anzuschauen und nicht zu vergessen zu welchen Schreckenstaten Menschen fähig sind.

    Dieser Thread ist keine Plattform für nationalistische Streitigkeiten.



    -----------------> Kriegsverbrechen : Der Zeuge | ZEIT ONLINE

  2. #2

    Registriert seit
    05.05.2009
    Beiträge
    214
    Zitat Zitat von Kada Beitrag anzeigen
    Heute auf Zeit.de

    Der Zeuge



    Er entkam der Hölle von Srebrenica: Ein einfacher bosnischer Bauer, der bald im Prozess gegen den mutmaßlichen Kriegsverbrecher Radovan Karadžić aussagen wird. Vorher hat er noch einmal die Wiese aufgesucht, auf der er sterben sollte



    Ivo Dudić (Name geändert) am Grabstein seines Sohnes Sadik, der in Srebrenica neben den anderen Opfern beerdigt ist


    Auf Zeit.de ist ein umfassender Bericht zu finden, mit vielen Bildern und sogar einem Interview. Lohnenswert es sich mal anzuschauen und nicht zu vergessen zu welchen Schreckenstaten Menschen fähig sind.

    Dieser Thread ist keine Plattform für nationalistische Streitigkeiten.




    -----------------> Kriegsverbrechen : Der Zeuge | ZEIT ONLINE
    dann bin ich echt gespannt ob sie wieder so seltsame zeugen wie beim milosevic prozess daherbringen, zeugen die keine sind, oder zeugen die nichts zum aussagen hatten.......
    dass war ja damals mehr als peinlich für del ponte und co........

  3. #3
    Avatar von Ivo2

    Registriert seit
    13.07.2004
    Beiträge
    19.007
    Zitat Zitat von ricoshiva Beitrag anzeigen
    dann bin ich echt gespannt ob sie wieder so seltsame zeugen wie beim milosevic prozess daherbringen, zeugen die keine sind, oder zeugen die nichts zum aussagen hatten.......
    dass war ja damals mehr als peinlich für del ponte und co........
    Der Einzige der Peinlich war, war Milosevic.

  4. #4
    Avatar von specialForces

    Registriert seit
    06.10.2008
    Beiträge
    1.759
    Zitat Zitat von Ivo2 Beitrag anzeigen
    Der Einzige der Peinlich war, war Milosevic.
    Schade für euch, dass man ihm keinen einzigen Anklagepunkt nachweisen konnte...

  5. #5
    Avatar von meko

    Registriert seit
    15.05.2007
    Beiträge
    10.778
    Ich habe mir die mühe gemacht und es editiert!


    Der alte Mann steht auf der Wiese. Er kniet nieder und streicht mit der Hand übers Gras, als versuchte er, die Erinnerung zu wecken. Rissiger trockener Boden. Häuser, aus roten Steinen gemauert, spärliche Gärten und frisch in die Erde gerammte Strommasten. Gehört das alles wirklich hierher? Doch, hier muss es gewesen sein. "Aber es gab keine Häuser", sagt er.
    Er geht ein Stück bergab auf einem zertrampelten Pfad. Das Gelände ist zerklüftet. Jemand hat ein paar Stängel Mais und Tomaten zwischen Baumstümpfe gepflanzt und einen Schweinekoben gebaut.



    Der Alte ist so dünn, dass die Leute sich oft über ihn wundern. Sein Gesicht ist das eines Bauern, gebräunt und voller Furchen, jedoch ungewöhnlich ausgezehrt. Es ist wie der Panzer eines Tieres, das sich in sich selbst zurückgezogen hat. Die Augen leben. Sie sind jetzt unruhig. "Das ist es, das ist der Ort", sagt er leise und streckt den Arm aus. "Hier rannte ich runter. Dort standen Büsche, da habe ich mich versteckt. Von dem Baum habe ich nachts Pflaumen gepflückt, sie waren noch nicht reif, der Mund tat mir weh, aber ohne sie wäre ich verdurstet." Er setzt eine Kappe auf, zum Schutz gegen die Sonne. Sie sticht auf die grünen Hügel Bosnien-Herzegowinas.
    Einen halben Tag lang ist der Alte durch das Dorf geirrt, auf der Suche nach der Wiese. Er ist Muslim. Hier in Pilice leben nur bosnische Serben. Wenn man sie nach der Wiese fragt, schütteln sie die Köpfe. Wir waren nicht da. Wir wissen von nichts. Ihre Gesichter verzerren sich unter der Mühsal, sich nicht zu erinnern. Der Alte hat die Wiese nicht gefunden. Ein Bekannter hat ihn herführen müssen, er ist Wissenschaftler. Kollegen von ihm gruben hier ein Jahr nach dem Ende des Krieges alles um. Satellitenbilder zeigten von Baggern frisch aufgeworfene Erde.
    Am 17. Juli 1995 war es heiß, ein heißer Tag wie heute.



    Nach 14 Jahren ist Ivo Dudić* (Name von der Redaktion geändert) zurückgekehrt – mitten in die Geschichte, die er zu erzählen hat. In der Umgebung der Stadt Srebrenica töteten bosnische Serben im Sommer 1995 innerhalb weniger Tage mehr als 8000 Männer. Alles Muslime wie Dudić. Die Serben hatten Srebrenica gestürmt, die von den UN zur Schutzzone erklärte Stadt. Sie trafen auf 800 niederländische UN-Soldaten, schlecht gerüstet und nicht bereit zu kämpfen. Ihr Oberkommando hatte sie im Stich gelassen, die angeforderte Unterstützung traf nie ein. Muslime waren in die Wälder geflüchtet, die Serben erschossen Tausende. Andere hatten beim Stützpunkt der UN Zuflucht gesucht. Unter den Augen der Niederländer luden die Serben sie in Busse. Die Frauen ließen sie entkommen, die Männer brachten sie zu fünf Hinrichtungsstätten. Eine war hier in Pilice, 70 Kilometer von Srebrenica entfernt. Von dieser Wiese kam wohl nur ein Einziger davon.
    Dudić holt seine Zigaretten aus der Hosentasche, steckt sich eine an. Er streicht die zerknüllte Packung sorgfältig in Form, als käme es nur darauf an. Der Wissenschaftler geht zu ihm und nimmt ihn in den Arm.



    Und sie haben uns aus dem Bus getrieben", beginnt Dudić stockend, "in einer langen Reihe auf das Feld zu, ich war der Drittletzte. Die Soldaten schlugen uns und schrien: Fickt euch! Fickt eure Mütter! Fickt Izetbegović! Fickt euern Präsidenten! Vor uns lagen Leichen in Reihen, immer 25, so lang wie unsere. Die Mörder waren ordentlich, sie legten Rechtecke für die Bagger an. Wir sind zwischen den Leichen hindurchgelaufen, tiefer ins Feld. O Mutter, Mutter, habe ich gerufen und mein übriges Leben in Sekunden gezählt. Ein paar Männer haben um Gnade gebettelt, einer um Wasser, ›ich will nicht durstig sterben‹. Ich habe gebetet, aber nicht ums Überleben, sondern um meine Seele. Ich hörte Gewehrfeuer, alle fielen, ich ließ mich auch fallen, aber ich war nicht getroffen. Die Soldaten liefen herum. ›Ist noch jemand am Leben?‹, riefen sie, in meiner Nähe meldeten sich zwei: ›Ich bin nur verwundet, erschießt mich.‹ Die Soldaten taten es und trieben neue Männer aufs Feld. Ich lag da und rührte mich nicht."
    Er scheint der eigenen Stimme zu lauschen wie etwas Unwirklichem. Ist es möglich, die äußeren und inneren Bilder zusammenzubringen? Die blühende Wiese. Die Häuser, das unbeeindruckbare neue Leben. 1500 Leichen.


    Zum ersten Mal erzählt Dudić seine Geschichte nicht vor Mikrofonen und schwarzen Roben. Er ist einer der wichtigsten Zeugen der internationalen Justiz – einer von vielleicht zehn Muslimen, die den Exekutionen entronnen sind. Er hat lange geschwiegen, auch vor der kleinen Familie, die ihm geblieben ist. Nur eine Tochter und vier Enkel leben noch. Wie alle anderen Davongekommenen lebt er versteckt, um sich selbst zu schützen. In Bosnien weiß kaum jemand, was ihm widerfuhr.

    Er hat in Sarajevo ausgesagt, in den USA, den Niederlanden, dreimal allein beim Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag. Meistens trat er unter falschem Namen auf und sprach viele Stunden lang, während deren niemand wagte, ihn zu unterbrechen. Ein Dutzend Mörder sitzen im Gefängnis wegen ihm, darunter der General Radislav Krstić, er wurde 2004 wegen Völkermords zu einer Haftstrafe von 35 Jahren verurteilt. Einige Verfahren, die auf Dudićs Aussagen beruhen, dauern bis heute an.

    Das ist jetzt sein Leben – er sagt der Welt, was in Srebrenica geschah.
    Die meisten Verbrechen des Bosnienkriegs sind auch 14 Jahre nach dessen Ende noch nicht gesühnt. Der UN-Strafgerichtshof in Den Haag, der die schweren Fälle verhandelt, hat erst 60 Täter verurteilt. 41 Angeklagte warten noch auf den Richterspruch. An der Operation Srebrenica sollen 20000 Soldaten beteiligt gewesen sein – eine kaum zu bewältigende Anzahl von Verfahren. Die bosnische Justiz, die sich um die leichteren Fälle kümmert, ist überfordert, und der Haager Gerichtshof, der einmal plante, alle Verfahren bis 2010 abzuschließen, wird wohl noch für viele Jahre beschäftigt sein.
    Gerade haben die Ermittler aus den Niederlanden sich wieder auf Dudićs Handy gemeldet, das in seiner Hemdtasche steckt und oft tagelang stumm bleibt. Dudić soll sich bereithalten ab Ende August. Spätestens im September beginnt der Prozess gegen Radovan Karadžić. Der ehemalige Präsident der bosnischen Serben wurde voriges Jahr in Belgrad verhaftet, so lange war er untergetaucht. Er soll das Massaker von Srebrenica angeordnet haben. Die Befehle gab der immer noch flüchtige General Ratko Mladić. Solange er nicht gefasst ist, hat Serbien wohl keine Chance, EU-Mitglied zu werden. Karadžić und Mladić sind die mutmaßlichen Mörder von Pilice.


    Ivo Dudić ist ein Bauer auf der Bühne der Weltpolitik. Was er zu sagen hat, wird in die Geschichtsbücher eingehen. Auf dieser Wiese ist er damit allein.
    Vor ein paar Tagen ist er aufgebrochen zu dieser Reise, die ihn zurückführt auf die abenteuerlichen Irrwege seiner Flucht. Ein Freund fährt ihn, in einem alten Opel. Losgefahren sind sie in dem Dorf bei Tuzla, in dem Dudić heute wohnt, auf muslimischem Gebiet. Eine Stunde dauert die Fahrt in die Republika Srpska, wo Srebrenica liegt und vor allem orthodoxe Serben leben. Vom Beifahrersitz blickt Dudić auf sanfte Hügel, Flüsse und Seen, auf ein immer noch zerrissenes Land. Bosnien ist seit dem Friedensvertrag von Dayton aus dem Jahr 1995, geschlossen unter dem Druck der USA, in zwei Teile gespalten: in die Republika Srpska und die Föderation Bosnien-Herzegowina der Muslime und katholischen Kroaten.

    Der erste Tag seiner Reise führt Dudić in die Berge über Srebrenica. Am Ende einer langen Schotterstraße steigt er aus dem Wagen. Das Grün und ein mächtiger blauer Himmel berühren sich hier, das Bild scheint in Dudić hineinzuströmen wie frische Luft. Schnell läuft er auf einen überwucherten Pfad. Steinhaufen, die einmal Häuser waren. Sein altes Dorf gibt es nicht mehr. Hier ist Dudić geboren, hier hat er den größten Teil seines Lebens verbracht. Was nicht brannte, sprengten die Serben. Auch das Haus, das er für seine Familie baute. Vor seinen alten Obstbäumen bleibt Dudić stehen. Sie tragen winzige Früchte, Äpfel und Pflaumen. "Ich werde Marmelade daraus machen", sagt er. Der Krieg hat das Dorf zerstört. Ihn nicht.
    Auf diesem Boden ist er 1937 geboren. Der Zweite Weltkrieg blieb für ihn unsichtbar, er stahl ihm nur zwei Jahre Schulzeit. Dudićs Eltern waren Bauern, auch er wusste, er würde immer Bauer bleiben. Muslim zu sein bedeutete damals nicht viel. Als junger Mann mochte Dudić die Mädchen und das Tanzen. Bei der Armee ließ er sich zum Maurer ausbilden, das war von nun an sein Nebenjob, der ihn durch das ganze Jugoslawien Titos führte, nach Slowenien, Kroatien, Serbien und Montenegro, Dudić lernte alle Volksgruppen kennen, und er kam gut mit allen zurecht. Im Dorf, in das er immer wieder zurückkehrte, waren Serben seine Nachbarn, man half sich auf den Feldern. Bis Jugoslawien 1991 auseinanderbrach. 1992 sprach sich die Bevölkerung Bosnien-Herzegowinas in einem Referendum für die Unabhängigkeit aus, auch Dudić stimmte dafür. Da war er 55 Jahre alt, er hatte drei erwachsene Kinder und vier Enkel. Die Armee der bosnischen Serben, unterstützt von der Jugoslawischen Volksarmee, besetzte einen Großteil des Landes. Sie kesselte auch Srebrenica ein.

    Im Nachbardorf begrüßt er zwei Frauen. Sie sitzen vor frisch getünchten Häusern mit glänzenden Dachrinnen, die eine britische Hilfsorganisation gebaut hat. Das schlechte Gewissen der Welt bringt viel Geld ins Land. Dudić setzt sich zu den Frauen, die eine war mit einem seiner Cousins verheiratet. "Mein Mann ist in Srebrenica ums Leben gekommen", sagt die andere. "Mein Sohn auch, ich bekam nur ein paar Knochen zurück. Ein Kilo Knochen! Seit fünf Jahren sind wir wieder im Dorf, aber hier kümmert sich niemand um uns."

    Sie trinken Mokka. Neben anderen Menschen wirkt Dudić so durchscheinend, dass er manchmal zu verschwinden scheint. Nie hat er psychologische Hilfe erfahren. Er sagt: "Ich danke Gott, dass meine Gedanken klar geblieben sind, trotz dieses Wahnsinns." Auch er erzählt jetzt von seinen Toten, so wie man anderswo übers Wetter spricht, wenn man sich zufällig trifft.
    Dudićs Frau starb vor drei Jahren an einer Krankheit. In ihrem Beisein durften die Namen der toten Söhne nicht fallen. Sadik, 1961 geboren, arbeitete in einer serbischen Mine. Sead, 1970 geboren, besuchte eine technische Schule. Sie würden mehr verdienen als er und in der Stadt wohnen, hatte der Vater gehofft. Sie versuchten aus Srebrenica durch die Wälder zu fliehen. Erst 2003 brachte man die Knochen von Sadik, nach einem DNA-Test vom Blut des Vaters. Von den mehr als 8000 Toten des Massakers ist erst die Hälfte identifiziert, noch immer sind nicht alle Massengräber ausgehoben, erst letzte Woche wurden neue entdeckt. Sead gilt immer noch als verschollen.
    Dudić beugt sich über die winzige Kaffeetasse. Seine Hände zittern. Das tun sie immer, aber wenn er im Gespräch auf den Krieg kommt, kann er gar nichts mehr halten. So sehr kämpft er mit seiner Erinnerung. Trotzdem versucht er die Frauen zu trösten. Einmal bringt er sie sogar zum Lachen. Hinterher ist das den Frauen peinlich. "Alle sind tot, und wir lachen." – "Aber das müssen wir tun", beruhigt Dudić sie. "Sonst werden wir verrückt."
    "Und ich holte die Kuh aus dem Stall und führte sie bergab, ich war der Letzte, der das Dorf verließ. Auf den Hügeln standen schon die serbischen Posten, sie schossen. Srebrenica war vollgestopft, vier oder fünf Familien in jedem Haus, meine Familie lebte bei einem Cousin. Jeden Tag fielen Granaten. Die muslimischen Soldaten hatten nur Jagdgewehre und Pistolen. Wir hungerten. Die Konvois mit den Hilfsgütern kamen häufig nicht durch, sie wurden von den Serben geplündert. UN-Flugzeuge warfen Essenspakete an Fallschirmen ab. Viele Leute riskierten ihr Leben, um einen Sack Mehl zu beschaffen, sie gingen nachts durch die feindlichen Linien. Am schlimmsten war, dass es kein Salz gab, es dauerte Monate, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Am Abend bevor die Serben kamen, brachen Tausende junger Männer in die Wälder auf. Ich ging mit meiner Frau, meiner Tochter, der Schwiegertochter und vier Enkeln zum UNStützpunkt in einer alten Fabrik. Auch da waren Tausende, vor allem Frauen und alte Männer, wir bekamen keinen Platz mehr. Deshalb schliefen wir vor dem Gebäude auf dem Boden. Die Niederländer brachten uns Wasser, und wir hatten noch Zwiebeln und Brot. Wir fühlten uns sicher."
    Dudić verabschiedet sich von den Frauen, er stakst zum Auto zurück. "Es wird ein gutes Apfeljahr", ruft er ihnen zu. "Und auch die Pflaumen werden groß und süß."


    Er fährt bergab, nach Srebrenica. Ein winziges Städtchen, es liegt wie ein Keil in einer Schlucht. Auch hier neue Häuser, aber immer noch viel Grau. Die Straßen sind fast leer, sie scheinen alle Geräusche zu schlucken. Dudić steht vor dem einzigen Café und hält Ausschau nach einem Restaurant, als ein Mann seinen Namen ruft. Er ist halb so alt wie Dudić und trägt eine Laptoptasche. Sie begrüßen sich herzlich. "Sag mal, gibt es eigentlich noch diese Programme, die einem ein Haus finanzieren?", fragt Dudić. "Ich will mein altes Haus wieder aufbauen." Der Mann ist der ehemalige Bürgermeister von Srebrenica, sie kennen sich von den Trauerfeiern. Jedes Jahr im Juli beerdigen die Muslime die Toten, die jetzt erst identifiziert worden sind, es hat kein Ende mit ihnen. Dieses Jahr waren es 534.
    Der Mann lacht. "Ja, vielleicht. Mal sehen." Er hat das undurchdringliche Lachen eines Politikers, der elf Jahre lang einen unglaublich schwierigen Job gemacht hat. Srebrenica war nach dem Krieg in serbischer Hand, seit Kurzem erst kommen die Muslime zurück. 10000 Menschen leben heute hier, vor dem Krieg waren es viermal so viele. Um den Muslimen die Rückkehr zu erleichtern, wurde ein Gesetz geändert: Auch jene, die früher hier wohnten, dürfen sich als Einwohner registrieren lassen und wählen. Deshalb sind der alte und der neue Bürgermeister Muslime, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung serbisch ist. Die Erinnerung an die Toten, die auch Dudić wachhält, sorgt für das Ungleichgewicht der Macht, für dieses schamhafte Schweigen zwischen Serben und Muslimen.
    Sie gehen mittagessen, in einem muslimischen Restaurant. Dudić sagt, bei Serben schmecke es ihm genauso, aber auf seiner Reise landet er dann doch immer bei Muslimen. Man erkennt ihre Restaurants an ihren Namen auf den Schildern. Der ehemalige Bürgermeister redet die ganze Zeit. "Viele Leute hier wollen deine Geschichte nicht hören. Oder sie glauben sie nicht. Kein Serbe hier war jemals in der Armee. Als die schlimmen Dinge passierten, waren sie alle gerade in der Küche. Sie kochten und haben nichts gesehen." Er lacht, in dem Lachen ist auch die Arroganz des späten Siegers. Sein Vater wurde getötet, er selbst rettete sich durch die Wälder. Heute ist er bekannt im Land. Gerade bewirbt er sich als Ingenieur bei einer großen Telefonfirma. Er ist ein Aufsteiger, während die Serben in Srebrenica vor ihren ärmlichen Geschäften sitzen und klagen, Geld und Jobs gebe es nur für Muslime. Dudićs Erinnerungen sind auch eine Währung, jetzt wird zurückgezahlt.

    Dudić stochert mit zitternden Händen in seinen Cevapi, Hackwürsten auf öligem Brot. In Gedanken ist er längst wieder im Dorf. "Eine Fliegerbombe fiel auf das Haus von meinem Onkel. Sieben meiner Verwandten sind gestorben." – "Meine Tante ist sauer auf mich, weil sie kein Geld für ihr Haus bekommen hat." Dudićs Gesprächspartner hat nicht richtig zugehört, oder auch er ist der alten Geschichten in Wahrheit längst überdrüssig. Er greift nach seiner Laptoptasche, steht auf. "Das Bewerbungsgespräch", sagt er.
    "Und in der zweiten Nacht sind die serbischen Soldaten gekommen, General Mladić stand mit einem Megafon vor der Fabrik: Ihr braucht euch nicht zu sorgen, wir nehmen nur eure Personalien auf und durchsuchen euch nach Waffen. Dann schleppten sie einzelne Männer weg. Wir hörten Schreie, Schüsse. Die Niederländer taten nichts.Auch sie hatten Angst. Am nächsten Morgen trieb man uns zu den Bussen. Meine Frau hatte einen Schwächeanfall, meine Tochter kümmerte sich um sie, ich verlor die beiden aus den Augen. Mit anderen Männern brachten sie mich in einem Bus nach Bratunac. Die Stadt war verlassen. Sie steckten uns in eine Schule, die ganz zerschossen war. Die meisten Gefangenen waren so alt wie ich oder noch älter, ein paar Kinder waren auch dabei. Uns werden sie doch nicht umbringen, dachte ich. Ich hatte nichts dabei, nur meine Uhr und ein Päckchen Zigaretten.

    Ein Polizist kam herein, blaue Uniform, weißer Gürtel, er griff sich einen Mann und schlug ihm mit der Pistole ins Gesicht. Eine halbe Stunde lag der Mann da und blutete. Dann kamen zwei weitere Polizisten, sie schleiften ihn nach draußen, wir hörten ihn schreien. Er kam nicht zurück. Wir blieben zwei Nächte. Immer wieder holten sie Leute. Ich verstand nicht, wie sie sie auswählten. Es gab kaum Wasser und nur einmal eine Scheibe Brot. Dann ging es weiter im Bus, wir mussten uns hinkauern, keiner durfte aus dem Fenster sehen. In der Ferne hörte ich Kampfgeräusche. Ich dachte, das sind unsere Leute in den Wäldern. Ich wusste, meine Söhne waren auch dabei. Sead besaß eine Handgranate. Die ist für mich selbst, hatte er gesagt, bevor er ging. Mich kriegen sie nicht."

    An der Grundschule in Bratunac erinnert heute nichts mehr an das Leid der muslimischen Männer. 750 serbische und 100 muslimische Kinder werden hier unterrichtet. Eine Hinterbliebenen-Vereinigung wollte eine Gedenkplakette anbringen, der Schulrat lehnte ab. Das Massaker steht nicht auf dem Lehrplan.

    "Und die Busse hielten in Pilice, es waren sieben. Sie warteten auf die Dunkelheit. Ein Mann war gestorben, vielleicht hatte er einen Infarkt, wir trugen die Leiche hinaus. Einer versuchte zu fliehen. Sie erschossen ihn. Uns trieben sie in das alte Kulturhaus. Wir saßen dicht gedrängt auf dem Boden, wer aufstand, verlor seinen Platz. Ich habe meinen Halbbruder gesehen, konnte aber nicht zu ihm. Wieder holten sie Leute. Wer auf die Toilette wollte, wurde geschlagen. Also machten wir auf den Boden. Am dritten Tag fragten sie: Hat jemand Geld, die Reise nach Sarajevo zu bezahlen? Einer hatte noch 100 Mark. Dann brachten sie Stoff, wir mussten uns gegenseitig fesseln, der Stoff war grün und weiß. Wir sind hinausgetaumelt, wir waren nur noch Schatten, nach vier Tagen ohne Nahrung, kaum Wasser. Sie schlugen uns mit Gewehrkolben. Im Flur lag eine Leiche. Draußen sah ich einen Offizier, ich glaube, es war Mladić, die Hemdbluse weit aufgeknöpft in der Hitze, das Gewehr über der Schulter. Im Bus fuhren wir einen Hügel hinauf. Ich hörte Schüsse. Ich sah ein Feld, schwarz vor Blut."

    Nachdem Ivo Dudić mit dem ehemaligen Bürgermeister zu Mittag gegessen hat, läuft er in Srebrenica durch den Vorort Potočari. Verfallene Fabriken, ein verlassener Checkpoint, auf einer hölzernen Barriere die weißen Buchstaben UN. Der ehemalige Stützpunkt der Niederländer. Dudić geht vorbei, tritt durch ein Eisentor. Tausende von Pfeilern aus weißem Granit, darauf arabische Schriftzeichen. Ein Pfeiler für jeden der mehr als 8000 Toten. Dudićs Nachname steht da 14 Mal. Hier liegt auch sein Sohn Sadik. Ein Ort der offiziellen Erinnerung, an dem Politiker vor Kameras treten. Jetzt ist niemand da, nur vier Frauen sitzen auf einer Steinbank, und ein paar Bauarbeiter schaufeln Erde.
    Dudić betet, die Hand auf dem Grabstein seines Sohnes. Er läuft umher wie von Sinnen. "Was tut ihr?", fragt er die Bauarbeiter. "Wir schaffen Platz." Sie heben weitere Gräber aus. Dudić setzt sich zu den Frauen. Sie erzählen sich Geschichten, in denen der Hass weiterlebt, der Hass auf die Serben. Dudić sagt nichts dazu, dieser Ort macht ihn stumm. Gleich soll ein Politiker hier erscheinen, hat man ihm erzählt, Dudić kennt nicht einmal seinen Namen. Alle sollen kommen, das ist seine Überzeugung. Ein guter Politiker ist, wer sich überhaupt für Srebrenica interessiert.

    Ein silberfarbener BMW hält vor dem Tor, gefolgt von mehreren Wagen. Menschen strömen auf den Platz, mit ihnen ein Mann im schwarzen Anzug. "Wer ist das?", fragt Dudić, obwohl man es ihm schon gesagt hat. Der Mann bewegt sich langsam, als habe er Angst, an unsichtbare Wände zu stoßen. Jemand drückt ihm einen Kranz in die Hand. Er legt ihn neben riesige Steinplatten, auf denen die Namen der Toten eingraviert sind, und faltet die Hände. Kameras klicken. "Wer ist das?", fragt Dudić zum zweiten Mal. Die Bodyguards, die Fotografen, das alles ist mehr, als er aufnehmen kann.
    Vor ihm steht der mächtigste Mann Bosniens. Valentin Inzko, der Hohe Repräsentant der Vereinten Nationen und EU-Sonderbeauftragte. Er ist neu im Amt und besucht zum ersten Mal Srebrenica. Die Aufgabe des Österreichers ist es, darüber zu wachen, dass der Hass zwischen den Volksgruppen sich nicht wieder entzündet. Er und seine sechs Vorgänger haben schon Hunderte von Amtsträgern entlassen. Das Ausland traut dem Frieden zwischen Serben und Muslimen immer noch nicht ganz.
    Die Frauen springen von der Bank, Dudić läuft hinterher. Eine stellt sich vor Inzko. Sie fordert Geld, Entschädigung im Namen der Bürger von Srebrenica. "Wir wollen nicht Teil der Republika Srpska sein. Wir wollen einen Sonderstatus." – "Aber so steht es im Vertrag von Dayton", entgegnet Inzko leise. Die Frau schimpft: "Ihr Vorgänger kam nur wegen der Fotos hierher. Hilfe hat er nicht mitgebracht."
    Dudić steht hinter Inzko, der sich in Demut vor den Granitsäulen verbeugt. Der Diplomat leistet Abbitte für die Versäumnisse der Welt. Die Muslime hätten gerettet werden können, mit UN-Bombern, Panzern. Dudićs Söhne könnten noch leben. Grund genug für Dudić, wütend zu sein auf Inzko und all das, was er repräsentiert. Aber Dudić ist nicht wütend. Er will keine Sonderbehandlung als Opfer, wie diese Frau. "Alle Serben sind Kriminelle", zetert sie, Dudić runzelt die Stirn. Fast alle Serben haben ihn töten wollen auf seiner Flucht. Einer hat ihm geholfen. Das ist das Beste, was ihm jemals widerfahren ist, sagt er. Es wiegt so viel Böses auf.

    Dudić kennt keinen Hass. Er will keine Rache, wohl aber Sühne für jede Tat. Sein Anliegen ist hier zu hören, auch wenn er schweigt. Er spricht aus den Gerichtsarchiven mit der Stimme eines Souffleurs. Die gleiche gedämpfte brüchige Stimme, mit der er später fortfährt:
    "Und ich lag zwischen all den Leichen, die Sonne brannte. Soldaten suchten nach Überlebenden. 'Schau mal, da rennt einer weg! Da, noch einer.' Schüsse fielen. Dann gingen sie weg und suchten Schatten. Ich dachte, wenn ich meine Fesseln nicht lösen kann, rufe ich sie auch. Ich schätzte, es würde noch zweieinhalb Stunden lang hell sein, und ich hatte Angst, dass bald die Bagger kommen würden. Zum Glück bekam ich die Fesseln auf. Da war ein aufgelassenes Feld, 20 Meter entfernt. Ich hörte ein Flüstern und sah zwei Männer im Gras. Ich entschied mich zu laufen, so schnell ich konnte. Ich lief über die Leichen, ihre Gliedmaßen rutschten weg, sodass es aussah, als lebten sie noch, als würden sie sich bewegen. 'Da rennt einer weg' – es war mir, als hörte ich den Satz schon. Dann lag ich im Gras. Neben mir kauerten vier Männer. Wir sagten kein Wort.

    Am Abend krochen wir zum anderen Ende des Felds, auch dort lagen Leichen. Im Wald ließen mich die anderen zurück. Sie waren jung, zwischen 20 und 30, sie waren schneller im Gestrüpp. Ich nahm ihnen das nicht übel. In so einer Situation sorgt sich jeder nur um sich selbst. Später hörte ich Schüsse. Ich glaube, sie haben es nicht geschafft.
    Am Rand eines Dorfs sah mich ein Mann, er stand vor einem Haus. Ich warf mich unter einen Busch. Er verschwand, dann kam er wieder. 'Wer ist da?', rief er. 'Ich habe Handgranaten!' Er feuerte zwei Schüsse aus einem Gewehr. Dann hörte ich nichts mehr. In der Morgendämmerung kam ich an eine Straße, darauf eine Blutspur, einen halben Meter breit. Ein Laster tauchte auf, beladen mit Leichen. Der Fahrer sah mich. 'Da ist der, der gestern entkommen ist', rief er und trat auf die Bremse. Ich versteckte mich nicht. Ich ging einfach weiter, die Straße entlang. Der Mann stieg aus und kam hinter mir her. 'Stehen bleiben!', rief er, zehn Meter hinter mir. Ich ging zügig, ohne zu rennen. Hundert Meter verfolgte er mich, dann kehrte er um. Er dachte wohl, ich bin Serbe. Ich versteckte mich im Wald und versuchte, ein bisschen zu schlafen. Als ich erwachte, stand ein Mann vor mir. Mit der Hand machte er eine Bewegung zur Hüfte. Ich wollte schon aufspringen und um mein Leben rennen, aber er reichte mir nur ein paar Pflaumen. Er war auch ein Flüchtling aus Srebrenica."

    Nur einmal weint Ivo Dudić, während er erzählt. Heftig, mit zuckenden Schultern, die Hände vorm Gesicht. Er sitzt in der Fußgängerzone von Bratunac in einem Restaurant, nicht weit von der Schule, in der sie ihn festhielten. Er wagt nicht, das Gebäude zu betreten. Er weint, aber nicht wegen einer Grausamkeit.
    "Wir liefen fünf Tage lang durch die Wälder, halb tot vor Erschöpfung. Dann lieferten wir uns serbischen Polizisten aus. Sie nahmen uns in einem Kleinbus mit. 'Lass sie uns umbringen', hörte ich den Fahrer sagen. Sie hielten uns eine Pistole und ein Messer an den Kopf und wollten Geld, wir hatten keins. In einem Dorf gingen sie in ein Restaurant. Wir blieben im Wagen. Ein Serbe kam heraus und fragte, ob wir Hunger hätten. Dann brachte er für jeden einen Teller Eintopf und Orangensaft, danach Kaffee und Zigaretten. Ich leckte den Teller und die Tasse bis zum letzten Tropfen aus. Ich umarmte den Mann und küsste ihn."

    Ivo Dudić wirkt noch immer ungläubig: dass noch jemand existierte, der ihm etwas Gutes tat. "Und die Polizisten setzten uns irgendwo ab. Wir stiegen auf einen Laster voller Flüchtlinge. Er brachte uns ins Lager von Bratković. 260 Männer waren da, die meisten kamen aus Srebrenica. Alle hatten Furchtbares erlebt, aber was ich durchgemacht hatte, war am Schlimmsten. Ich redete nicht darüber. Ich war so dünn, ich musste nicht mal aufs Feld zum Arbeiten. Die Wächter erzählten uns von den Dayton-Verhandlungen und von den Nato-Bombardements der serbischen Stellungen. Dann sagten sie: Dayton ist unterzeichnet, ihr kommt frei. Am 24. Dezember 1995 lief ich über die Brücke von Gracanica, ich lief mit 182 anderen Gefangenen auf muslimisches Territorium, in gebrauchten Winterschuhen vom Roten Kreuz. Ich weinte. Meine Söhne waren nicht da, um mich zu begrüßen. Niemand war da, auch nicht meine Frau und meine Tochter."

    Die Reise ist zu Ende. Nach 14 Jahren hat Ivo Dudić zum ersten Mal wieder die Wiese von Pilice betreten, den Ort seines geplanten Todes, nun kehrt er heim in sein Dorf bei Tuzla. Er lebt dort unter Flüchtlingen, seit 2003. Sein Haus ist klein und ärmlich, aber besser als die Lager, in denen er zuvor mit seiner Familie wohnte. Dudićs Tochter, inzwischen Mitte dreißig, steht vor der Tür auf dürrem Rasen. Er geht grußlos an ihr vorbei und setzt sich auf das Sofa im Wohnzimmer, das zugleich die Küche ist. Er wischt sich den Schweiß ab. "Ich bin dünn, aber ein bisschen Flüssigkeit kommt noch raus", scherzt er. Er ist zu sehr mit seiner Erinnerung beschäftigt, um das Jetzt an sich heranzulassen, die Bedürfnisse des Körpers. Deshalb hat er nach seiner Rettung nie wieder richtig zugenommen.

    Seine Tochter ist eine kleine Frau, immerzu um den Vater bemüht, das Gesicht voller Sorge. Sie weiß, was er durchgemacht hat, obwohl er sich auch ihr gegenüber verschließt. "Er redet nicht viel", sagt sie. "Er langweilt sich hier. Alle seine Freunde sind tot. Nachts hat er oft Albträume, dann muss ich ihn wecken und beruhigen." Sie macht Kaffee und stellt ihm eine Tasse hin. "Es wird dir guttun, dass du wieder nach Den Haag fahren darfst", sagt sie.

    Er sitzt still da. Er hat nichts mehr, nur noch diese Geschichte.

  6. #6
    Avatar von Ivo2

    Registriert seit
    13.07.2004
    Beiträge
    19.007
    Zitat Zitat von specialForces Beitrag anzeigen
    Schade für euch, dass man ihm keinen einzigen Anklagepunkt nachweisen konnte...
    Anscheinend wirkt seine Nazipropaganda noch immer.
    Bis auf einen Punkt wurden ihm alle Anklagepunkte nachgewiesen. Und jetzt grob, jeder soll sich aus diesem Thread verpissen, der nur Ansatzweise versucht Srebrenica zu leugnen.
    Ich verstehe hier überhaupt keinen Spass, dass sollten inzwischen alle rechtsgerechtiten Nationalisten kapiert haben.

  7. #7

    Registriert seit
    05.05.2009
    Beiträge
    214
    Zitat Zitat von Ivo2 Beitrag anzeigen
    Der Einzige der Peinlich war, war Milosevic.
    stimmt aber schon, man konnte ihm keinen anklagepunkt beweisen,
    was meinst du an was dass gelegen hat?

  8. #8

    Registriert seit
    28.06.2009
    Beiträge
    2.278
    Wahrscheinlich wird man auf dem Balkan nie dazulernen. Srebrenica war nicht das einzige Massaker, jedes südslawische Volk hat quasi sowas ähnliches erlebt und noch immer begreift man nicht.

  9. #9
    Avatar von meko

    Registriert seit
    15.05.2007
    Beiträge
    10.778
    ich habs editiert fauler kada.

  10. #10

    Registriert seit
    28.06.2009
    Beiträge
    2.278
    danke danke, aber man kann ja auch einfach auf den link klicken.

Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. War Micheal Jackson Zeuge Jehova?
    Von Arbeitslos im Forum Musik
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 18.12.2011, 01:39
  2. Zeuge schildert serbisch-bosnische Gräueltaten
    Von DZEKO im Forum Kriminalität und Militär
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 14.04.2010, 18:07
  3. Kriegsverbrechen: Der Zeuge
    Von John Wayne im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 27.08.2009, 23:28
  4. Serbien: Politischer Zeuge ermordet
    Von Grasdackel im Forum Politik
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 02.10.2006, 16:44
  5. Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 14.05.2005, 12:23