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Zoran Djindjics politische Meinung in den 90er Jahren

Erstellt von Posavljak, 04.06.2011, 05:29 Uhr · 15 Antworten · 1.411 Aufrufe

  1. #1
    Posavljak

    Zoran Djindjics politische Meinung in den 90er Jahren

    Ich wollte diesen Thread schon länger eröffnen da ich immer wieder von vielen Usern gelesen habe das Zoran Djindjic ein guter Politiker gewesen sei, der nie in seinem ganzen leben nationalistisch aufgefallen war. Hier sind ein paar aussagen wie z.b das er zu Kriegszeiten in Bosnien, Radovan Karadzic unterstützt hat. Auch war er dafür das man die Geburtenrate der Albaner im Kosovo drastisch senkt und war auch gegen eine Autonomie der Albaner. Hier wird jeder nochmal die Möglichkeit haben seine Meinung zu überdenken.

    Djindjics Haltung im Bosnienkrieg


    Auch Zoran Djindjic bediente sich in dieser Zeit zunehmend serbisch-nationaler Töne, vor allem in Interviews mit serbischen Medien und in Reden in seiner Landessprache. Als sich der zunächst zwischen Kroatien und Serbien entfesselte Krieg im Frühjahr 1992 auch nach Bosnien ausweitete, forderte Djindjic einen „gemeinsamen Staat für alle Serben“ und damit eine ethnische Teilung Bosniens.


    Als unter dem Eindruck der Massaker, die serbische Artillerie im belagerten Sarajevo anrichtete, die NATO von den Serben ultimativ den Abzug aller schweren Waffen auf dem Umfeld von Sarajevo forderte, fuhr Djindjic sogar demonstrativ in das bosnisch-serbische Hauptquartier nach Pale, um Solidarität für die harte Haltung des dortigen Serben-Führers Radovan Karadzic zu zeigen.



    Djindjics Haltung zum Kosovo

    In der Kosovo-Frage trat er nicht länger für eine Autonomie für die dortige albanische Mehrheit ein, sondern forderte mit seiner Partei sogar Maßnahmen zur Begrenzung der hohen Geburtenrate der Kosovo-Albaner.

    Hier könnt ihr natürlich weiter lesen.

    Das Leben des Zoran Djindjic - Djindjics Haltung im Bosnienkrieg

  2. #2
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Er hat tatsächlich 1994 öffentlich einen Zusammenschluss der Republika Srpska und Serbien befürwortet. Ich erinnere mich noch an sein Interview:

    "Ich fordere alle Mitglieder der DS auf, dass sie sich nach Pale begehen und somit auch die Bombardierung Pale's "empfangen" und miterleben, bzw. mit dieser Aktion der politischen Führung der Republika Srpska zu unterstützen, wir müssen uns um die Serben in Bosnien so kümmern, wie die Katzen um ihre Kätzchen."

    Zu dieser Zeit hat sich auch Djindjic nicht über Srebrenica geäussert oder verurteilt, er hat seine Freundschaft mit Karadzic und Mladic nie bereut, er hat den Krajina-Serben geraten noch "einbisschen durchzuhalten ..." und den Z4-Plan nicht zu unterschreiben. Man vergisst aber auch nur zu gerne, dass er aus Samac, Bosnien ursprünglich kam.

    Was ich damit sagen will, mir tut es zwar ehrlich leid, dass er so enden musste, aber er war "kein besonderer oder auch guter" Politiker zu dieser Zeit, bzw. er war einfach einer von vielen, dass er nach dem Abgang Milosevic's einen anderen Weg eingeschlagen hat verwundert mich nicht, der Politiker passt sich immer der Zeit an, als der Krieg noch im Gange war, passte man sich der Kriegsrhetorik an, als der Krieg zu ende ging und die "Demokratie" so langsam an Oberhand gewann, wurden sie alle zu "Engeln", Politiker halt, sie drehen sich immer nach dem Wind.

  3. #3
    Avatar von Josip Frank

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Er hat tatsächlich 1994 öffentlich einen Zusammenschluss der Republika Srpska und Serbien befürwortet. Ich erinnere mich noch an sein Interview:

    "Ich fordere alle Mitglieder der DS auf, dass sie sich nach Pale begehen und somit auch die Bombardierung Pale's "empfangen" und miterleben, bzw. mit dieser Aktion der politischen Führung der Republika Srpska zu unterstützen, wir müssen uns um die Serben in Bosnien so kümmern, wie die Katzen um ihre Kätzchen."

    Zu dieser Zeit hat sich auch Djindjic nicht über Srebrenica geäussert oder verurteilt, er hat seine Freundschaft mit Karadzic und Mladic nie bereut, er hat den Krajina-Serben geraten noch "einbisschen durchzuhalten ..." und den Z4-Plan nicht zu unterschreiben. Man vergisst aber auch nur zu gerne, dass er aus Samac, Bosnien ursprünglich kam.

    Was ich damit sagen will, mir tut es zwar ehrlich leid, dass er so enden musste, aber er war "kein besonderer oder auch guter" Politiker zu dieser Zeit, bzw. er war einfach einer von vielen, dass er nach dem Abgang Milosevic's einen anderen Weg eingeschlagen hat verwundert mich nicht, der Politiker passt sich immer der Zeit an, als der Krieg noch im Gange war, passte man sich der Kriegsrhetorik an, als der Krieg zu ende ging und die "Demokratie" so langsam an Oberhand gewann, wurden sie alle zu "Engeln", Politiker halt, sie drehen sich immer nach dem Wind.


    du darfst eins nicht vergessen. In dieser Zeit war es sehr gefährlich die Politik von Milosevic zu kritisieren. Man wurde als Verräter am serbischen Volk bezeichnet oder je nach Bedarf, CIA, Vatikan Spion.

    Djindjic war klug genug um zu wissen, dass er den Feind Serbiens nur von innen aufmischen kann. Ihm wird vorgeworfen sich mit gewissen Leuten arrangiert zu haben. Das war taktisch der richtige Zug, anders wäre er viel früher liquidiert worden.

  4. #4
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Josip Frank Beitrag anzeigen
    du darfst eins nicht vergessen. In dieser Zeit war es sehr gefährlich die Politik von Milosevic zu kritisieren. Man wurde als Verräter am serbischen Volk bezeichnet oder je nach Bedarf, CIA, Vatikan Spion.

    Djindjic war klug genug um zu wissen, dass er den Feind Serbiens nur von innen aufmischen kann. Ihm wird vorgeworfen sich mit gewissen Leuten arrangiert zu haben. Das war taktisch der richtige Zug, anders wäre er viel früher liquidiert worden.
    Einerseits hast du Recht, Kritik an Milosevic zu dieser Zeit bedeutete man verschwand von der Bildfläche, ob im Gefängniss oder unter der Erde.
    Aber .... Djindjic mag sicher auch ein Gegner Milosevic's Politik gewesen sein, aber auf eine Vereinigung mit der Republika Srpska hätte er auch nicht verzichtet (das Programm der Demokraten war damals ähnlich wie die der Radikalen, sie wollten grössere Grenzen sehen und haben diese unterstützt), die Methoden, die Art und Weise der Politik mag nicht diesselbe gewesen sein, aber das Ziel war damals mehr oder weniger klar, für alle Parteien, ob links oder rechts, auch die DS-Mitglieder wollten ihre Sommerferien im "serbischen Dubrovnik" verbringen, auch die Demokraten feierten nach dem Vukovar-Fall die "Befreieung Vukovars von den ustase" in der grossen Turnhalle des Triumphes (so wurde sie später getauft), die waren damals mehr oder weniger alle gleich, deswegen meine Anmerkung "der Politiker passt sich der Umgebung und Zeit an".

    Ich bin nunmal josipe bei fast allen Politikern skeptisch, ich traue ihnen nichtmal wenn sie schlafen.

  5. #5
    Avatar von Josip Frank

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Einerseits hast du Recht, Kritik an Milosevic zu dieser Zeit bedeutete man verschwand von der Bildfläche, ob im Gefängniss oder unter der Erde.
    Aber .... Djindjic mag sicher auch ein Gegner Milosevic's Politik gewesen sein, aber auf eine Vereinigung mit der Republika Srpska hätte er auch nicht verzichtet (das Programm der Demokraten war damals ähnlich wie die der Radikalen, sie wollten grössere Grenzen sehen und haben diese unterstützt), die Methoden, die Art und Weise der Politik mag nicht diesselbe gewesen sein, aber das Ziel war damals mehr oder weniger klar, für alle Parteien, ob links oder rechts, auch die DS-Mitglieder wollten ihre Sommerferien im "serbischen Dubrovnik" verbringen, auch die Demokraten feierten nach dem Vukovar-Fall die "Befreieung Vukovars der Ustase" in der grossen Turnhalle, die waren damals mehr oder weniger alle gleich, deswegen meine Anmerkung "der Politiker passt sich der Umgebung und Zeit an".

    Ich bin nunmal josipe bei fast allen Politikern skeptisch, ich traue ihnen nichtmal wenn sie schlafen.

    du sprichst von den " Demokraten ". Ich von Djindjic. Ob er bewusst von grösseren Grenzen bzw Vukovar Befreiung sprach lass ich mal so stehen .

    Ich glaube kaum ,dass sein Weg weitergeführt hätte, wenn er damals sich offen gegen diese Politik gestellt hätte, siehe die Auszüge vom Spiegel.

    Das Netz das Milosevic mit seiner Clique gesponnen hatte, war gross. Ich behaupte sogar, daß selbst bei den " Demokraten " Milosevic treue Gefolgsleute sassen.




    Radikalenführer Vojislav Seselj, gleichzeitig serbischer Vizepremier, kündigt an, daß der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Zoran Djindjic, des Landesverrats angeklagt werde. Djindjic ist angesichts der massiven Drohungen gegen ihn nach Montenegro geflohen.
    Mittlerweile wiederholt sich das Drama serbischer Oppositionsfehden. Miodrag Perisic, ehemaliger Vizepräsident der Demokratischen Partei, will Djindjic als Führer absetzen. Der habe mit seiner Flucht nach Montenegro Bevölkerung und Partei im Stich gelassen.
    Die Staatsmedien beschuldigen den Führer der Demokratischen Partei, Zoran Djindjic, hinter den Aufständen zu stecken. Djindjics Parteizentrale in Belgrad wurde mittlerweile zum drittenmal innerhalb von zehn Tagen von Rowdys attackiert. Vorab erfolgte jeweils eine telefonische Warnung. Auch morgen soll es wieder krachen, kündigten die sich selbst als "Milosevic-Fans" bezeichnenden Banden an. Dies alles im Namen des Kosovo. Parteimitglieder werden nun rund um die Uhr Wacht halten. Das Staatsfernsehen solidarisiert sich mit den Anschlägen. Mit "Meinungsumfragen" in der Belgrader Bevölkerung will man beweisen, daß Djindjic auch für das Volk zum Judas wurde.
    DER SPIEGEL 21/1999 - Zorn auf den Rest der Welt

  6. #6
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Josip Frank Beitrag anzeigen
    du sprichst von den " Demokraten " .
    Naja dass sind diesselben "Demokraten" die eben auch Djindjic nach seiner Rückkehr aus dem Ausland gegründet hat, er wurde auch anfangs der 90er zum Parteivorsitzenden, und das Ziel der "Demokraten", der Djindjic-Partei unterscheidete sich, wenn man den Kriegsaspekt dazunimmt, nicht im geringsten mit dem der SRS von Seselj oder der SPO von Draskovic.

    Ich von Djindjic. Ob er bewusst von grösseren Grenzen bzw Vukovar Befreiung sprach lass ich mal so stehen
    Bewusst oder nicht, er hat nach Vukovar seine Leute, seine Parteigenossen geschickt und man hat im Namen seiner Partei die "Befreiung" gratuliert. Er hat damals oft gesagt, das die Lage in Vukovar nicht mehr haltbar sei und die JNA mit der "Befreiung" beginnen solle, was er damit meint soll jeder für sich entscheiden. Auch findet man Djindjic auf den Strassen Belgrads, als die JNA Kolone gerade zurück aus Vukovar und der Baranja kam und Belgrad sie mit Blumen empfang, darunter auch Zoran Djindjic, der den Soldaten gratuliert hat und mehrere Interviews mit der "Politika", "NIN" oder "ZIP" gab; "konacno je Vukovar oslobodjen, fasisti nikada vise nece krojaciti ovom zemljom".

    Ich glaube kaum ,dass sein Weg weitergeführt hätte, wenn er damals sich offen gegen diese Politik gestellt hätte, siehe die Auszüge vom Spiegel.
    Das schon, aber ändert nichts an der Tatsache, dass auch seine "Demokraten" die gleichen Ziele hatten, findest auch genügend Video-Materiale, wie sie (die Demokraten und Djindjic) zur damaligen Lage standen, welche Ziele unbedingt verfolgt und verwirklich werden mussten. Die DS hätte eine serbische Grenze bei Karlovac genauso akzeptiert wie die SPO, SPS oder SRS, die Demokraten hätten später genausowenig Dubrovnik an Kroatien zurückgegeben wie die Radikalen, die Demokraten wollten ebenso eine Vereinigung mit der Republika Srpska wie alle anderen.

    Das Netz das Milosevic mit seiner Clique gesponnen hatte, war gross. Ich behaupte sogar, daß selbst bei den " Demokraten " Milosevic treue Gefolgsleute sassen.
    Natürlich, sein Netz war auch in der Krajina spürbar, deswegen wurde auch Babic nicht 1993 zum Präsidenten gewählt sondern Martic, er wollte nur treue Gefolgsmänner und Schosshunde.

    Ob er seine Leute bei den "Demokraten" installiert hat, kann sein, aber die "Demokraten" hatten damals nicht viel zu sagen, ich denke grossen Wert hat Milosevic nicht auf sie gelegt, er musste sich viel eher von Draskovic oder mit Abstrichen Seselj in Acht nehmen, aber die SPS war damals einfach zu stark.

  7. #7
    Avatar von Josip Frank

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Naja dass sind diesselben "Demokraten" die eben auch Djindjic nach seiner Rückkehr aus dem Ausland gegründet hat, er wurde auch anfangs der 90er zum Parteivorsitzenden, und das Ziel der "Demokraten", der Djindjic-Partei unterscheidete sich, wenn man den Kriegsaspekt dazunimmt, nicht im geringsten mit dem der SRS von Seselj oder der SPO von Draskovic.
    ja Demokraten , was ja nicht viel aussagt.



    Bewusst oder nicht, er hat nach Vukovar seine Leute, seine Parteigenossen geschickt und man hat im Namen seiner Partei die "Befreiung" gratuliert. Er hat damals oft gesagt, das die Lage in Vukovar nicht mehr haltbar sei und die JNA mit der "Befreiung" beginnen solle, was er damit meint soll jeder für sich entscheiden. Auch findet man Djindjic auf den Strassen Belgrads, als die JNA Kolone gerade zurück aus Vukovar und der Baranja kam und Belgrad sie mit Blumen empfang, darunter auch Zoran Djindjic, der den Soldaten gratuliert hat und mehrere Interviews mit der "Politika", "NIN" oder "ZIP" gab; "konacno je Vukovar oslobodjen, fasisti nikada vise nece krojaciti ovom zemljom".
    in einem Tagesthemen Interview sagte er :

    " Wir Serben sind mit Panzer gekommen und mussten mit Traktoren heimkehren "



    Das schon, aber ändert nichts an der Tatsache, dass auch seine "Demokraten" die gleichen Ziele hatten, findest auch genügend Video-Materiale, wie sie (die Demokraten und Djindjic) zur damaligen Lage standen, welche Ziele unbedingt verfolgt und verwirklich werden mussten. Die DS hätte eine serbische Grenze bei Karlovac genauso akzeptiert wie die SPO, SPS oder SRS, die Demokraten hätten später genausowenig Dubrovnik an Kroatien zurückgegeben wie die Radikalen, die Demokraten wollten ebenso eine Vereinigung mit der Republika Srpska wie alle anderen.
    in einem totalitären Staat wie es Serbien damals war incl seiner einseitig gesteuerte Massenmedien kann ich deinen Standpunkt " die gleichen Ziele " einfach nicht so stehen lassen. Die DS hatte in der Zeit bis 96 mehr oder weniger null Einfluss. Das Rad begann sich erst ab eben 96 zu drehen bis eben zum grossen Knall 99 mit dem Kosovo Konflikt.



    Natürlich, sein Netz war auch in der Krajina spürbar, deswegen wurde auch Babic nicht 1993 zum Präsidenten gewählt sondern Martic, er wollte nur treue Gefolgsmänner und Schosshunde.
    das mit Babic ist so ne Sache. Du stellst ihn als Oppositionellen dar, was er defacto nich war und als Bürgermeister von Knin,Aussenminister der RSK etc, wurde er für Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen


    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Ob er seine Leute bei den "Demokraten" installiert hat, kann sein, aber die "Demokraten" hatten damals nicht viel zu sagen, ich denke grossen Wert hat Milosevic nicht auf sie gelegt, er musste sich viel eher von Draskovic oder mit Abstrichen Seselj in Acht nehmen, aber die SPS war damals einfach zu stark.
    siehe meinen Beitrag Einfluss

  8. #8

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    Das ist ein Schwachkopf ...Spion der Deutschen, über den sollten jegliche Themen verboten werden

  9. #9
    Avatar von Josip Frank

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    Zitat Zitat von Jovanovic Beitrag anzeigen
    Das ist ein Schwachkopf ...Spion der Deutschen, über den sollten jegliche Themen verboten werden

    klar.....wir wissen aus welcher Ecke du kommst



  10. #10
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Josip Frank Beitrag anzeigen
    ja Demokraten , was ja nicht viel aussagt.
    Schon klar, aber der Gründer dieser Partei war Djindjic, entweder man verfolgt von Anfang an die Ziele, die gegen diese Politik sind (das Serbentum kann man auch weglassen, wenn man schon nicht die Politik Milosevic's kritisieren kann), oder man passt sich der Mehrheit an und wird zu einem Mitläufer, bzw. man will selber davon profitieren. Wenn man anderen Politikern "Hetzerei", "Propaganda" und "Hassreden" zu dieser Zeit vorwirft, sollte man dasselbe auch bei Djindjic tun, gezwungen hat ihn auch niemand dass er sich über die "Befreiung Vukovar's" äussern musste.

    Ich bleibe weiterhin dabei, Djindjic und seine Partei wollten genausoviel wie die anderen Politiker zu dieser Zeit, grössere Grenzen sehen.

    in einem Tagesthemen Interview sagte er :
    " Wir Serben sind mit Panzer gekommen und mussten mit Traktoren heimkehren "
    daraus entnehme ich:

    a) dass die Politiker ihre Meinung so oft wechseln, wie wir alle unsere Unterhosen
    b) nach dem Krieg jeder und alles Schuld für die Miesere war, nur ich selbst, als Politiker nicht
    c) musste man ein anderes Erscheinungsbild abgeben
    d) zur Kriegszeit die gleichen Panzer mit Blumen empfangen hat, die man heute verflucht

    Bei diesem Satz fühle ich mich in meiner These bestätigt: der Politiker passt sich der Zeit und Umgebung an, kann er vom Krieg profitieren, unterstützt er diesen mit allen Mitteln, profitiert man später dadurch, dass man den Krieg als fragwürdig ansieht und neue Wege einschlägt, wird er dann diesen Weg wählen, nichts neues in der Politik, nicht nur in Serbien.

    in einem totalitären Staat wie es Serbien damals war incl seiner einseitig gesteuerte Massenmedien kann ich deinen Standpunkt " die gleichen Ziele " einfach nicht so stehen lassen. Die DS hatte in der Zeit bis 96 mehr oder weniger null Einfluss. Das Rad begann sich erst ab eben 96 zu drehen bis eben zum grossen Knall 99 mit dem Kosovo Konflikt.
    Das war unten schon immer ein Problem, selbst nach dem Dayton-Abkommen wollte man die unabhängigen Medien in Nachkriegsgesellschaften unterstützen, mehr fördern, vergeblich.

    Wenn man es genauer nimmt, seit dem ende des schrecklichen 2. Weltkrieges, verschwand das eigentliche "Phänomen" der Propaganda nicht ganz, bzw. eigentlich gar nie aus unserer Gesellschaft. Schaut man sich unsere Gesellschaft an, je mehr die Gesellschaft insgesamt "mediatisiert" wurde, desto grösser wurden auch die ganzen Möglichkeiten, die ganze Öffentlichkeit auch nach belieben zu lenken. Gerade unsere Balkan-Konflikte zeigen haargenau, wie Propaganda eingesetzt wurde, teilweise mit grossen Erfolg. Wenn Djindjic Interviews für die "NIN" oder "Politika" gab, dann nur zum Zweck weiterhin "Nationalismus" zu schüren, Gräueltaten zu rechtfertigen, die Soldaten weiterhin moralisch zu unterstützen, theoretisch hätte er sich dazu nichtmal äussern müssen oder?

    das mit Babic ist so ne Sache. Du stellst ihn als Oppositionellen dar, was er defacto nich war und als Bürgermeister von Knin,Aussenminister der RSK etc, wurde er für Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen
    Nicht als Oppositionellen, sondern als Gegner von Milosevic, er war einer der ersten und wenigen in der Krajina, die seine Politik durchschaut haben, anfangs natürlich auf seiner Seite, schon nach seinen ersten Gesprächen hat er gemerkt, mit wem er es wirklich zu tun hatte. 1992 wurde er nicht umsonst von Milosevic, Jovic und anderen hohen Politikern stundenlang auf einer Sitzung bezüglich des "Vance-Owen" Plan gedemüdigt und unter Druck gesetzt, selbst in der Krajina war es für ihn alles andere als sicher, wurde auch einmal in Benkovac beinahe zu Tode geprügelt. 1993 wurden die Wahlen in der Krajina abgehalten, Babic bekam die meisten Stimmen, aber das passte Milosevic nicht, er brauchte einen Satelliten-Politiker, und der war eben Babic nicht mehr, sondern Martic, und man hat die Wahlen so lange durchgeführt, bis schliesslich "doch aufeinmal" Martic gewann, voila war Babic zwar "nur" noch Präsident des Krajina-Parlaments und hatte im Parlament auch die meisten seiner Gefolgsleute, doch diese nützte ihm nicht viel, weil er keine Kontrolle mehr über die Polizei und über das Militär hatte. Babic war in der gleichen Kolone wie alle anderen Zivilisten, während Martic eine schöne Wohnung im sicheren Banja Luka bezog ....

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