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Endlosschleife Part 2: Mazedonier vs. Griechen

Erstellt von Lilith, 29.09.2014, 16:07 Uhr · 2.839 Antworten · 89.423 Aufrufe

  1. #1961
    Avatar von hirndominanz

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    Zitat Zitat von Aetents Beitrag anzeigen
    Man dreht und windet sich wieder...


    ÄÄÄÄHHHmmmm, es geht gar nichts anderes....man KANN nur so ............... wenn du in ein 90°-Loch oder Röhre fällst, gehts nur so weiter, auch wenn du rechts oder links blinkst oder Blaulicht anmachst. Es geht nur bergab Richtung Platsch und Vollplatsch

    Unsere werten Lieben bevorzugen den SUPERSPLASH !

  2. #1962
    Avatar von Lubenica

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    Also, dann wäre es hier auf jedenfall jetzt klar widerlegt, dass nicht Tito, dass Nationalbewusstsein der Makedonier in Ägäismakedonien und im Norden von Makedonien und im Westen und Osten von Makedonien "erschuf".

    Endlosschleife Part 2: Mazedonier vs. Griechen
    Endlosschleife Part 2: Mazedonier vs. Griechen
    Endlosschleife Part 2: Mazedonier vs. Griechen
    Endlosschleife Part 2: Mazedonier vs. Griechen

    Cento hat es mit seinem Post auf den Punkt gebracht und erklärt. Ich kann es euch auch nochmal erklären, es geht hier um das moderne Nationalbewusstsein. In dieser Zeit, in der Zeit des Aufkommens, eines Nationalbewußtseins, waren die Makedonier eben nicht die Einzigen. Was passierte oder wie war die Situation und das Bewußtsein der Meschen davor? Gab es ein andere Art von Nationalbewußtsein? War sie eher kultureller und religiöser Natur und war es eher auch eine Frage von geographischer Herkunft? Hat man früher so sehr Wert darauf gelegt, wer was ist, woher jemand kommt oder wer die oder jenes zu sein hat.
    Die meisten Menschen waren im Mittelalter ungebildet. Es gab keine modernen Nationen und es gab nicht so etwas wie ein Nationalbewußtsein, wie es heute vorzufinden ist.

    Das makedonische Nationalbewußtsein ist sehr stark mit dem Befreiungskampf gegen die Osmanen verknüpft und mit den verschiedenen Tragödien, die UNS und allen anderen auf dem Balkan, seit Besatzung der Osmanen, heimgesucht haben und durch die die Menschen durch mussten. Und da spielt Ilinden, der erste und zweite Balkankrieg, der Bürgerkrieg in Makedonien und Griechenland und der erste und zweite Weltkrieg eine erhebliche Rolle. So ist es eben auch bei den anderen Nationalbildungen/Findungen anderer Völker gewesen.

    Verwandtschaften zu anderen Völkern gibt es überall, bei uns und auch bei euch. Das ist doch kein Geheimnis.
    Aber stellt euch doch mal die Frage, wieso unsere Diaspora-Leute in den 20ern und 30ern alle Makedonische Identität hervorgebracht haben und keine Bulgarische? Ja, wir sind mit den West oder Süd-West-Bulgaren ein Stück verwandt, viel Bulgaren sehen sich eben auch als Makedonier oder makedonische Bulgaren. Und ihr seid ebenfalls ein Stück mit ihnen und auch mit uns verwandt. Auch wenn wir nicht ein und dieselbe Sprache sprechen oder nicht mehr sprechen.

    Es sollte dann doch mal , was die moderne Nationalbildung betrifft, etwas mehr differenziert werden und nich immer alles in einen Topf geschmissen werden. Ok? Denn die Antike, das ist eben auch wieder ne andere Geschichte und nicht weniger komplex als die Geschichte mit der modernen Nationalbildung der heutigen Völker des Balkans.

  3. #1963
    Avatar von Hellenic-Pride

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Also, dann wäre es hier auf jedenfall jetzt klar widerlegt, dass nicht Tito, dass Nationalbewusstsein der Makedonier in Ägäismakedonien und im Norden von Makedonien und im Westen und Osten von Makedonien "erschuf".

    Endlosschleife Part 2: Mazedonier vs. Griechen
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    Endlosschleife Part 2: Mazedonier vs. Griechen
    Endlosschleife Part 2: Mazedonier vs. Griechen

    Cento hat es mit seinem Post auf den Punkt gebracht und erklärt. Ich kann es euch auch nochmal erklären, es geht hier um das moderne Nationalbewusstsein. In dieser Zeit, in der Zeit des Aufkommens, eines Nationalbewußtseins, waren die Makedonier eben nicht die Einzigen. Was passierte oder wie war die Situation und das Bewußtsein der Meschen davor? Gab es ein andere Art von Nationalbewußtsein? War sie eher kultureller und religiöser Natur und war es eher auch eine Frage von geographischer Herkunft? Hat man früher so sehr Wert darauf gelegt, wer was ist, woher jemand kommt oder wer die oder jenes zu sein hat.
    Die meisten Menschen waren im Mittelalter ungebildet. Es gab keine modernen Nationen und es gab nicht so etwas wie ein Nationalbewußtsein, wie es heute vorzufinden ist.

    Das makedonische Nationalbewußtsein ist sehr stark mit dem Befreiungskampf gegen die Osmanen verknüpft und mit den verschiedenen Tragödien, die UNS und allen anderen auf dem Balkan, seit Besatzung der Osmanen, heimgesucht haben und durch die die Menschen durch mussten. Und da spielt Ilinden, der erste und zweite Balkankrieg, der Bürgerkrieg in Makedonien und Griechenland und der erste und zweite Weltkrieg eine erhebliche Rolle. So ist es eben auch bei den anderen Nationalbildungen/Findungen anderer Völker gewesen.

    Verwandtschaften zu anderen Völkern gibt es überall, bei uns und auch bei euch. Das ist doch kein Geheimnis.
    Aber stellt euch doch mal die Frage, wieso unsere Diaspora-Leute in den 20ern und 30ern alle Makedonische Identität hervorgebracht haben und keine Bulgarische? Ja, wir sind mit den West oder Süd-West-Bulgaren ein Stück verwandt, viel Bulgaren sehen sich eben auch als Makedonier oder makedonische Bulgaren. Und ihr seid ebenfalls ein Stück mit ihnen und auch mit uns verwandt. Auch wenn wir nicht ein und dieselbe Sprache sprechen oder nicht mehr sprechen.

    Es sollte dann doch mal , was die moderne Nationalbildung betrifft, etwas mehr differenziert werden und nich immer alles in einen Topf geschmissen werden. Ok? Denn die Antike, das ist eben auch wieder ne andere Geschichte und nicht weniger komplex als die Geschichte mit der modernen Nationalbildung der heutigen Völker des Balkans.
    Schön und gut aber ein (modernes) Nationalbewusstsein lässt sich nicht auf Kosten anderer Nationen aufbauen. Ganz einfach ...

  4. #1964
    Avatar von hirndominanz

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Also, dann wäre es hier auf jedenfall jetzt klar widerlegt, dass nicht Tito, dass Nationalbewusstsein der Makedonier in Ägäismakedonien und im Norden von Makedonien und im Westen und Osten von Makedonien "erschuf".

    Endlosschleife Part 2: Mazedonier vs. Griechen
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    Endlosschleife Part 2: Mazedonier vs. Griechen
    Endlosschleife Part 2: Mazedonier vs. Griechen

    Cento hat es mit seinem Post auf den Punkt gebracht und erklärt. Ich kann es euch auch nochmal erklären, es geht hier um das moderne Nationalbewusstsein. In dieser Zeit, in der Zeit des Aufkommens, eines Nationalbewußtseins, waren die Makedonier eben nicht die Einzigen. Was passierte oder wie war die Situation und das Bewußtsein der Meschen davor? Gab es ein andere Art von Nationalbewußtsein? War sie eher kultureller und religiöser Natur und war es eher auch eine Frage von geographischer Herkunft? Hat man früher so sehr Wert darauf gelegt, wer was ist, woher jemand kommt oder wer die oder jenes zu sein hat.
    Die meisten Menschen waren im Mittelalter ungebildet. Es gab keine modernen Nationen und es gab nicht so etwas wie ein Nationalbewußtsein, wie es heute vorzufinden ist.

    Das makedonische Nationalbewußtsein ist sehr stark mit dem Befreiungskampf gegen die Osmanen verknüpft und mit den verschiedenen Tragödien, die UNS und allen anderen auf dem Balkan, seit Besatzung der Osmanen, heimgesucht haben und durch die die Menschen durch mussten. Und da spielt Ilinden, der erste und zweite Balkankrieg, der Bürgerkrieg in Makedonien und Griechenland und der erste und zweite Weltkrieg eine erhebliche Rolle. So ist es eben auch bei den anderen Nationalbildungen/Findungen anderer Völker gewesen.

    Verwandtschaften zu anderen Völkern gibt es überall, bei uns und auch bei euch. Das ist doch kein Geheimnis.
    Aber stellt euch doch mal die Frage, wieso unsere Diaspora-Leute in den 20ern und 30ern alle Makedonische Identität hervorgebracht haben und keine Bulgarische? Ja, wir sind mit den West oder Süd-West-Bulgaren ein Stück verwandt, viel Bulgaren sehen sich eben auch als Makedonier oder makedonische Bulgaren. Und ihr seid ebenfalls ein Stück mit ihnen und auch mit uns verwandt. Auch wenn wir nicht ein und dieselbe Sprache sprechen oder nicht mehr sprechen.

    Es sollte dann doch mal , was die moderne Nationalbildung betrifft, etwas mehr differenziert werden und nich immer alles in einen Topf geschmissen werden. Ok? Denn die Antike, das ist eben auch wieder ne andere Geschichte und nicht weniger komplex als die Geschichte mit der modernen Nationalbildung der heutigen Völker des Balkans.


    Aber Cento postet exakt das Dokument als Beleg für den "vortitotigen Anspruch" von euch auf das worum es hier geht, doch unten wollen die damaligen Frauen unbedingt ihre originäre Herkunft zum Bulgarischen bestätigt wissen.

    Nicht ein Grieche hat das Dokument gebracht, sondern einer von EUCH !!!

  5. #1965
    Avatar von Lubenica

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    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen
    Schön und gut aber ein (modernes) Nationalbewusstsein lässt sich nicht auf Kosten anderer Nationen aufbauen. Ganz einfach ...
    Da hast du recht. Kein (modernes) Nationalbewußtsein sollte sich auf Kosten anderer (Menschen) Nationen oder Völker aufbauen.
    Und doch geschah es und geschieht es fast überall.

    Bei euch ist es eben der spezielle Fall, dass "ihr" "uns" unsere Identität und Nation negieren müsst, um die eure zu bestätigen und zu legitimieren. "Wir" sind durch alle Tragödien hindurch, wir wissen darum. Trotzdem haben "wir" es "geschafft" uns unsere Identität und zwar die kulturelle Identität zu bewahren, die mit unserer Heimat, dem Balkan, genauer gesagt, Makedonien, verbunden ist, aus der die Republik Makedonien, unsere Nation hervorgegangen ist.

    Aber es ist auch so und da spreche ich aus Erfahrung, egal wo ich bin oder war, ob Deutschland, Makedonien, Griechenland, überall treffe ich Menschen, die teilen meine Meinung oder haben sehr ähnliche Ansichten und bringen eine besondere Empathie für die Sache an sich mit. Da bin ich echt froh drüber. Das selbe gilt auch für Kurden und Türken, die ich kennengelernt habe. Ich habe immer so meine Problemchen mit Nationalisten jeglicher Couleur. Aber es gibt halt auch ne Menge korrekte Leute von überall her, man muss einfach nur die Augen offen halten.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von hirndominanz Beitrag anzeigen
    Aber Cento postet exakt das Dokument als Beleg für den "vortitotigen Anspruch" von euch auf das worum es hier geht, doch unten wollen die damaligen Frauen unbedingt ihre originäre Herkunft zum Bulgarischen bestätigt wissen.

    Nicht ein Grieche hat das Dokument gebracht, sondern einer von EUCH !!!
    Merkst du nicht, dass mich das verschissene Dokument nicht interessiert und ich über etwas ganz anderes rede? Ich brauche nicht über Details streiten.

    Schau, ich bin auch einer von Euch!!!

  6. #1966
    Avatar von Lakedaemon

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    Also ich erkläre mir das ganze so. Früher zu osmanischer Zeit, war ja dieses gesamte Gebiet durchmixt mit Bulgaren,Griechen,Türken,Juden etc. Jeder von dennen hatte seine eigene Kultur und dennoch hatte man eine gewisse Verbundenheit zu dieser Region. Genau wie die Griechen, fühlten auch die Bulgaren sich zu dieser Region verbunden und der Rest der dazugehörigen Ethnien. Die meisten davon sahen sich allerdings ihrer Ethnie zugehörig. (Die meisten dieser Leute waren überzeugte Bulgaren oder Griechen) Dennoch hatte man eine Verbundenheit zu dieser Region und sah sich indem Fall als Makedone.So könnte man die Verbundenheit dieser Bulgaren erklären und deren Verständnis als "Makedonier", neben ihrer eigentlichen Nationalität (Die bis Dato eh nicht ausgereift war, da der Nationalismus in den Kinderschuhen steckte). Das selbe war auch bei den Griechen der Fall. Viele der Slawomazedonier behaupten ja das wir uns erst seit den 90ern als Makedonen sehen. Dabei gibts zB auch genügend griechische Zeitungsartikel aus dem Jahre 1900 die beweisen das man sich ebenso als Makedonier sah. Dennoch würde ich im großen und ganzen behaupten das man sich in erster Linie als Bulgare oder Grieche sah und dann als Makedonier (Regionalbezeichnung). Dann im Laufe der Jahre hat sich bei den Slawomazedoniern immer mehr das Makedonentum durchgesetzt in der Zeit des Kommunismus,bis man sich fortan nur noch als Makedone sah. Das ihr und die Bulgaren aber den selben Ursprung hattet, kann man aber nunmal nicht leugnen (eure Helden, Sprachen, Geschichte,Feiertage beweisen es). Da kann dieser Kostak die Griechen noch soviel als Türken bezeichnen, im Gegensatz zu den Vergleichen mit den Bulgaren, ist dies völlig an den Haaren vorbei gezogen.

    Was ich aber noch sagen muss, ist das man den Slawomazedoniern nicht das Bulgarentum aufzwingen kann. Wenn diese sich nicht mehr als Bulgaren sehen,dann muss man das akzeptieren. Allerdings kann man auch nicht auf Kosten anderer (Indemfall der Griechen) Nationalbuilding betreiben und das ganze monopolisieren. Daher muss ein vernünftiger Kompromiss her, mitdem alle leben können. Dann werden sich die Beziehungen beider Völker auch rapide verbessern. Ich denke man muss bei dem ganzen ein wenig Empathie aufbringen, dann wird das schon. Aber alles leichter gesagt als getan

  7. #1967
    Avatar von hirndominanz

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Da hast du recht. Kein (modernes) Nationalbewußtsein sollte sich auf Kosten anderer (Menschen) Nationen oder Völker aufbauen.
    Und doch geschah es und geschieht es fast überall.

    Bei euch ist es eben der spezielle Fall, dass "ihr" "uns" unsere Identität und Nation negieren müsst, um die eure zu bestätigen und zu legitimieren. "Wir" sind durch alle Tragödien hindurch, wir wissen darum. Trotzdem haben "wir" es "geschafft" uns unsere Identität und zwar die kulturelle Identität zu bewahren, die mit unserer Heimat, dem Balkan, genauer gesagt, Makedonien, verbunden ist, aus der die Republik Makedonien, unsere Nation hervorgegangen ist.

    Aber es ist auch so und da spreche ich aus Erfahrung, egal wo ich bin oder war, ob Deutschland, Makedonien, Griechenland, überall treffe ich Menschen, die teilen meine Meinung oder haben sehr ähnliche Ansichten und bringen eine besondere Empathie für die Sache an sich mit. Da bin ich echt froh drüber. Das selbe gilt auch für Kurden und Türken, die ich kennengelernt habe. Ich habe immer so meine Problemchen mit Nationalisten jeglicher Couleur. Aber es gibt halt auch ne Menge korrekte Leute von überall her, man muss einfach nur die Augen offen halten.

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    Merkst du nicht, dass mich das verschissene Dokument nicht interessiert und ich über etwas ganz anderes rede? Ich brauche nicht über Details streiten.


    Schau, ich bin auch einer von Euch!!!



    Woher soll man wissen, wen was interessiert oder nicht ?
    Der eine will das Dokument als Totschlagsargument bringen, der nächste distanziert sich davon........... es steht nirgends, dass Griechen nicht stolz sein dürfen. Und wer dem entgegensteht muß halt auch Gegenargumente akzeptieren.
    Ich würde in FYROM gar nichts machen, ausser sachliche und objektive Aufklärung. Aber wenn man für 20 Mio erstmal sich solche Statuen in Skopje aufstellt und im Orchester mit weiteren Antikisierungsakten agiert, ist der Anfang dafür, also für objektive Arbeit BLOCKIERT . Wenn man erstmal populistisch aktiv ist und eine Doktrin verbreitet hat, wird es sicher fast unmöglich kurzfristig was zu ändern. Insofern sind die Politiker von FYROM schuld am Status quo.
    Dem Volk wurde eingetrichtert was es begehrlich aufnahm. Wie will man das nun heilen?? Das geht fast nicht.Und nun haben wir zwei Leidtragende : Das Volk von Fyrom, das irregführt ist und das Volk von GR, dessen historische Identität ständig verteidigt werden muß.


  8. #1968
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von hirndominanz Beitrag anzeigen
    Woher soll man wissen, wen was interessiert oder nicht ?
    Der eine will das Dokument als Totschlagsargument bringen, der nächste distanziert sich davon........... es steht nirgends, dass Griechen nicht stolz sein dürfen. Und wer dem entgegensteht muß halt auch Gegenargumente akzeptieren.
    Ich würde in FYROM gar nichts machen, ausser sachliche und objektive Aufklärung. Aber wenn man für 20 Mio erstmal sich solche Statuen in Skopje aufstellt und im Orchester mit weiteren Antikisierungsakten agiert, ist der Anfang dafür, also für objektive Arbeit BLOCKIERT . Wenn man erstmal populistisch aktiv ist und eine Doktrin verbreitet hat, wird es sicher fast unmöglich kurzfristig was zu ändern. Insofern sind die Politiker von FYROM schuld am Status quo.
    Dem Volk wurde eingetrichtert was es begehrlich aufnahm. Wie will man das nun heilen?? Das geht fast nicht.Und nun haben wir zwei Leidtragende : Das Volk von Fyrom, das irregführt ist und das Volk von GR, dessen historische Identität ständig verteidigt werden muß.

    Vergiss die antiken Mülltonnen nicht.

  9. #1969
    Avatar von Hellenic-Pride

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Da hast du recht. Kein (modernes) Nationalbewußtsein sollte sich auf Kosten anderer (Menschen) Nationen oder Völker aufbauen.
    Und doch geschah es und geschieht es fast überall.
    Das geschieht eben nicht fast überall. Ich weiß von keiner Türkei bspw. dass sie die Hinterlassenschaften der alten Griechen als türkisch reklamiert und den Griechen jegliches Kulturgut streitig macht. Auch die Ägypter reklamieren die Hinterlassenschaften der alten Griechen nicht für sich - Italiener ebenfalls nicht. Afghanen nicht, Inder nicht, usw. - also dort wo die Griechen sich überall ansiedelten und ihre Poleis errichteten, welche bis heute (als Ruinen) erhalten geblieben sind.

    Zitat Zitat von Lubenica
    Bei euch ist es eben der spezielle Fall, dass "ihr" "uns" unsere Identität und Nation negieren müsst, um die eure zu bestätigen und zu legitimieren. "Wir" sind durch alle Tragödien hindurch, wir wissen darum. Trotzdem haben "wir" es "geschafft" uns unsere Identität und zwar die kulturelle Identität zu bewahren, die mit unserer Heimat, dem Balkan, genauer gesagt, Makedonien, verbunden ist, aus der die Republik Makedonien, unsere Nation hervorgegangen ist.
    Wir müssen unsere Identität und unsere Kulturgüter vor niemanden bestätigen, weil sie bekannt und akzeptiert sind. Dass wir eure Ansprüche negieren, ist richtig. Was sollen wir denn sonst machen? Zusehen wie sich eine Nation an einer Identität, an einer Kultur, an einer Historik vergreift, die ihr gar nicht zusteht weil sie schon immer griechisch gewesen ist? Dass euer Nationalbewusstsein aus der Region Makedonien hervorgegangen ist, gibt euch noch lange nicht das Recht monopolistisch auf einen Namen zuzugreifen, der schon vergeben gewesen ist. Mittlerweile geht es sogar nicht einmal mehr um den Namen, sondern eben darum dass Seitens eurer Regierung propagandistisch versucht wird auf Kosten aller griechischen Makedonen etwas zu erschaffen, was historisch nicht korrekt ist ... und das wohlgemerkt auf eine Art und Weise, die mehr als lächerlich und nervig ist.

    Zitat Zitat von Lubenica
    Aber es ist auch so und da spreche ich aus Erfahrung, egal wo ich bin oder war, ob Deutschland, Makedonien, Griechenland, überall treffe ich Menschen, die teilen meine Meinung oder haben sehr ähnliche Ansichten und bringen eine besondere Empathie für die Sache an sich mit. Da bin ich echt froh drüber. Das selbe gilt auch für Kurden und Türken, die ich kennengelernt habe. Ich habe immer so meine Problemchen mit Nationalisten jeglicher Couleur. Aber es gibt halt auch ne Menge korrekte Leute von überall her, man muss einfach nur die Augen offen halten.
    Da widerspreche ich doch nicht, Lube. In meinem Umfeld habe ich auch viel mit slawischen Mazedonier zu tun und die sind korrekt. Menschlich passt das immer, solange Politik aus dem Spiel gelassen wird. Solange aber eine Mehrheit existiert, die wie ein Gaywalker und Zoran ticken und dieser fanatische Nationalismus sogar von der Regierung aus geht, wird es zwischen Griechenland und FYROM nie funktionieren. FYROM muss anfangen zu differenzieren, wie einst Gligorov. Nur so und nicht anders ...

  10. #1970
    Avatar von Hyperion

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    385
    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen
    Da widerspreche ich doch nicht, Lube. In meinem Umfeld habe ich auch viel mit slawischen Mazedonier zu tun und die sind korrekt. Menschlich passt das immer, solange Politik aus dem Spiel gelassen wird. Solange aber eine Mehrheit existiert, die wie ein Gaywalker und Zoran ticken und dieser fanatische Nationalismus sogar von der Regierung aus geht, wird es zwischen Griechenland und FYROM nie funktionieren. FYROM muss anfangen zu differenzieren, wie einst Gligorov. Nur so und nicht anders ...
    Das lustige ist doch, das es ein mal funktioniert hat Was war, kann auch wieder sein!


    Zitat Zitat von Lakedaemon Beitrag anzeigen
    Also ich erkläre mir das ganze so. Früher zu osmanischer Zeit, war ja dieses gesamte Gebiet durchmixt mit Bulgaren,Griechen,Türken,Juden etc. Jeder von dennen hatte seine eigene Kultur und dennoch hatte man eine gewisse Verbundenheit zu dieser Region. Genau wie die Griechen, fühlten auch die Bulgaren sich zu dieser Region verbunden und der Rest der dazugehörigen Ethnien. Die meisten davon sahen sich allerdings ihrer Ethnie zugehörig. (Die meisten dieser Leute waren überzeugte Bulgaren oder Griechen) Dennoch hatte man eine Verbundenheit zu dieser Region und sah sich indem Fall als Makedone.So könnte man die Verbundenheit dieser Bulgaren erklären und deren Verständnis als "Makedonier", neben ihrer eigentlichen Nationalität (Die bis Dato eh nicht ausgereift war, da der Nationalismus in den Kinderschuhen steckte). Das selbe war auch bei den Griechen der Fall. Viele der Slawomazedonier behaupten ja das wir uns erst seit den 90ern als Makedonen sehen. Dabei gibts zB auch genügend griechische Zeitungsartikel aus dem Jahre 1900 die beweisen das man sich ebenso als Makedonier sah. Dennoch würde ich im großen und ganzen behaupten das man sich in erster Linie als Bulgare oder Grieche sah und dann als Makedonier (Regionalbezeichnung). Dann im Laufe der Jahre hat sich bei den Slawomazedoniern immer mehr das Makedonentum durchgesetzt in der Zeit des Kommunismus,bis man sich fortan nur noch als Makedone sah. Das ihr und die Bulgaren aber den selben Ursprung hattet, kann man aber nunmal nicht leugnen (eure Helden, Sprachen, Geschichte,Feiertage beweisen es). Da kann dieser Kostak die Griechen noch soviel als Türken bezeichnen, im Gegensatz zu den Vergleichen mit den Bulgaren, ist dies völlig an den Haaren vorbei gezogen.

    Was ich aber noch sagen muss, ist das man den Slawomazedoniern nicht das Bulgarentum aufzwingen kann. Wenn diese sich nicht mehr als Bulgaren sehen,dann muss man das akzeptieren. Allerdings kann man auch nicht auf Kosten anderer (Indemfall der Griechen) Nationalbuilding betreiben und das ganze monopolisieren. Daher muss ein vernünftiger Kompromiss her, mitdem alle leben können. Dann werden sich die Beziehungen beider Völker auch rapide verbessern. Ich denke man muss bei dem ganzen ein wenig Empathie aufbringen, dann wird das schon. Aber alles leichter gesagt als getan
    Ihr existiert nur noch aus Gnade von der slawischen Invasion. Makedonien wäre heute komplett slawisch und niemand würde Anspruch erheben Diese Leute nix studiert haben.

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