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Interessanter Bericht über die EJRM

Erstellt von Sarantaporon, 21.05.2012, 00:05 Uhr · 810 Antworten · 23.636 Aufrufe

  1. #201

    Registriert seit
    23.03.2012
    Beiträge
    970
    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Du Vollspack. Wir haben die größte Rolle gespielt WEIL WIR DIE KONSEQUENZEN zu spüren bekamen.


    Du Stück Dreck
    Ups, wunder Punkt bei Eurer Coolheit. Ist aber so mein Freund

  2. #202
    Avatar von Macedonian

    Registriert seit
    24.05.2005
    Beiträge
    5.739
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Und da liegt der springende Punkt. Vor 1946 gab es keine makedonische Ethnie in jugoslawischem Gebiet. Das würde nämlich bedeuten, dass Griechen in Jugoslawien gelebt haben und das ist nicht der Fall. Vor 1944 wart ihr Bulgaren, Tito hat euch zu einer eigenen Ethnie gemacht, aus rein geostrategischen Gründen und im Zuge des griechischen Bürgerkrieges.

    Wie man sieht, hast du weder von der Geschichte Griechenlands noch von der Geschichte und den Menschen Ägyptens eine Ahnung, denn sonst würdest du hier nicht so dummschwätzen.

    In Alexandria, Ägypten steht übrigens eine große Alexander-Statue mit griechischer Inschrift, überall in der Stadt sind griechische Geschäfte und überall findet man alte griechische (In-)Schriften in denen steht:

    ΑΛΕΞΑΝΔΡΟΣ Ο ΜΕΓΑΣ ΕΛΛΗΝ - Alexander, der große Grieche.

    Nicht der große Bulgare, der große Grieche. Diese hinterhältige und räudige Trittbrettfahrerei ist einmal in der Geschichte.
    "Vor 1944 war man Makedonier nur der geographischen Herkunft nach, Bulgare aber nach dem Volkstum und der Sprache. So blieb bis heute bei allen makedonischen Emigranten in Bulgarien, Amerika, Australien oder sonstwo. Nach der Erfindung einer "makedonischen" Schriftsprache durch kommunistische Funktionäre hat in der Republik Makedonien (damals sozialistische Republik Jugoslawiens) ein Ent- und Umnationalisierungsprozesß eingesetzt, der zu einer völklichen und sprachlichen Verunsicherung von trauriger Qualität geführt hat. Die ursprüngliche Absicht, über das makedonische Sprach-Experiment eine gemeinsame jugoslawische Sprache zu schaffen, hat sich als Utopie erwiesen. Die (bulgarischen) Makedonier befinden sich heute auf einem Weg ohne Ziel.Ob sie ihn weitergehen oder zurückkehren sollen, müssen sie selbst entscheiden. Es gab in der Geschichte keinen Staat, der den heutigen Makedoniern Identität böte. Der Alexanders des Großen liegt zu weit zurück und war nicht slawisch. Alle Versuche, das, was bis 1944 als "bulgarisch" bezeichnet wurde, rückwirkend in "makedonisch" (im glottonymischen Sinn) wie die Volksliedsammlung der Brüder MILADINOV oder die Bibelübersetzung Methods umzubenennen, ist eine allzu offenkundige Fälschung ...
    Quelle:
    Prof. Otto Kronsteiner,Zeitschrift "DIE SLAWISCHEN SPRACHEN" (Band 33, 1993, Seite III-IV)
    Universität Salzburg



    Die ''Sprache'' wurde erst 1945,46 eingeführt.
    Letztlich resultierten diese Ansätze dank des Sieges der Tito-Partisanen in der
    Schaffung eines makedonischen Nationalstaates. Dies und die Reaktionen der
    Nachbarländer (Bulgarien, Griechenland) stellten den Rahmen für die weitere Entwicklung
    der makedonischen Frage dar.
    • 2. August 1944: das makedonische Parlament (ASNOM) tagt zum ersten Mal;
    Makedonien wird eine der sechs jugoslawischen Teilrepubliken, die Makedonier
    werden zur Titularnation ihrer Republik.
    Damit beginnt das offizielle makedonische
    nation building.

    Relativ rasch wurde die makedonische Nation mit allen Insignien einer Nation
    ausgestattet:
    - Schaffung eines Nationalstaates (im Sinne der Teilrepublik Makedonien) mit
    einem v.a. aus MakedonierInnen bestehenden administrativen Apparat;
    - Gründung nationaler Medien (Radio, Zeitungen, später auch Fernsehen);
    - Schaffung einer eigenen Sprache mit einem kyrillischen Alphabet, das etwas
    von der bulgarischen Version abweicht (1945–46); als Grundlage des Standardmakedonischen
    wurde ein Dialekt ausgewählt, der vom Standardbulgarischen
    so weit wie möglich entfernt war;

    - ein auf dieser neuen Sprache aufbauendes Schulwesen wurde geschaffen; im
    Rahmen der sozialistischen Modernisierung wurde auch die Schulpflicht
    endlich auch wirklich realisiert;
    - eine eigene Nationalgeschichte wurde geschrieben, v.a. vom 1948 gegründeten
    Institut für Nationalgeschichte in Skopje; eine eigene Nationalkultur vom
    Institut für Folklore in Skopje erforscht und gesammelt (und konstruiert);
    - makedonische wissenschaftliche Institutionen entstanden, wie die Universitäten
    in Skopje und Bitola, die Makedonische Akademie der Wissenschaften
    und diverse nationale Berufsvereinigungen von Wissenschaftlern;
    - eine makedonische orthodoxe Kirche wurde gegründet, die sich 1967 für unabhängig
    erklärte (was allerdings von den anderen Orthodoxien nicht anerkannt
    wurde und wird).
    Aufgrund der staatlichen Lenkung des Nationsbildungsprozesses in Makedonien
    (zuerst gab es einen makedonischen Nationalstaat, dann erst die Nation) wurde
    diese Nation auch als „Verwaltungsnation“ (M. Bernath) bezeichnet. Der Nationalismus
    ...
    Quelle:
    http://userpage.fu-berlin.de/~ulf/Skriptum.pdf Seite 6, Dr. Brunnbauer, FU-Berlin






    ​Macedonian

  3. #203
    Avatar von Zoran

    Registriert seit
    10.08.2011
    Beiträge
    27.750
    Zitat Zitat von laola999 Beitrag anzeigen
    Ups, wunder Punkt bei Eurer Coolheit. Ist aber so mein Freund

    Ach, wirklich????


    Sieh an was PAVLOS MELAS des größte GRIECHISCHE VOLKSHELD bezüglich Makedonien und Makedonier sagt....



    Bis 1930 war es normal, dass Griechenland die in Mazedonien gesprochene Sprache “mazedonisch” und die Menschen als “Mazedonier” bezeichnet hat.Diesen Sachverhalt wollte nun Mihail Barak nachgehen und hat interessante Literaturquellen von Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jhds. gefunden, welche diese These zu bestätigen scheinen:

    1. “Martyrs’ and Heroes’ Blood” von John Dragmounis. Dragmounis schreibt, dass “mazedonisch” die richtige Bezeichnung für die Sprache ist, und nicht, wie die Bulgaren behaupten, und wie auch er sagt, fälschlicherweise als “bulgarisch” bezeichnet wurde.

    2. Auszug aus den Briefen von Pavlos Melas an seine Frau aus dem Jahr 1964 (Oi Polemoi - Athen), S. 242:
    Lirsas übersetze emotional und laut, [...] Kosta sprach auf mazedonisch. Der Lehrer forderte die Schüler auf etwas zu singen. Wir konnten nicht sagen, ob die Sprache mazedonisch oder griechisch war. Alle Schüler wussten wie Sie zu lesen und zu schreiben hatten (griechisch), nur fast keiner konnte es sprechen. [...] Ich lernte einige mazedonische Worte, die ich den Frauen und Müttern sagte, was diese sehr erfreute”.

    3. In dem Buch “When I was a boy in Greece” aus dem Jahr 1913 erzählt George Dimitrious die schweren Lebensumstände unter der osmanischen Herrschaft und die Organisation der lokalen Bevölkerung. In Kapitel 11, S. 132 schreibt er:

    „Sie sind weder Türken, noch Griechen, wir bezeichnen sie als Bulgaren, jedoch ist ihre Sprache nicht bulgarisch, sondern ein makedonischer Dialekt, und ich fand wundervolle Menschen unter Ihnen, ehrlich, gastfreundlich und herzlich.”

    4. Stratus Mirivilis schreibt in seinem Roman “Life In the Tomb ” (1924) über seine Erfahrungen aus dem ersten Weltkrieg, in dem Griechenland gegen Bulgarien kämpfte. In einer Szene beschreibt er eine “slawophone” Familie, die an der griechischen Nordgrenze Griechenlands lebt: “Sie wollte nicht Bulgarin, Serbin oder Griechin genannt werden. Einfach nur orthodoxe Makedonierin”.

    In der folgenden Auflage 1936 lässt er jedoch diese Szene aus, da er es nicht mehr für “politisch korrekt” hält, nimmt jedoch in der Fußnote Stellung (Fußnote 40.) “Ab diesem Moment war es in Griechenland politisch nicht mehr korrekt bzw. nicht erwünscht, dass die sog. “slawophonen” Menschen als “Mazedonier” und ihre Sprache als “mazedonisch” bezeichnet werden.

  4. #204
    Yunan
    Alle Versuche, das, was bis 1944 als "bulgarisch" bezeichnet wurde, rückwirkend in "makedonisch" (im glottonymischen Sinn) wie die Volksliedsammlung der Brüder MILADINOV oder die Bibelübersetzung Methods umzubenennen, ist eine allzu offenkundige Fälschung ...
    Danke!

  5. #205
    Avatar von Zoran

    Registriert seit
    10.08.2011
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    27.750
    Zitat Zitat von Macedonian Beitrag anzeigen
    "Vor 1944 war man Makedonier nur der geographischen Herkunft nach, Bulgare aber nach dem Volkstum und der Sprache. So blieb bis heute bei allen makedonischen Emigranten in Bulgarien, Amerika, Australien oder sonstwo. Nach der Erfindung einer "makedonischen" Schriftsprache durch kommunistische Funktionäre hat in der Republik Makedonien (damals sozialistische Republik Jugoslawiens) ein Ent- und Umnationalisierungsprozesß eingesetzt, der zu einer völklichen und sprachlichen Verunsicherung von trauriger Qualität geführt hat. Die ursprüngliche Absicht, über das makedonische Sprach-Experiment eine gemeinsame jugoslawische Sprache zu schaffen, hat sich als Utopie erwiesen. Die (bulgarischen) Makedonier befinden sich heute auf einem Weg ohne Ziel.Ob sie ihn weitergehen oder zurückkehren sollen, müssen sie selbst entscheiden. Es gab in der Geschichte keinen Staat, der den heutigen Makedoniern Identität böte. Der Alexanders des Großen liegt zu weit zurück und war nicht slawisch. Alle Versuche, das, was bis 1944 als "bulgarisch" bezeichnet wurde, rückwirkend in "makedonisch" (im glottonymischen Sinn) wie die Volksliedsammlung der Brüder MILADINOV oder die Bibelübersetzung Methods umzubenennen, ist eine allzu offenkundige Fälschung ...
    Quelle:
    Prof. Otto Kronsteiner,Zeitschrift "DIE SLAWISCHEN SPRACHEN" (Band 33, 1993, Seite III-IV)
    Universität Salzburg



    Die ''Sprache'' wurde erst 1945,46 eingeführt.
    Letztlich resultierten diese Ansätze dank des Sieges der Tito-Partisanen in der
    Schaffung eines makedonischen Nationalstaates. Dies und die Reaktionen der
    Nachbarländer (Bulgarien, Griechenland) stellten den Rahmen für die weitere Entwicklung
    der makedonischen Frage dar.
    • 2. August 1944: das makedonische Parlament (ASNOM) tagt zum ersten Mal;
    Makedonien wird eine der sechs jugoslawischen Teilrepubliken, die Makedonier
    werden zur Titularnation ihrer Republik.
    Damit beginnt das offizielle makedonische
    nation building.

    Relativ rasch wurde die makedonische Nation mit allen Insignien einer Nation
    ausgestattet:
    - Schaffung eines Nationalstaates (im Sinne der Teilrepublik Makedonien) mit
    einem v.a. aus MakedonierInnen bestehenden administrativen Apparat;
    - Gründung nationaler Medien (Radio, Zeitungen, später auch Fernsehen);
    - Schaffung einer eigenen Sprache mit einem kyrillischen Alphabet, das etwas
    von der bulgarischen Version abweicht (1945–46); als Grundlage des Standardmakedonischen
    wurde ein Dialekt ausgewählt, der vom Standardbulgarischen
    so weit wie möglich entfernt war;

    - ein auf dieser neuen Sprache aufbauendes Schulwesen wurde geschaffen; im
    Rahmen der sozialistischen Modernisierung wurde auch die Schulpflicht
    endlich auch wirklich realisiert;
    - eine eigene Nationalgeschichte wurde geschrieben, v.a. vom 1948 gegründeten
    Institut für Nationalgeschichte in Skopje; eine eigene Nationalkultur vom
    Institut für Folklore in Skopje erforscht und gesammelt (und konstruiert);
    - makedonische wissenschaftliche Institutionen entstanden, wie die Universitäten
    in Skopje und Bitola, die Makedonische Akademie der Wissenschaften
    und diverse nationale Berufsvereinigungen von Wissenschaftlern;
    - eine makedonische orthodoxe Kirche wurde gegründet, die sich 1967 für unabhängig
    erklärte (was allerdings von den anderen Orthodoxien nicht anerkannt
    wurde und wird).
    Aufgrund der staatlichen Lenkung des Nationsbildungsprozesses in Makedonien
    (zuerst gab es einen makedonischen Nationalstaat, dann erst die Nation) wurde
    diese Nation auch als „Verwaltungsnation“ (M. Bernath) bezeichnet. Der Nationalismus
    ...
    Quelle:
    http://userpage.fu-berlin.de/~ulf/Skriptum.pdf Seite 6, Dr. Brunnbauer, FU-Berlin






    ​Macedonian



    Die neugriechische Sprache wurde erst 1976 eingeführt

  6. #206
    Avatar von Godzilla

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    Zitat Zitat von laola999 Beitrag anzeigen
    Ups, wunder Punkt bei Eurer Coolheit. Ist aber so mein Freund
    Manche wollen die Wahrheit nicht glauben.. Tja, pech!

  7. #207

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    Quellen bitte? Danke.

    Hätte es Euch gegeben, hättet ihr auch gekämpft, als Nation, wie alle anderen.

  8. #208
    Yunan
    Aha, und jetzt?

    Der Junge ist total verzweifelt, jetzt fängt er mit griechischer Sprache an, einer Sprache der er nie mächtig war und die er nie verstanden hat, wenn gleich Alexander der Große sie sprach. Idiot.

    Zudem koexistierten bis 1976 zwei griechische Sprachen, ab 1976 nur noch eine.

  9. #209
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von laola999 Beitrag anzeigen
    Quellen bitte? Danke.

    Hätte es Euch gegeben, hättet ihr auch gekämpft, als Nation, wie alle anderen.

    Quellen bzw Literaturverweise sind alle angegeben.

  10. #210
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von Macedonian Beitrag anzeigen
    "Vor 1944 war man Makedonier nur der geographischen Herkunft nach, Bulgare aber nach dem Volkstum und der Sprache. So blieb bis heute bei allen makedonischen Emigranten in Bulgarien, Amerika, Australien oder sonstwo. Nach der Erfindung einer "makedonischen" Schriftsprache durch kommunistische Funktionäre hat in der Republik Makedonien (damals sozialistische Republik Jugoslawiens) ein Ent- und Umnationalisierungsprozesß eingesetzt, der zu einer völklichen und sprachlichen Verunsicherung von trauriger Qualität geführt hat. Die ursprüngliche Absicht, über das makedonische Sprach-Experiment eine gemeinsame jugoslawische Sprache zu schaffen, hat sich als Utopie erwiesen. Die (bulgarischen) Makedonier befinden sich heute auf einem Weg ohne Ziel.Ob sie ihn weitergehen oder zurückkehren sollen, müssen sie selbst entscheiden. Es gab in der Geschichte keinen Staat, der den heutigen Makedoniern Identität böte. Der Alexanders des Großen liegt zu weit zurück und war nicht slawisch. Alle Versuche, das, was bis 1944 als "bulgarisch" bezeichnet wurde, rückwirkend in "makedonisch" (im glottonymischen Sinn) wie die Volksliedsammlung der Brüder MILADINOV oder die Bibelübersetzung Methods umzubenennen, ist eine allzu offenkundige Fälschung ...
    Quelle:
    Prof. Otto Kronsteiner,Zeitschrift "DIE SLAWISCHEN SPRACHEN" (Band 33, 1993, Seite III-IV)
    Universität Salzburg



    Die ''Sprache'' wurde erst 1945,46 eingeführt.
    Letztlich resultierten diese Ansätze dank des Sieges der Tito-Partisanen in der
    Schaffung eines makedonischen Nationalstaates. Dies und die Reaktionen der
    Nachbarländer (Bulgarien, Griechenland) stellten den Rahmen für die weitere Entwicklung
    der makedonischen Frage dar.
    • 2. August 1944: das makedonische Parlament (ASNOM) tagt zum ersten Mal;
    Makedonien wird eine der sechs jugoslawischen Teilrepubliken, die Makedonier
    werden zur Titularnation ihrer Republik.
    Damit beginnt das offizielle makedonische
    nation building.

    Relativ rasch wurde die makedonische Nation mit allen Insignien einer Nation
    ausgestattet:
    - Schaffung eines Nationalstaates (im Sinne der Teilrepublik Makedonien) mit
    einem v.a. aus MakedonierInnen bestehenden administrativen Apparat;
    - Gründung nationaler Medien (Radio, Zeitungen, später auch Fernsehen);
    - Schaffung einer eigenen Sprache mit einem kyrillischen Alphabet, das etwas
    von der bulgarischen Version abweicht (1945–46); als Grundlage des Standardmakedonischen
    wurde ein Dialekt ausgewählt, der vom Standardbulgarischen
    so weit wie möglich entfernt war;

    - ein auf dieser neuen Sprache aufbauendes Schulwesen wurde geschaffen; im
    Rahmen der sozialistischen Modernisierung wurde auch die Schulpflicht
    endlich auch wirklich realisiert;
    - eine eigene Nationalgeschichte wurde geschrieben, v.a. vom 1948 gegründeten
    Institut für Nationalgeschichte in Skopje; eine eigene Nationalkultur vom
    Institut für Folklore in Skopje erforscht und gesammelt (und konstruiert);
    - makedonische wissenschaftliche Institutionen entstanden, wie die Universitäten
    in Skopje und Bitola, die Makedonische Akademie der Wissenschaften
    und diverse nationale Berufsvereinigungen von Wissenschaftlern;
    - eine makedonische orthodoxe Kirche wurde gegründet, die sich 1967 für unabhängig
    erklärte (was allerdings von den anderen Orthodoxien nicht anerkannt
    wurde und wird).
    Aufgrund der staatlichen Lenkung des Nationsbildungsprozesses in Makedonien
    (zuerst gab es einen makedonischen Nationalstaat, dann erst die Nation) wurde
    diese Nation auch als „Verwaltungsnation“ (M. Bernath) bezeichnet. Der Nationalismus
    ...
    Quelle:
    http://userpage.fu-berlin.de/~ulf/Skriptum.pdf Seite 6, Dr. Brunnbauer, FU-Berlin






    ​Macedonian

    Liest du dir deine eigenen Links eigentlich auch durch?


    Gegenüber der slawisch-orthodoxen Bevölkerung betrieben alle drei Staaten eine
    sprachliche und konfessionelle Assimilationspolitik
    . So mussten die Slawen im 5
    serbischen Teil ihre Familiennamen serbisieren (-ić anstelle von –ovski) und Serbisch wurde auch zur Amtssprache. In Griechenland wurde zeitweilig der
    Gebrauch des Slawischen brutal verfolgt
    (v.a. unter dem Diktator Metaxas,
    1936–41), und alle nicht-griechischen Toponyma wurden hellenisiert. In Bulgarien wiederum war natürlich auch in Pirinmakedonien das Standardbulgarische
    die offizielle Sprache und die Bevölkerung galt unhinterfragt als bulgarisch.



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