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Endlosschleife: Mazedonier vs. Griechen

Erstellt von Mudi, 09.12.2011, 08:01 Uhr · 13.498 Antworten · 461.430 Aufrufe

  1. #3141
    Avatar von MariGanja

    Registriert seit
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    Beiträge
    555
    Zitat Zitat von Dodon Beitrag anzeigen
    lieber dummschädel
    albaner kammen nicht aus asien sonder waren schon lange vor euch auf dem balkan
    die spartner waren keine hellenen somit auch keine griechen
    sondern wurden lediglich hellenisiert das heisst man hat sie zu hellenen gemacht
    ein grosteil der griechischen mythologie basiert auf den pelasgern das erklärt warum auch namen
    wie z.b. zeus und aphrodite eine beudeutung in der heutigen albanischen sprache haben
    und bitte erkläre mir jetzt was ein "Iminatur" ist
    Mit Sicherheit lassen sich zeus und aphrodite nicht mit der albanischen Sprache erklären.

    Auf illyrisch hieß es z.b "zis" und "aprodita".

    Es gibt keinen einzigen albanologen der sowas behaupten würde.

  2. #3142
    Avatar von alex281290

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    Beiträge
    937
    dusko glaubt einem durch griechische gelder geschmierten ehemaligen bankangestellten mehr als griechischen anthropologen, die ihr handwerk gelernt haben
    Das hämatologische Kriterium Fallmerayers führte und führt immernoch zu wissenschaftlich fragwürdigen phyletischen "Wiederlegungen".
    Bezeichnend hierfür ist z.B. die "ethnogenetische Untersuchung" von Aris N. Poulianos, der aufgrund des "gesammelten anthropologischen Materials" zum Ergebnis kommt, dass es eine ununterbrochene phyletische Einheit des Volkes Griechenlands im Laufe seiner ganzen Geschichte zumindest seit den neolithischen Zeiten gibt. Nicht das Blut, sondern das Selbstbewusstsein ist die Stütze der Kontinuität zur hellenischen Kultur.
    Quelle:Das Bild Griechenlands im Spiegel der Völker (17. bis 20. Jahrhundert) - Evangelos Konstantinou - Google Books

    Die Bezugnahme auf humananthropologische und genetische Argumente steht ebenfallsfür die Vorstellung der ewig währenden kulturellen Kontinuität und ihrer „Reinheit“.
    Illyrer, Veneter, Iraner, Urserben, Makedonen, Altbulgaren ... Autochthonistische und nichtslawische Herkunftsmythen unter den Südslawen | Brunnbauer | Zeitschrift für Balkanologie

    es geht beim ganzen namensstreit überhaupt nicht um fakten, richtige schlüsse oder logische herangehensweisen... hauptsache man schnappt das auf, was einem grad so passt
    Das hast du gut erkannt.
    Es geht um Corporate Identity, was auch immer "größeres" dahinterstecken mag.
    Tatsache ist, dass in Skopje mit der Nationalen Geschichtsschreibung total übertrieben würde, man versucht hier mit einem "ethnischem Recht" etwas durchzusetzen.
    Tendenz steigend bis ins lächerliche.
    Geschichtsrevisionismus wird nun zur Lebensaufgabe, oder bis man sich halt alles schöngeredet hat.

  3. #3143
    Avatar von hirndominanz

    Registriert seit
    16.12.2011
    Beiträge
    9.127
    Auszug - Quelle: Illyrer, Veneter, Iraner, Urserben, Makedonen, Altbulgaren ... Autochthonistische und nichtslawische Herkunftsmythen unter den Südslawen | Brunnbauer | Zeitschrift für Balkanologie


    Gefettetes von mir :


    6. Makedonien
    Ähnlich wie in Bosnien-Herzegowina sahen sich auch in der Republik Makedonien
    in den neunziger Jahren Historiker aufgrund äußeren Drucks veranlasst, die mythopoetischen
    Grundlagen ihrer Nation neu zu definieren
    . Sie agierten dabei innerhalb
    eines Dispositivs, das für die makedonische Geschichtsschreibung seit ihrem Beginn
    in den späten vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts ausschlaggebend ist: Sie ist ein
    nationales Projekt und konnte sich bisher nicht vom makedonischen Nationsbildungsprozess
    emanzipieren. Seit der Gründung des Instituts für Nationalgeschichte
    in Skopje im Jahr 1948 sehen es die meisten makedonischen Historiker als ihre Pflicht
    an, zur Untermauerung der nationalen Identität der Makedonier beizutragen. Die
    makedonische Geschichtsschreibung ist daher von äußeren politischen Ereignissen
    sehr abhängig, da sie sich an den wandelnden Interessen der Nation orientiert.
    Lange Zeit richtete sich die makedonische Geschichtsschreibung vornehmlich gegen
    bulgarische Ansichten über die Geschichte Makedoniens, da die Distinktionserfordernisse
    der jungen makedonischen Nation zu Bulgarien am größten waren. ZuULF
    BRUNNBAUER
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    dem negierte Bulgarien auch mit historiografischen Kampagnen die Existenz einer
    makedonischen Nation (vgl. Troebst 1983). In den fünfziger Jahren war das Grundgerüst
    der makedonischen Meistererzählung fertig: Ihr Beginn wurde in das frühe
    Mittelalter datiert, als sich makedonische Slawen am Balkan angesiedelt haben; das
    Reich Zar Samuils (969–1014) und die Bogumilen wurden ebenso Teil der makedonischen
    Nationalgeschichte wie die Brüder Konstantin (Kyrill) und Method.
    Im Zuge der Unabhängigkeit Makedoniens im Jahr 1991 veränderte sich allerdings
    das nationale Bedrohungsszenario, woraufhin die makedonischen Geschichtsschreiber
    ihr Zielfernrohr neu justierten: Während Bulgarien die Republik Makedonien
    sofort anerkannte, kam aus Griechenland anhaltender Widerstand. Griechenland
    sah im Namen der Republik Makedonien und in ihrem Staatssymbol (einem Sonnensymbol
    der antiken Makedonen) einen irredentistischen Anspruch des nördlichen
    Nachbarn und antwortete mit einer ökonomischen Blockade, der Verzögerung der
    internationalen Anerkennung Makedoniens (bis 1993) und einer nationalistischen
    Mobilisierung, die Hunderttausende Demonstranten in Griechenland auf die Straße
    brachte. Streitpunkt war das antike Erbe der Region Makedonien und damit verbunden
    ihr Namen.
    Als Reaktion auf den griechischen Druck wurde in Makedonien der Beginn der
    Nationalgeschichte zu den antiken Makedonen Philipps II und Alexanders des
    Großen zurückdatiert
    . Professionelle Historiker behaupteten in der Regel keine
    direkte ethnische Kontinuität, sondern betonten, dass die antiken Makedonen keine
    Griechen gewesen waren und zur Ethnogenese der Makedonier beitrugen, da sie sich
    mit den zuwandernden Slawen vermischten (z.B. Slaveva 1992)8. Auch eine antigriechische
    Streitschrift der Makedonischen Akademie der Wissenschaften aus dem
    Jahr 1993 streicht die Unterschiedlichkeit von Griechen und Makedonen heraus und
    betont: „Those [die antiken Makedonen], however, who had remained in their native
    homesteads gradually became assimilated by particular Slavonic tribes, in the process
    transmitting to the Slavs certain of their own customs, the Christian faith, culture and
    also the name of their fatherland, Macedonia“ (Council for Research Into
    South-eastern Europe 1993: 16). Derselbe Gedankengang findet sich im ersten
    Band der „Geschichte des makedonischen Volkes“, des aktuellen Vorzeigeprojekts
    der makedonischen Geschichtswissenschaft. Die Autoren behaupten, die antiken
    Makedonen hätten sich erfolgreich gegen Hellenisierung und Romanisierung zur
    Wehr gesetzt. Sie „verschwanden nicht als Volk“ und „bewahrten ihre ethnischen
    Merkmale, ihre Sprache, ihren Glauben und Bräuche“ und vermischten sich letztlich
    mit den „makedonischen Slawen“ (Panov 2000: 41f., 234 u. 297).
    8 Schon einer der Ahnherrn der makedonischen Geschichtswissenschaft, Vasil Ivanovski, hatte
    in seinem 1943–44 in bulgarischer Haft verfassten historischen Werk „Warum wir Makedonier
    eine eigenständige Nation sind“ die Geschichte des antiken makedonischen Staates als
    „Vorgeschichte der makedonischen Nation“ bezeichnet. Er nannte zwar die Idee einer Kontinuität
    mit den antiken Makedonen eine chauvinistische „Vergewaltigung der Geschichte
    und
    der historischen Fakten“, aber gleichzeitig betonte er die gemeinsame geografische Heimat,
    den gemeinsamen Namen und das gemeinsame illyrische Erbe, die eine Verbindung zwischen
    antiken Makedonen und heutigen Makedoniern schufen (Ivanovski 1995: 118–123).
    ILLYRER, VENETER, IRANER, URSERBEN, MAKEDONEN, ALTBULGAREN …
    ZfB, 42 (2006) 1 + 2
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    Die Geschichte des antiken Makedonien wurde zum fixen Bestandteil der makedonischen
    nationalen Meistererzählung. Der erwähnte erste Band der neuen Nationalgeschichte
    widmet der antiken Periode mehr als zweihundert Seiten (ibid.: 45–
    258), während es in der dreibändigen „Geschichte des makedonischen Volkes“ aus
    dem Jahr 1969 nur 20 Seiten waren. Um die antiken Makedonen aus der griechischen
    Geschichte herauszulösen, häufen makedonische Historiker und Historikerinnen
    Belege für ihre ethnische, linguistische, religiöse und kulturelle Verschiedenartigkeit
    von den Griechen an (vgl. Proeva 1997). Der Namen „Makedonien“ soll dadurch
    von jeglicher griechischer Konnotation befreit werden: „Die makedonische Geschichte
    kann man nicht anders behandeln als die historische Kontinuität von der
    Schaffung des Namens Makedonien bis heute“ (ibid.: 5). Neben der Kontinuität des
    Namens wird auch eine der Kultur etabliert: Die antiken Makedonen waren es, welche
    die Tradition der Staatlichkeit in der Region schufen, deren Erbe der heutige
    makedonische Staat ist. Der prominente Politiker, Jurist und Schriftsteller Vasil Tupurkovski
    schrieb in seinen populären fünf Bänden über die antiken Makedonen
    diesen Eigenschaften zu, die auch die gegenwärtige Republik Makedonien auszeichnen
    sollten. So habe Alexander an die Realisierbarkeit des universellen Friedens
    /sic/ und an die nationale, religiöse und rassische Toleranz geglaubt (Tupurkovski
    1993: 436f). Alexander machte den Staat gegenüber seinen Bürgern rechenschaftspflichtig
    und wandte sich gegen illegitime Usurpatoren. Es verwundert daher nicht,
    dass bei der festlichen Präsentation des ersten Bandes der „Geschichte des makedonischen
    Volkes“ im Juni 2001 einer der Redner die makedonische Regierung aufforderte,
    Denkmäler für Aleksandar Makedonski zu errichten.
    Von der makedonischen Bevölkerung wurde diese Geschichtsmythologie als direkte
    Verbindung zwischen den antiken Makedonen und der heutigen makedonischen
    Nation rezipiert. Aber auch von „wissenschaftlicher“ Seite kam Bestätigung
    der ethnischen Kontinuitätsthese, wodurch auch die Makedonier zu einem nichtslawischen
    Volk werden: Der Skopjoter Historiker Aleksandar Donski behauptet in
    seinem Buch „The Descendants of Alexander the Great of Macedon“, dass es sich bei
    den Makedonen Philipps und Alexanders und den heutigen Makedoniern um ein und
    dasselbe Volk handeln würde. Die Makedonier unterscheiden sich anthropologisch
    von den Slawen,
    die in antiken Quellen als blond und großwüchsig beschrieben werden.
    Neben historischen und human-anthropologischen „Beweisen“ verweist der
    Autor auf Volksbräuche und die kollektive Erinnerung, die keinerlei Hinweis auf die
    slawische Herkunft der Makedonier enthalten würden. Es gibt kein einziges makedonisches
    Volkslied, in dem das Wort „Slawe“ überhaupt verwendet wird
    , während
    viele Bräuche, Volksepen und die Sprache auf die Abstammung von den antiken
    Makedonen hindeuten (Donski 2004). In einem Artikel gelang diesem Autor auch
    der Nachweis, dass Kleopatra die „berühmteste Makedonierin aller Zeiten“ gewesen
    ist (Donski 2000b). Zwischen Makedoniern und Bulgaren gibt es hingegen tiefgehende
    „ethnogenetische Unterschiede“ (Donski 2000a). Mit solchen Thesen erfreut
    sich Donski insbesondere in der makedonischen Diaspora größter Beliebtheit, wie
    ein Blick auf einschlägige Webseiten zeigt (z.B. <www.unitedmacedonians.org>,
    <www.historyofmacedonia.org>).
    Im Internet war 2001 auch von genetischen Untersuchungen zu lesen, nach denen
    die Griechen eine große Ähnlichkeit mit Populationen in Schwarzafrika aufwiesen,
    ULF BRUNNBAUER
    ZfB, 42 (2006) 1 + 2
    54
    während die Gene der Makedonier auf ein älteres mediterranes Substrat hindeuten
    (<http://www.makedonika.org/processpaid.aspcontentid=ti.2001.pdf>). Im Jahr darauf
    berichtete die Nachrichtenagentur „MakNews“ von einem britischen Humananthropologen
    und Genetikern vom Institut für Immunbiologie und Humangenetik
    an der Medizinischen Fakultät in Skopje, welche die Ähnlichkeit der Chromosomen,
    die angeblich in Philipps Wirbelknochen gefunden worden waren, und denen der
    heutigen Makedonier nachweisen wollten (<http://www.maknews.com/html/articles/
    genetic_studies/ancient_genes.html>).

  4. #3144
    Avatar von Paokara90

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    Ich hab mir gerade die letzten 3 Seiten durchgelesen.....Brechreiz....Liebe Bulgaren sucht euch endlich ne Frau und spielt an ihr rum......Was zuviel Langweile alles anrichten kann

  5. #3145
    Avatar von hirndominanz

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    Und noch etwas....selbe Quelle wie vor......


    8. Resümee
    Eine wissenschaftliche Widerlegung der hier präsentierten Mythen verbietet sich von
    selbst, denn keiner dieser Autoren hält sich an wissenschaftliche Mindeststandards.

    Die Lieblingsmethode des Abstammungsmythos-Genres ist die linguistische, obwohl
    seine Autoren in der Regel davon nichts verstehen und – die Gesetze der Laut- und
    Sprachentwicklung völlig ignorierend – aufgrund selbst der oberflächlichsten phonetischen
    Parallelen auf eine ethnische Verwandtschaft schließen.
    Der Umgang mit
    historischen Quellen steht dem an Schludrigkeit nichts nach. Durch die Bank glauben
    die Vertreter der hier diskutierten Thesen an die Unveränderlichkeit von Kulturen
    11 Die Publikation wurde von der Norwegischen Botschaft in Sofia unterstützt, was wieder
    einmal zeigt, dass internationale Finanzierung von NGO-Aktivitäten auch in zweifelhafte
    Fährwasser gelangen kann.

    12 Es ist bezeichnend, dass Milev einen deutschsprachigen Aufsatz über die Goten in Bulgarien
    im geschichtsrevisionistischen Magazin „Deutsche Geschichte“ veröffentlichte (Milev
    2003c).
    über lange Zeiträume hinweg sowie an die Permanenz von nationalen Identitäten.
    Die Bezugnahme auf humananthropologische und genetische Argumente steht ebenfalls
    für die Vorstellung der ewig währenden kulturellen Kontinuität und ihrer
    „Reinheit“.
    Trotz ihrer unwissenschaftlichen Vorgangsweise kritisieren viele dieser Autoren
    die etablierten Wissenschaften, da diese aus ideologisch-politischem Opportunismus
    die These von der Zuwanderung der Slawen auf den Balkan im 6./7. Jahrhundert
    verbreiten würden. Wahlweise werfen sie den etablierten Historikern ihres Landes
    vor, sich als Werkzeuge der kommunistischen, jugoslawischen, sowjetischen oder
    deutschen Propaganda missbrauchen zu lassen und Verrat an der eigenen Nation zu
    begehen, da sie dieser seit Jahrzehnten die Wahrheit über ihren echten Ursprung
    verheimlichten. Daher sei zum Beispiel „das kroatische Volk eines der wenigen in
    Europa, das seine echte Herkunft aufgrund ideologischer Vorurteile und politischer
    Beschränkungen beinahe nicht kennt“ (Znanstveno društvo za proučavanje
    podrijetla Hrvata 1994: 7). Cvetkov wiederum behauptet dasselbe für die Bulgaren,
    die „eines der wenigen Völker dieser Welt sind, das sich von den eigenen Wurzeln
    lossagt und sich eine fremde Herkunft und Zugehörigkeit zuschreibt“ (Cvetkov
    2002: 13). Ähnliche Aussagen finden sich bei vielen der anderen Autoren, die von der
    autochthonen oder nichtslawischen Herkunft ihres Volkes überzeugt sind.
    Aber trotz ihrer offensichtlichen Unhaltbarkeit können diese Mythen nicht einfach
    als zwar unterhaltsam, aber nicht weiter belangvoll eingestuft werden: Erstens
    weiten sie den Bereich der nationalen Mythologie aus und stecken neue Grenzen des
    nationalistischen Diskurses ab. Sie formulieren Ansichten, die durchaus zum Zentrum
    der mythopoetischen Grundlagen der Nation werden können (in Makedonien
    scheint dies bereits der Fall zu sein)
    . Auch diese Mythen können somit Handeln
    informieren, da sie die Welt erklären und durch ihre Version der Vergangenheit der
    Nation bestimmte Handlungsoptionen legitimieren. Aufgrund ihres extrem nationalistischen
    Charakters können sie nur als Grundlage einer antagonistischen Politik
    dienen und erschweren rationale Entscheidungsfindungsprozesse (vgl. Schöpflin
    1997: 27).
    Zweitens sagen Mythen wie diese viel über den Zustand der betreffenden Gesellschaften
    aus (vgl. Boia 2001: 30). Schließlich erfreuten sich einiger dieser Mythen
    großer Popularität seitens der Bevölkerung, da politische Unsicherheit, ideologische
    und moralische Orientierungslosigkeit und sozioökonomische Degradierung viele
    Menschen für obskure Theorien anfällig machten, die Ordnung und Logik in das
    Chaos der historischen und gegenwärtigen Erfahrung brachten und gleichzeitig einen
    Ausweg aus der gegenwärtigen Misere anboten. Ursprungsmythen befriedigten sowohl
    das Bedürfnis, mehr über die Vergangenheit der eigenen Nation zu erfahren, als
    auch die Schuldigen für ihren Niedergang benennen zu können, während der
    einstige
    Glanz der Nation
    – repräsentiert durch ihre glorreiche und weit zurück liegende
    Abstammung – die Hoffnung auf Regeneration keimen ließ. Eine derartige story,
    gekoppelt mit historischem Revisionismus, nationalem Chauvinismus, Esoterik,
    Sensationsgier und Irrsinn konnte Publikumserfolge landen, was die Relevanz der
    Beschäftigung mit diesen Ideen deutlich macht
    . Aus diesem Grund fühlten sich auch
    einige akademische Historiker in der Region genötigt, die Unhaltbarkeit dieser Mythen
    öffentlich darzulegen. Andere Historiker wiederum entschlossen sich dazu, an
    ULF BRUNNBAUER
    ZfB, 42 (2006) 1 + 2
    60
    der Mythenproduktion mitzuwirken, um einerseits ihr eigenes Prestige in den Augen
    der Nation zu stärken und andererseits den neuen Ursprungsmythen wissenschaftliche
    Autorität zu verleihen, damit sie fest in der nationalen Meistererzählung verankert
    werden.
    Der Ausgang dieses Vorhabens ist ungewiss, aber wir sollten uns nicht wundern,
    wenn in einigen Jahrzehnten der Südslawistik ihr Forschungsgegenstand abhanden
    gekommen sein wird.

  6. #3146
    Avatar von hirndominanz

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    Eigentlich muß man nur die Quelle oder meine kopierten Zeilen lesen, dann muß die Birne angehen.

    Besser als der Autor kann man das alles gar nicht zusammenstellen.


    Eine wissenschaftliche Backpfeife für alle Vollidioten und Tagträumer.

  7. #3147
    Avatar von hippokrates

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    Zitat Zitat von hirndominanz Beitrag anzeigen
    Eigentlich muß man nur die Quelle oder meine kopierten Zeilen lesen, dann muß die Birne angehen.

    Besser als der Autor kann man das alles gar nicht zusammenstellen.


    Eine wissenschaftliche Backpfeife für alle Vollidioten und Tagträumer.
    Die fyromischen Slavenkinder hier in BF sind mit dieser Lüge aufgewachsen. Für sie gibt es nichts anderes. Man kann sie nicht so einfach überzeugen, dass sie tatsächlich Slaven sind und keine Kontinuität zu irgendwelchen antiken Völkern haben.

    Der fyromische Staat tut alles Erdenkliche um diese Lüge aufrecht zu erhalten.




    Hippokrates

  8. #3148
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von hirndominanz Beitrag anzeigen
    Eigentlich muß man nur die Quelle oder meine kopierten Zeilen lesen, dann muß die Birne angehen.

    Besser als der Autor kann man das alles gar nicht zusammenstellen.


    Eine wissenschaftliche Backpfeife für alle Vollidioten und Tagträumer.

    Natürlich musste Makedonien seine Geschichtsschreibung neu definieren, schließlich wurde 50 Jahre lang Titos Ideologie verbreitet, (Vardar) Mazedonier seien zugewanderte Slawen im 6 Jhdt.

    Aber wir wissen A) das die Wanderung ein nicht bewiesener Mythos ist und B) sagt Titos Ideologie und Geschichtsschreibung nach seiner Linie nichts über die makedonische Ideologie aus.

    Du sagst es wunderbar, dann muß die Birne angehen - nur bei Tagträumern und Vollidioten ist das so eine Sache

  9. #3149
    Avatar von hippokrates

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    Hippokrates

  10. #3150
    Avatar von hirndominanz

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Natürlich musste Makedonien seine Geschichtsschreibung neu definieren, schließlich wurde 50 Jahre lang Titos Ideologie verbreitet, (Vardar) Mazedonier seien zugewanderte Slawen im 6 Jhdt.

    Aber wir wissen A) das die Wanderung ein nicht bewiesener Mythos ist und B) sagt Titos Ideologie und Geschichtsschreibung nach seiner Linie nichts über die makedonische Ideologie aus.

    Du sagst es wunderbar, dann muß die Birne angehen - nur bei Tagträumern und Vollidioten ist das so eine Sache
    Zoranovic

    glaubst Du nicht mit mir zusammen, das, wer am ehesten sich der Logik unterwirft, er selbst als Erster Vorteile hat??
    Du kannst lesen und verstehen.
    Aber nur das was Du auch willst und zuläßt!!!
    Hilf Dir und allen mit arbeitendem Gehirn und akklimatisiert Euch einfach mit Eurer wahren Herkunft!

    Selbst wenn heute noch nicht der letzte Zug abgefahren ist, doch in wenigen Jahren wirst auch Du Dich nicht mehr widerstreben können.

    Diese Scharmützel hier in den Foren sind doch nichts.
    Draussen tobt die Realität.
    Ihr in Fyrom habt viel Geld für griechische Geschichte ausgegeben und Statuen usw. gebaut.

    Ich glaube einfach nicht, dass man noch im 21. Jahrhundert ein ganzes Volk massenpsychotisieren kann, wie es bereits mal ein gewisser Führer geschafft hat.

    Laßt Euch nicht weiter verdummen und ablenken.
    Lies meine letzten Posts oben weiter.
    Die Autoren, die ich kopiert habe, haben alles sehr nachvollziehbar und ausführlich dargestellt.

    Das ganze Kapserletheater muß aufhören.

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