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ethnische mazedonier im äigäischen Makedonien

Erstellt von mk1krv1, 25.04.2012, 17:33 Uhr · 158 Antworten · 11.673 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von alex281290

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    Eines muss ich aber dennoch hervorheben, und zwar "ein Fallbeispiel zur Problematik historischer Räume"

    Die geographische Region "Makedonien"bildet keine topographische Einheit und ist nur eine römische Provinz. Wenn du schon ein berechtigten Einwand gelten lassen willst, musst du ihn ebenso auf dich anwenden, und nicht nur dann gelten lassen, wenn du die Griechen ärgern willst.
    Die Slaven in der Region Makedonien sind untereinander weder historisch noch ethnisch eine abzugrenzende Gruppe.

  2. #62
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von alex281290 Beitrag anzeigen
    Eines muss ich aber dennoch hervorheben, und zwar "ein Fallbeispiel zur Problematik historischer Räume"

    Die geographische Region "Makedonien"bildet keine topographische Einheit und ist nur eine römische Provinz. Wenn du schon ein berechtigten Einwand gelten lassen willst, musst du ihn ebenso auf dich anwenden, und nicht nur dann gelten lassen, wenn du die Griechen ärgern willst.
    Die Slaven in der Region Makedonien sind untereinander weder historisch noch ethnisch eine abzugrenzende Gruppe.

    Um die Slawen kategorisieren zu können, müssen wir erst das historische Dilemma bzw den Schleier über sie lüften, aber da ist die akademische Welt noch nicht so weit, siehe Curta.

  3. #63
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Interessante Interpretation, "Fantasie".

    Mal sehen:

    Das Buch The Making of the Slavs, geschrieben von Prof. Dr. Florin Curta, wurde mit dem Herbert Baxter Adams Ehrenpreis von der American Historical Association für das Jahr 2002 ausgezeichnet. Dieser Preis wird für ein herausragendes Werk eines jüngeren Gelehrten im Feld der europäischen Geschichte verliehen.

    Florin Curta ist außerordentlicher Professor für Mittelalterliche Geschichte und Archäologie an der Universität von Florida. Er studierte Geschichtsphilosophie an der Universität von Bukarest, Mittelalterliche Studien an der Cornell Universität (Ithaca) und machte sein Doktorat für Geschichte an der Western Michigan Universität (Kalamazoo). Dazu war er als archäologischer Oberaufseher bei den Ausgrabungsarbeiten für das Institute of Archaeology “Vasile Pârvan” (Bukarest) tätig.

    Prof. Curta schrieb zahlreiche Fachaufsätze und mehrere Bücher mit dem Schwerpunkt Südosteuropa (weitere Informationen stehen auf seiner Webseite: Index of /users/fcurta )
    Curtas Leistungen in Geschichte und Archäologie, wie sie in diesem umfangreichen Buch präsentiert sind, bieten einen neuen methodologischen Ansatz zu Forschungen über das frühmittelalterliche Südosteuropa.




    Somit ist deutlich, euer Argument "ihr seid Slawen" ist reine Argumentationslosigkeit. Wenn schon ein ausgezeichneter Prof. sagt es mangelt an beweisen...



    Weiter du sagst,

    "Makedonien hatte seine Blüte im Hellenismus"

    Was ist denn Hellenismus?

    Sehen wir mal nach wie man Hellenismus heute definiert:
    Dazu bedienen wir uns der freien Enzyklopedie
    Der Begriff Hellenismus (von griechisch Ἑλληνισμός hellēnismós ‚Griechentum‘[1]) bezeichnet die geschichtliche Epoche vom Regierungsantritt Alexanders des Großen von Makedonien 336 v. Chr. bis zur Einverleibung Ägyptens, des letzten hellenistischen Reiches, in das Römische Reich 30 v. Chr.

    So, und schon haben wir dich am Sack.
    Makedonien existierte bis dato schon etliche Jahrhunderte. Alexanders Vater Filip II von Makedonien, der quasi VOR dem "Hellenismus" regierte hatte auch seine Blütezeit. Alexander I von Makedonien auch, gerade ihm sprechen die Historiker viel zu Makedoniens späteren Aufschwung bei.

    Also definier du mir Bitte erstmal, was für dich die "Blüte im Hellenismus" in/für Makedonien ist. Du reduzierst die ganze Geschichte Makedoniens auf einen König, der eigentlich den Untergang Makedoniens einleitete...aber du scheinst von makedonischer Geschichte nicht viel Ahnung zu haben. Vielleicht von griechischer, doch was ist "griechische Geschichte"?
    Nun gut, man kann und sollte Prof. Curti weiter verfolgen, es sind und bleiben interessante Thesen und Annahmen. Dass es sich schwer zurück verfolgen lässt, darin hattest du mir ja zugestimmt.

    Aber mal eine ganz dumme, und ehrlich nicht böswillig gemeinte Nachfrage. Vielleicht erschließt sich mir nur gerade der Zusammenhang auf den ersten Blick nicht. Meint das unten dick von mir hervor gehobene Alexander? Dann gerade er mit seinen Eroberungen, wie und warum trug ausgerechnet er zum Untergang Makedoniens bei? Und wenn ja, wieso wird ausgerechnet er dann von deinem Volk so verehrt und sich so stark auf ihn bezogen?

    P.S. Ich widme mir heute abend allem hier mal etwas mehr Zeit, kann grad nur sporadisch...

  4. #64
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Nun gut, man kann und sollte Prof. Curti weiter verfolgen, es sind und bleiben interessante Thesen und Annahmen. Dass es sich schwer zurück verfolgen lässt, darin hattest du mir ja zugestimmt.

    Aber mal eine ganz dumme, und ehrlich nicht böswillig gemeinte Nachfrage. Vielleicht erschließt sich mir nur gerade der Zusammenhang auf den ersten Blick nicht. Meint das unten dick von mir hervor gehobene Alexander? Dann gerade er mit seinen Eroberungen, wie und warum trug ausgerechnet er zum Untergang Makedoniens bei? Und wenn ja, wieso wird ausgerechnet er dann von deinem Volk so verehrt und sich so stark auf ihn bezogen?

    P.S. Ich widme mir heute abend allem hier mal etwas mehr Zeit, kann grad nur sporadisch...

    Zu Curta, natürlich muss man das weiter verfolgen, mann sollte auch die Vinca Kultur beachten, wir wissen noch relativ wenig über Sie, Funde aber bestätigen ihre Existenz, dazu sind auch Funde der Vinca Kultur in fast ganzem geographischen Makedonien zu finden, also auch Nordgriechenland.

    Der Schlüssel für die Lösung liegt mE weit vor der Epoche des Hellenismus, dem s.g. dunklen Zeitalter. Auch noch davor, in ganz Makedonien zeugen auch davon Funde. In der RM z.B. Kokino.

    Zu Alexander,
    tja, hier scheiden sich die Geister. Ich könnte auch Fragen warum wird er dann "der Große" genannt, wenn er persönlich für mich eher ein Schlächter und Fanatiker war der seine Heimat für einen König zu lange ohne dessen Gegenwart lies. So gesehen kommen wir auch zu meiner Meinung: er hat seine Heimat vernachlässigt, hat nicht rechtzeitig für einen Nachfolger und für die Stärkung seines Geschlechts "gesorgt". Er hat keinen Nachfolger ernannt, sondern Streit entfacht.
    Und noch ein bisschen Träumerei: Wenn er seine Position daheim gefestigt hätte und somit auch die makedonische Hegemonie über die unterworfenen Griechen, würde Griechenland heute Makedonien heißen und die elendige (und zum Teil diffamierende) Diskussion über "meine" Geschichte wäre nicht gegeben...

    PS: Er hatte nicht mal ne Makedonka zur Frau, Bastard

  5. #65
    Avatar von alex281290

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    Der Schlüssel für die Lösung liegt mE weit vor der Epoche des Hellenismus, dem s.g. dunklen Zeitalter. Auch noch davor, in ganz Makedonien zeugen auch davon Funde. In der RM z.B. Kokino.
    Dir ist schon bewusst das die antiken Makedonen selber nur als "Einwanderer" und "Vertreiber" in der Region gelten?
    Du versuchst hier eine jahrtausendlange Brücke zwischen verschiedenen historischen Funden und Ereignissen zu bauen und das ist pure Pseudohistorik.
    Da wo du Zusammenhänge erkennen willst, wird es wahrscheinlich nie welche gegeben haben.

    Und noch ein bisschen Träumerei: Wenn er seine Position daheim gefestigt hätte und somit auch die makedonische Hegemonie über die unterworfenen Griechen, würde Griechenland heute Makedonien heißen und die elendige (und zum Teil diffamierende) Diskussion über "meine" Geschichte wäre nicht gegeben...
    Und alle würden griechisch sprechen und griechische Namen haben

    Du leidest nebenbei gesagt an Größenwahn und zwar so stark dass mir die Worte fehlen.

  6. #66
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von alex281290 Beitrag anzeigen
    Dir ist schon bewusst das die antiken Makedonen selber nur als "Einwanderer" und "Vertreiber" in der Region gelten?
    Du versuchst hier eine jahrtausendlange Brücke zwischen verschiedenen historischen Funden und Ereignissen zu bauen und das ist pure Pseudohistorik.
    Da wo du Zusammenhänge erkennen willst, wird es wahrscheinlich nie welche gegeben haben.



    Und alle würden griechisch sprechen und griechische Namen haben

    Du leidest nebenbei gesagt an Größenwahn und zwar so stark dass mir die Worte fehlen.

    Ich sehe aber keine Fakten in deinem Beitrag, ich lese nur eine Analyse meines Beitrages.
    Bist du Psychiater von Beruf?


    Wer oder was bei den Makedonen eingewandert ist, ist eine gute Frage, manche sagen auch das nur das Adelsgeschlecht eingewandert ist.

  7. #67
    Avatar von Godzilla

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    Alexander war ein großartiger Grieche

  8. #68
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
    Alexander war ein großartiger Grieche

    Der die Griechen (mit) unterworfen hat und die sich auch bei jeder Gelegenheit gegen ihn aufmupften, welch Ironie

  9. #69
    Avatar von Godzilla

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    Zitat Zitat von alex281290 Beitrag anzeigen



    Und alle würden griechisch sprechen und griechische Namen haben
    Wir würden wohl heute eine slawische Sprache die dem bulgarischen sehr nah ist sprechen, und natürlich die kyrillische Schrift benutzen. So wie es die antiken Makedonen auch taten.

  10. #70
    Avatar von alex281290

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    Bist du Psychiater von Beruf?
    Es ist viel aufschlussreicher das Verhalten bestimmter Personen zu analysieren als sich auf ihren geistigen Dünnschiss einzulassen.
    Zumal ich nur berechtigte Kritik von ernsthaften Akademikern auf mich wirken lasse und daraus meine Schlüsse ziehe:
    Die politisch so bedeutsamen, wissenschaftlich hingegen naiven Interpretationen der modernen Geschichte Makedoniens aus großserbischer, großgriechischer, großbulgarischer und großmakedonischer Sicht, die nicht minder laienhaften makedonienbezogenen Sondervoten der türkischen und albanischen Nationalhistoriographien sowie die noch wenig wirkungsmächtigen Geschichtskonzeptionen von Aromunen, "ägyptischen" Roma, Torbeschen und anderen Volksgruppen mehr leiden sämtlich unter ein und derselben Perspektivverzerrung: Sie gehen alle von einer einzigen historischen Traditionslinie aus, die, sei sie auch noch so dünn, als ausschlaggebend gesetzt und rigoros in beide Richtungen der Zeitachse ausgezogen wird. Zeitgenössische Ideen lassen sich so bequem in die Vergangenheit zurückprojizieren, historische Sachverhalte in die Gegenwart, ja in die Zukunft hinein verlängern. Historische, ideologische oder politische Diskontinuitäten und Brüche, gar Wechsel ethnonationaler Paradigmen, finden in solch statisch-deterministischer Geschichtsdeutung keinen Platz.
    Wenn du jetzt kein Deja vu heißt dann weiß ich auch nicht

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