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Endlosschleife: Mazedonier vs. Griechen

Erstellt von Mudi, 09.12.2011, 08:01 Uhr · 13.498 Antworten · 460.668 Aufrufe

  1. #981
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von Big MD Beitrag anzeigen
    hör dir deine sprache an, reicht zu sagen dass sie viel rumänisch drinn hat


    Frage an die Makedonier

  2. #982
    Avatar von Dikefalos

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    Zitat Zitat von Big MD Beitrag anzeigen
    hör dir deine sprache an, reicht zu sagen dass sie viel rumänisch drinn hat
    Schreib kein blech.Wenn du einen rumänen fragst...wird er dir sagen das ihre sprache eher italienisch klingt.

  3. #983
    Avatar von Dikefalos

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Schon wieder eine bestätigung für den monkeydonian acc
    Danke...das du es bekannt gibst.

  4. #984
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von Greekleon Beitrag anzeigen
    Schon wieder eine bestätigung für den monkeydonian acc
    Danke...das du es bekannt gibst.
    Erklär mir das mal?!

    Für das verlinken eines Beitrages von Phantom ist für dich klar das ich Monkey bin?
    Bist du sicher? Nicht das ich doch Alexandrovi bin, oder Guster, von dem hab ich heute auch schon zitiert. Oder vielleicht bin ich sogar der Fake aller gr. Accounts und vertreibe mir so gesehen mit Selbstgesprächen die Zeit, wie just im Moment.


  5. #985
    Avatar von Zoran

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    Gib mal in die Suchfunktion Fyrom und fyromer ein.

    Am Anfang habe ich mich kaputt gesucht mit Schlagwörter, bis mir einfiel einfach eure Dummheit in das Suchfeld einzugeben.


    Echt Hammer was man da so alles findet.
    Von euch übrigens immer den selben Scheiß.

  6. #986
    Avatar von De_La_GreCo

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Weich nicht aus.

    Um das geht es


    Holy shadows of the dead, I’m not to blame for your cruel and bitter fate, but the accursed rivalry which brought sister nations and brother people, to fight one another. I do not feel happy for this victory of mine. On the contrary, I would be glad, brothers, if I had all of you standing here next to me, since we are united by the same language, the same blood and the same visions



    Ich möchte die akademische Qulle sehen aus dem dieser Wortlaut entnommen wurde.
    Bei Wikipedia wird als Quelle Rufus angegeben, nicht aber die Literatur aus dem das Zitat stammt.
    Addressing the dead Hellenes (the Athenean and Thebean Greeks) of the Battle of Chaeronea, as quoted in Historiae Alexandri Magni by Quintus Curtius Rufus.


    bitte sehr



    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Und BigMD hat es vortrefflich gesagt, das mit der Sprache ist ein bekannter Streitpunkt, ich habe ebenfalls sehr viele Quellen gepostet die das genaue Gegenteil von deinen zeigen oder diese Tatsache ansprechen, dass es noch nicht geklärt ist welche Sprache die Makedonen als ihre Muttersprache gesprochen haben.
    The Ancient Macedonian language was the tongue of the Ancient Macedonians. It was spoken in Macedon during the 1st millennium BC. Marginalized from the 5th century BC, it was gradually replaced by the common Greek dialect of the Hellenistic Era. It was probably spoken predominantly in the inland regions away from the coast. It is as yet undetermined whether the language was a dialect of Greek, a sibling language to Greek, or an independent Indo-European language close to the Greek, Thracian and Phrygian languages.
    Knowledge of the language is very limited because there are no surviving texts that are indisputably written in the language, though a body of authentic Macedonian words has been assembled from ancient sources, mainly from coin inscriptions, and from the 5th century lexicon of Hesychius of Alexandria, amounting to about 150 words and 200 proper names. Most of these are confidently identifiable as Greek, but some of them are not easily reconciled with standard Greek phonology. The 6,000 surving Macedonian inscriptions are in the Greek Attic dialect.
    The Pella curse tablet, a text written in a distinct Doric Greek idiom, found in Pella in 1986, dated to between mid to early 4th centuries BC, has been forwarded as an argument that the ancient Macedonian language was a dialect of North-Western Greek, part of the Doric dialects (O. Masson, 1996). Before the discovery it was proposed that the Macedonian dialect was an early form of Greek, spoken alongside Doric proper at that time (Rhomiopoulou, 1980).

    Ancient Macedonian language - Indo-European Languages



    Ancient Greek Dialect
    A Wisdom Archive on Ancient Macedonian Language - Ancient Greek Dialect

    Ancient Macedonian Language - Ancient Greek Dialect
    A selection of articles related to Ancient Macedonian Language - Ancient Greek Dialect:

    Due to the fragmentary attestation widely diverging interpretations are possible. The suggested historical interpretations of Macedonian include (Mallory and Adams (1997), p. 361): a Greek dialect mixed with Illyrian languages or the Thracian language, suggested by Kretschmer (1896) and E

    Only little about the language can be said from the few words that survive. A notable sound-law is that PIE voiced aspirates appear as voiced stops, written β, γ, δ, in contrast to all known Greek dialects, which have unvoiced them, φ, χ, θ. Macedonian danos (δάνος) ("death", from PIE *dhenh2- "to leave"), compared to Greek thanatos (θάνατος)


    Ancient Macedonian Language - Ancient Greek Dialect



    und nochmal auf deutsch



    § 3. Grenzen einer Palaeolinguistik des Balkanraums (veranschaulicht anhand des Makedonischen)
    Eine „Palaeolinguistikı des Balkanraums beschäftigt sich somit mit der linguistischen Situation, wie sie in einer vorromanischen, vorslavischen (und auch
    vorhellenistischen) Phase des Balkanraums existiert hat. Eine solche Studie stösst,
    wie bereits angedeutet, auf eine ganz erhebliche Schwierigkeit: Die Bezeugungslage
    der meisten alten und zentralen Balkansprachen ist prekär. Vom Thrakischen sind
    nur einige wenige, zumeist unverständliche Inschriften vorhanden. Das in den
    fünfziger Jahren vieldiskutierte Illyrische ist einzig indirekt aus Glossen und Namen bekannt. Von anderen Idiomen wie dem Dardanischen, Paeonischen usw.
    besitzen wir gerade die Nachricht von ihrer Existenz. Das Makedonische wird
    gleich zur Sprache kommen.
    Die Erfolglosigkeit der bisherigen Bemühungen, die palaeolinguistische Situation des Balkanraums mit herkömmlichen Mitteln zu erhellen, erklärt sich aus
    dieser Bezeugungslage: Versuche, Theorien auf illyrischen oder thrakischen
    Sprachresten zu begründen, waren und sind bis heute zum Scheitern verurteilt.
    Auf welch dünnem Eis sich die Arbeit mit Rest- oder Trümmersprachen bewegt,
    zeigt ein Beispiel aus jüngster Zeit:
    Das Makedonische galt bis anhin verschiedenenorts als eine dem Griechischen nahestehende, jedoch in gewissen Zügen davon abweichende und daher völlig selbständige Sprache. Besonders auffällig schien das Schicksal der ererbten
    stimmhaft-behauchten Verschlusslaute */b[/, */d[/, */g[/: Diese entwickelten sich
    nach Ausweis von Glossen wie ébroËtew: ÙfrËw. MakedÒnew Hesych (<
    */Hb[ruH-/) oder Personennamen wie Beren¤kaŒ (< */b[ere‰/) im Makedonischen
    zu stimmhaften Mediae, während im Griechischen stimmlose Aspiraten, also Lautungen wie ÙfrËw oder Feren¤kh, entsprachen12
    . Diese sicher geglaubte Erkenntnis

    1979, 100; Miklas 1982, 142). – Das Nebeneinander von divergenter und konvergenter Entwicklung beschreibt Steinke 1983, 229ff.
    12
    S. zur mutmasslichen Entwicklung der alten Mediae aspiratae im Makedonischen etwa Kalléris 1976, II, 373ff. oder Banfi 1984, 125.7
    wird jetzt jedoch durch den ersten Fund einer Inschrift auf makedonischem Gebiet
    aus dem vierten vorchristlichen Jahrhundert stark relativiert
    13
    . Sie ist in SEG
    43(1993), Nr. 434 abgedruckt. Konkret verflucht auf dieser Bleitafel aus Pella die
    unbekannte Verfasserin ihren Geliebten und die Rivalin. Der Text dieser Defixio
    lautet folgendermassen:
    1. [Yeti]maw kai Dionusofvntow to telow kai ton gamon katagrafv kai tan allan pasan gu-
    2. [naik]vn kai xhran kai paryenvn, malista de Yetimaw, kai parkattiyyemai
    Makrvni kai
    3. [toiw] daimosi : kai opoka egv tauta dielejaimi kai anagnoihn pale≈ in anorojasa
    4. [toka] gamai Dionusofvnta, proteron de mh : mh gar laboi allan gunaika
    allØ h eme,
    5. [eme d]e sunkataghrasai Dionusofvnti kai mhdemian allan : iketiw umv<n>
    gino-
    6. [mai : …]an oiktirete daimonew fil[o]i, DAGINAGARIME filvn pantvn kai
    erhma : alla
    7. [taut]a fulassete emin opvw mh ginhtai tau≈ ta kai kaka kakvw Yetima apolhtai :
    8. […] al[– – –]unm.. esplhn emow, eme de e≈ udaimona kai makarian genestai :
    Die sprachlichen Züge dieser Inschrift behandelt ausführlich Dubois 1995.
    Das Makedonische präsentiert sich darauf als dorischer Dialekt: Dorismen sind
    etwa ıpÒka + Optativ (statt ıpÒtan/ˆtan + Konjunktiv), t°low im Sinne von
    „Hochzeitı u.a.m. Dennoch sind gewisse Makedonismen nicht zu verkennen: so
    das Schwanken zwischen /i/ und /e/ in dielejaimi zu diel¤ssv „aufrollenı sowie
    pale≈ in statt pãlin (vgl. ähnlich aus Pella Ipfekratouw statt ÉIfikrãthw SEG 38,
    649), ferner zwischen /u/ und /o/ in anorojasa zu énoru´ ssv (vgl. evtl. die Glosse
    êbrotew: Ùfru´ ew Cyrill). Ist die Buchstabenfolge DAGINAGARIME in Zeile 6 mit
    Dubois 1995, 195f. in dap≈ ina gar ime zu verbessern und als normalgriechisch tapeinØ gãr efimi wiederzugeben, ist ferner der Wechsel zwischen makedonischer
    Media (dap≈ ina) versus normalgriechischer Tenuis (tapeinÆ) zu bemerken, wie er
    anderweitig aus Namen wie Digaia für Dika¤a bekannt ist
    14
    .
    Insgesamt unterstützt die neugefundene Inschrift aus Pella die Angaben antiker Autoren, wonach das Makedonische ein dem nordwestgriechischen Dorisch
    (etwa dem Epirotischen, Aetolischen usw.) nahestehendes Idiom sei
    15
    . Um zum

    13
    S. bereits Brixhe-Panayotou 1994a, 209.
    14
    Eine Diskussion dieser „Makedonismenı liefert Brixhe 1997, 45ff.
    15
    S. zur antiken Bezeugung Kalléris 1976, II, 495f. sowie neuerdings Hammond
    1994.8
    Ausgangspunkt unserer Darlegungen zurückzukehren: Alle Theorien, die bisher
    mit einer selbständigen Balkansprache „Makedonischı operierten, sind deutlich zu
    revidieren. Da das Griechische und Makedonische auf eine gemeinsame Vorstufe
    zurückgehen, muss auch die Frage nach der makedonischen Repräsentation der
    alten Mediae aspiratae */b[/, */d[/, */g[/ differenziert beurteilt werden. Zweierlei
    ist denkbar:
    (1) Erstens: Die Angaben der Glossen, wonach */b[/, */d[/, */g[/ im Makedonischen zu /b/, /d/, /g/ werden, sind falsch. Das Makedonische zeigt vielmehr
    die „griechischeı Entwicklung zu /p[/, /t[/, /k[/ (vgl. parkattiyyemai, filvn
    u.a.m. auf der Inschrift aus Pella).
    (2) Zweitens: Die Angaben der Glossen sind für ein Teilgebiet des Makedonischen korrekt, wo */b[/, */d[/, */g[/ > /b/, /d/, /g/ gilt (nicht allerdings für
    die Sprache von Pella mit parkattiyyemai, filvn u.a.m.). Die Auseinanderentwicklung zwischen Teilen des Makedonischen und dem Griechischen
    muss somit erst auf makedonisch-nordgriechischem Boden erfolgt sein.


    http://www.uibk.ac.at/sprachen-liter...ing_balkan.pdf




    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Das die Makedonen am Hof als administrative Sprache das damalige griechisch gesprochen haben liegt außer Frage und ist Fakt. Auch das die mak. Adeligen diese Sprache immer mehr adoptiert haben und verwendet haben.
    Genauso ist aber Fakt das nicht nur Makedonen diese Sprache gesprochen haben, auch Thraker und Illyrer verwendeten diese Sprache, Päonier prägten sogar Münzen mit griechischen Buchstaben und Sprache. Und diese alle gelten nicht als Griechen.

    weiter oben habe ich alles gepostet

    dank dem fund der bleitafel aus pella aus dem 4-5 vorchristlichen jahrhundert ist es so gut wie bestätigt das das makedonische eing riechischer dialekt war


    wieso sollte eine bäuerin auf griechisch schreiben wenns nur die sprache des hofes war????

  7. #987
    Avatar von De_La_GreCo

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    Zitat Zitat von Big MD Beitrag anzeigen
    hör dir deine sprache an, reicht zu sagen dass sie viel rumänisch drinn hat
    es ist überall zu lesen das neu griechisch aus dem alt griechischen entstammt also weiß ich gar nicht was du von mir willst

  8. #988
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von De_La_GreCo Beitrag anzeigen
    wieso sollte eine bäuerin auf griechisch schreiben wenns nur die sprache des hofes war????
    Da ich weg muss, bekommst du später Antwort auf alles andere.


    Konnte den (d)eine Bäuerin 4-5 v.Chr. schon schreiben?

  9. #989
    Avatar von Dikefalos

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    Zitat Zitat von De_La_GreCo Beitrag anzeigen
    Addressing the dead Hellenes (the Athenean and Thebean Greeks) of the Battle of Chaeronea, as quoted in Historiae Alexandri Magni by Quintus Curtius Rufus.


    bitte sehr





    The Ancient Macedonian language was the tongue of the Ancient Macedonians. It was spoken in Macedon during the 1st millennium BC. Marginalized from the 5th century BC, it was gradually replaced by the common Greek dialect of the Hellenistic Era. It was probably spoken predominantly in the inland regions away from the coast. It is as yet undetermined whether the language was a dialect of Greek, a sibling language to Greek, or an independent Indo-European language close to the Greek, Thracian and Phrygian languages.
    Knowledge of the language is very limited because there are no surviving texts that are indisputably written in the language, though a body of authentic Macedonian words has been assembled from ancient sources, mainly from coin inscriptions, and from the 5th century lexicon of Hesychius of Alexandria, amounting to about 150 words and 200 proper names. Most of these are confidently identifiable as Greek, but some of them are not easily reconciled with standard Greek phonology. The 6,000 surving Macedonian inscriptions are in the Greek Attic dialect.
    The Pella curse tablet, a text written in a distinct Doric Greek idiom, found in Pella in 1986, dated to between mid to early 4th centuries BC, has been forwarded as an argument that the ancient Macedonian language was a dialect of North-Western Greek, part of the Doric dialects (O. Masson, 1996). Before the discovery it was proposed that the Macedonian dialect was an early form of Greek, spoken alongside Doric proper at that time (Rhomiopoulou, 1980).

    Ancient Macedonian language - Indo-European Languages



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    Ancient Macedonian Language - Ancient Greek Dialect
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    Due to the fragmentary attestation widely diverging interpretations are possible. The suggested historical interpretations of Macedonian include (Mallory and Adams (1997), p. 361): a Greek dialect mixed with Illyrian languages or the Thracian language, suggested by Kretschmer (1896) and E

    Only little about the language can be said from the few words that survive. A notable sound-law is that PIE voiced aspirates appear as voiced stops, written β, γ, δ, in contrast to all known Greek dialects, which have unvoiced them, φ, χ, θ. Macedonian danos (δάνος) ("death", from PIE *dhenh2- "to leave"), compared to Greek thanatos (θάνατος)


    Ancient Macedonian Language - Ancient Greek Dialect



    und nochmal auf deutsch



    § 3. Grenzen einer Palaeolinguistik des Balkanraums (veranschaulicht anhand des Makedonischen)
    Eine „Palaeolinguistikı des Balkanraums beschäftigt sich somit mit der linguistischen Situation, wie sie in einer vorromanischen, vorslavischen (und auch
    vorhellenistischen) Phase des Balkanraums existiert hat. Eine solche Studie stösst,
    wie bereits angedeutet, auf eine ganz erhebliche Schwierigkeit: Die Bezeugungslage
    der meisten alten und zentralen Balkansprachen ist prekär. Vom Thrakischen sind
    nur einige wenige, zumeist unverständliche Inschriften vorhanden. Das in den
    fünfziger Jahren vieldiskutierte Illyrische ist einzig indirekt aus Glossen und Namen bekannt. Von anderen Idiomen wie dem Dardanischen, Paeonischen usw.
    besitzen wir gerade die Nachricht von ihrer Existenz. Das Makedonische wird
    gleich zur Sprache kommen.
    Die Erfolglosigkeit der bisherigen Bemühungen, die palaeolinguistische Situation des Balkanraums mit herkömmlichen Mitteln zu erhellen, erklärt sich aus
    dieser Bezeugungslage: Versuche, Theorien auf illyrischen oder thrakischen
    Sprachresten zu begründen, waren und sind bis heute zum Scheitern verurteilt.
    Auf welch dünnem Eis sich die Arbeit mit Rest- oder Trümmersprachen bewegt,
    zeigt ein Beispiel aus jüngster Zeit:
    Das Makedonische galt bis anhin verschiedenenorts als eine dem Griechischen nahestehende, jedoch in gewissen Zügen davon abweichende und daher völlig selbständige Sprache. Besonders auffällig schien das Schicksal der ererbten
    stimmhaft-behauchten Verschlusslaute */b[/, */d[/, */g[/: Diese entwickelten sich
    nach Ausweis von Glossen wie ébroËtew: ÙfrËw. MakedÒnew Hesych (<
    */Hb[ruH-/) oder Personennamen wie Beren¤kaŒ (< */b[ere‰/) im Makedonischen
    zu stimmhaften Mediae, während im Griechischen stimmlose Aspiraten, also Lautungen wie ÙfrËw oder Feren¤kh, entsprachen12
    . Diese sicher geglaubte Erkenntnis

    1979, 100; Miklas 1982, 142). – Das Nebeneinander von divergenter und konvergenter Entwicklung beschreibt Steinke 1983, 229ff.
    12
    S. zur mutmasslichen Entwicklung der alten Mediae aspiratae im Makedonischen etwa Kalléris 1976, II, 373ff. oder Banfi 1984, 125.7
    wird jetzt jedoch durch den ersten Fund einer Inschrift auf makedonischem Gebiet
    aus dem vierten vorchristlichen Jahrhundert stark relativiert
    13
    . Sie ist in SEG
    43(1993), Nr. 434 abgedruckt. Konkret verflucht auf dieser Bleitafel aus Pella die
    unbekannte Verfasserin ihren Geliebten und die Rivalin. Der Text dieser Defixio
    lautet folgendermassen:
    1. [Yeti]maw kai Dionusofvntow to telow kai ton gamon katagrafv kai tan allan pasan gu-
    2. [naik]vn kai xhran kai paryenvn, malista de Yetimaw, kai parkattiyyemai
    Makrvni kai
    3. [toiw] daimosi : kai opoka egv tauta dielejaimi kai anagnoihn pale≈ in anorojasa
    4. [toka] gamai Dionusofvnta, proteron de mh : mh gar laboi allan gunaika
    allØ h eme,
    5. [eme d]e sunkataghrasai Dionusofvnti kai mhdemian allan : iketiw umv<n>
    gino-
    6. [mai : …]an oiktirete daimonew fil[o]i, DAGINAGARIME filvn pantvn kai
    erhma : alla
    7. [taut]a fulassete emin opvw mh ginhtai tau≈ ta kai kaka kakvw Yetima apolhtai :
    8. […] al[– – –]unm.. esplhn emow, eme de e≈ udaimona kai makarian genestai :
    Die sprachlichen Züge dieser Inschrift behandelt ausführlich Dubois 1995.
    Das Makedonische präsentiert sich darauf als dorischer Dialekt: Dorismen sind
    etwa ıpÒka + Optativ (statt ıpÒtan/ˆtan + Konjunktiv), t°low im Sinne von
    „Hochzeitı u.a.m. Dennoch sind gewisse Makedonismen nicht zu verkennen: so
    das Schwanken zwischen /i/ und /e/ in dielejaimi zu diel¤ssv „aufrollenı sowie
    pale≈ in statt pãlin (vgl. ähnlich aus Pella Ipfekratouw statt ÉIfikrãthw SEG 38,
    649), ferner zwischen /u/ und /o/ in anorojasa zu énoru´ ssv (vgl. evtl. die Glosse
    êbrotew: Ùfru´ ew Cyrill). Ist die Buchstabenfolge DAGINAGARIME in Zeile 6 mit
    Dubois 1995, 195f. in dap≈ ina gar ime zu verbessern und als normalgriechisch tapeinØ gãr efimi wiederzugeben, ist ferner der Wechsel zwischen makedonischer
    Media (dap≈ ina) versus normalgriechischer Tenuis (tapeinÆ) zu bemerken, wie er
    anderweitig aus Namen wie Digaia für Dika¤a bekannt ist
    14
    .
    Insgesamt unterstützt die neugefundene Inschrift aus Pella die Angaben antiker Autoren, wonach das Makedonische ein dem nordwestgriechischen Dorisch
    (etwa dem Epirotischen, Aetolischen usw.) nahestehendes Idiom sei
    15
    . Um zum

    13
    S. bereits Brixhe-Panayotou 1994a, 209.
    14
    Eine Diskussion dieser „Makedonismenı liefert Brixhe 1997, 45ff.
    15
    S. zur antiken Bezeugung Kalléris 1976, II, 495f. sowie neuerdings Hammond
    1994.8
    Ausgangspunkt unserer Darlegungen zurückzukehren: Alle Theorien, die bisher
    mit einer selbständigen Balkansprache „Makedonischı operierten, sind deutlich zu
    revidieren. Da das Griechische und Makedonische auf eine gemeinsame Vorstufe
    zurückgehen, muss auch die Frage nach der makedonischen Repräsentation der
    alten Mediae aspiratae */b[/, */d[/, */g[/ differenziert beurteilt werden. Zweierlei
    ist denkbar:
    (1) Erstens: Die Angaben der Glossen, wonach */b[/, */d[/, */g[/ im Makedonischen zu /b/, /d/, /g/ werden, sind falsch. Das Makedonische zeigt vielmehr
    die „griechischeı Entwicklung zu /p[/, /t[/, /k[/ (vgl. parkattiyyemai, filvn
    u.a.m. auf der Inschrift aus Pella).
    (2) Zweitens: Die Angaben der Glossen sind für ein Teilgebiet des Makedonischen korrekt, wo */b[/, */d[/, */g[/ > /b/, /d/, /g/ gilt (nicht allerdings für
    die Sprache von Pella mit parkattiyyemai, filvn u.a.m.). Die Auseinanderentwicklung zwischen Teilen des Makedonischen und dem Griechischen
    muss somit erst auf makedonisch-nordgriechischem Boden erfolgt sein.


    http://www.uibk.ac.at/sprachen-liter...ing_balkan.pdf







    weiter oben habe ich alles gepostet

    dank dem fund der bleitafel aus pella aus dem 4-5 vorchristlichen jahrhundert ist es so gut wie bestätigt das das makedonische eing riechischer dialekt war


    wieso sollte eine bäuerin auf griechisch schreiben wenns nur die sprache des hofes war????

    Lol....du setzt sehr hohe maßstabe de la greko.
    Seit es bekannt ist das zoran makedonien ist... verlink er uns quellen aus seiner alten zeit:P
    Der typ glaubt doch immer noch das er anonym ist:P

  10. #990
    Avatar von De_La_GreCo

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Da ich weg muss, bekommst du später Antwort auf alles andere.


    Konnte den (d)eine Bäuerin 4-5 v.Chr. schon schreiben?


    lol warum net??auserdem ist da von einer frau die rede obs eine bäuerin war weiß ich nicht war wohl zu voreillig

    was sie war steht alles im text

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