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Makedonische Sprache in Griechenland bedroht

Erstellt von Zoran, 31.10.2013, 11:08 Uhr · 194 Antworten · 11.308 Aufrufe

  1. #71
    Arminius
    In Skopje wurde ein neues Manuskript des antiken Gelehrten Bulgaro Fyromovic gefunden. Aus diesem geht hervor, dass auch Alexander dereinst seine Gedenkbauten und Tempel aus Styropor erbauen ließ. Damit sei ein weiterer Beweis für die kulturelle Kontinuität zwischen antiken Makedonen und Slawomazedoniern gegeben.

  2. #72
    Avatar von lotus

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    Zitat Zitat von clk Beitrag anzeigen
    Zeus-ein Name, ein Grieche tönt so als wären deine Eltern Slawen und du dagegen stolzer assimilierter Grieche
    Wo steht das Zeus ein Grieche war? Zeus war ein Pelasger aus Dodona.

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    Zitat Zitat von Arminius Beitrag anzeigen
    In Skopje wurde ein neues Manuskript des antiken Gelehrten Bulgaro Fyromovic gefunden. Aus diesem geht hervor, dass auch Alexander dereinst seine Gedenkbauten und Tempel aus Styropor erbauen ließ. Damit sei ein weiterer Beweis für die kulturelle Kontinuität zwischen antiken Makedonen und Slawomazedoniern gegeben.
    Für mich waren auch die alten Makedonen=Slawen.

  3. #73
    Avatar von Hellenic-Pride

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    Zitat Zitat von Ren Beitrag anzeigen
    Eine frage was haben die heutigen slawomazedonen mit alexander der großen zu tun?
    Nix, weder kulturell noch ethnisch. Ist wie wenn du einen Chinesen fragst, was er mit William Wallace zu tun hat.



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    Zitat Zitat von lotus Beitrag anzeigen
    Wo steht das Zeus ein Grieche war? Zeus war ein Pelasger aus Dodona.
    Nein, er war Illyrer aus Shkup.

  4. #74
    Avatar von Forte

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    Free Epirus




    wunderschöne Musik aus Südalbanien / Epirus

  5. #75
    Avatar von lotus

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    Nicht ganz Alexander war doch ein Slawe.

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    Aus Epirus wird nix da haben die Albaner nix

  6. #76
    Avatar von Forte

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    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen
    Nix, weder kulturell noch ethnisch. Ist wie wenn du einen Chinesen fragst, was er mit William Wallace zu tun hat.



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    Nein, er war Illyrer aus Shkup.
    Rroft Ilirida

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    Pa Cameri nuk ka Shqiperi !

  7. #77
    Avatar von Hellenic-Pride

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    Zitat Zitat von Forte Beitrag anzeigen
    Rroft Ilirida

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    Pa Cameri nuk ka Shqiperi !

  8. #78
    Avatar von Forte

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    Zitat Zitat von Hellenic-Pride Beitrag anzeigen

    Nun ja, jetzt haben wir die Meinung eines Griechen über Südepirus. Oben, Direktvergleich.


    Es ist auch kein Wunder weshalb hier Grichenland Gelb markiert ist auf der Map, während einige in der Umgebung schon mit grün markiert sind. Wo es Spannungen gibt, ist nicht schwierig auszumachen. Am besten fragen wir die Leute vor Ort was Sie dazu bewegt.

    Global Peace Index
    Global Peace Index 2016: Die friedlichsten Länder der Erde - TRAVELBOOK.de









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    Etwas was mit dem Thread und Minderheiten in Griechenland zu tun hat.


    Der Völkermord an den Çamen geschah um den 2. WK, Opfer waren zehntausende Çam-Albaner. Çamëria ist eine historische Region im heutigen Südalbanien und Nordgriechenland, oft auch als Epirus bekannt.





    Die Çamen waren zumeist Großgrundbesitzer, angesehene Kaufleute und für balkanesische Verhältnisse sehr gebildete und kultivierte Menschen.

    Im 2. WK wurden einige Çamen von der italienischen Besatzungamacht als Statthalter der faschistischen Regierung eingesetzt, wie in so vielen anderen Satellitenstaaten der damaligen Zeit. Die Çamen als Volk haben aber nie die Ideologie der italienischen Faschisten befürwortet. Zudem haben nicht nur einige Çamen mit den Faschistischen Italienern kollaboriert, das haben auch wichtige griechische Anführer des angeblichen Widerstandes getan. Hier bspw. Napoléon Zervas in Zusammenarbeit mit Deutschen Nazis









    Die Griechen nahmen also die Zusammenarbeit einiger Çamen zum Anlass, um die gesamte Bevölkerung dieses Landstriches zu vertreiben und auszurotten, gleichgültig ob Frauen, Kinder, Greise, Kranke oder tatsächlichen Kollaborationist.

    Ein ganz wichtiger Grund der Vertreibung war allerdings nicht die vermeintliche Zusammenarbeit mit den Faschistischen, sondern wie gesagt, da die Çamen sehr reiche Leute waren und große Flächen Land besaßen, dieses den Çamen zu beschlagnahmen und es als Kriegsbeute an die restliche vom Krieg geplagten und vom Bevölkerungsaustasch mit der Türkei betroffenen und landlosen Bevölkerung zu verteilen. Die Gründe waren also einfache: Raub von Eigentum, eines der höchsten und wichtigsten Güter, die ein Mensch zum Überleben braucht.

    Albanien verlangt nun dieses Problem auf internationaler Ebene zu lösen und verlangt von Griechenland die Çamen zu entschädigen und ihnen die griechische Staatsbürgerschaft anzuerkennen, damit sie eine Möglichkeit zur Rückkehr haben. Griechenland lehnt das vehement ab und behauptet gar, ein solches Problem sei nur ausgedacht. Außerdem droht es damit, die Integration Albaniens in der EU zu verhindern, falls Albanien dieses Problem vor irgend einem Gericht vorbringt. Deshalb hat Griechenland auch seit Ende des zweiten Weltkrieges nicht das Kriegsgesetz mit Albanien suspendiert, weil es vermutlich "Angst" hat, dass Albanien in diesem Landesteil intervenieren würde, was völlig lächerlich ist, da Albanien gar nicht die Macht dazu hat. Es ist gerade umgekehrt, Griechenland hält das Gesetz aufrecht, mit der Hoffnung, dass im Falle eines Konfliktes es in Südalbanien intervenieren kann und den Epirus, also Südalbanien annektieren kann, weil es als historisches griechisches Territorium betrachtet. Es will damit seine territorialen Gelüste stillen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die EU endlich einmal richtig auf den Tisch haut und Griechenland dazu bewegt, dieses grässliche Gesetz des Friedens Willen abschafft. Es ist unannehmbar, dass mitten in Europa des 21. Jhdts noch Kriegsgesetze in Kraft sind.

    Hier Anhänger der griechischen Ultranationalistischen Partei OMONIA mit der mit der separatistischen Flagge vom sogenannten Vorio Epiri, das Mittel- und Südalbanien als griechischens Territorium betrachtet








    Hier einige Bilder des griechischen Völkermordes an den Çamen.















    ...

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    Griechenlands Verhältnis zu seinen Nachbarn und Minderheiten ist verkrampft

    Nationalitätenkonflikte mit langer Geschichte

    von Tilman Zülch


    Wie die meisten Balkanstaaten hat sich Griechenland seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich in Jahrzehnten blutiger Auseinandersetzungen erkämpft. Erst 1826 konnte das südliche Griechenland seine Unabhängigkeit erklären. 600 Jahre lang war das griechische Siedlungsgebiet von Istanbul aus beherrscht worden. Noch heute spricht man in Griechenland, Bulgarien oder Serbien mit Ranküne vom "Osmanischen Joch" – und verdrängt damit auch die großen Errungenschaften osmanischer Kultur und viele Jahrzehnte guten oder erträglichen Zusammenlebens von Muslimen und Christen.

    Anfang des 20. Jahrhunderts bewohnten die Griechen alle Küsten der Ägäis und des Schwarzen Meeres bis nach Trapezunt im Osten (heute Türkei) und nach Burgas im Norden (heute Bulgarien). Erst im Balkankrieg 1912/13 eroberten griechische Truppen den südlichen Epirus, Südmazedonien und Westthrakien. Griechen bildeten dort nur Minderheiten innerhalb der Bevölkerung. Weite Teile dieser Regionen waren von christlichen Bulgaren, Pomaken (bulgarischsprachigen Muslimen) und Aromunen, von Albanern christlichen und muslimischen Glaubens, von Türken und von muslimischen Roma bewohnt. In vorangegangenen Jahrhunderten hatten Albaner Regionen Südgriechenlands bis hinunter zum Peloponnes und sogar einzelne griechische Inseln besiedelt und den griechisch-orthodoxen Glauben angenommen. Viele dieser gräzisierten christlichen Albaner nahmen an den griechischen Unabhängigkeitskämpfen teil.
    Letzte Reste dieser Bevölkerungsgruppe bezeichnen sich heute als Arvaniten und treten für Förderung und Anerkennung ihrer Kultur ein.

    1922 versuchte Griechenland, die Siedlungsgebiete an der östlichen Ägäisküste, in Ostthrakien und Konstantinopel an sich zu reißen. Mit Zustimmung Englands und Frankreichs marschierten griechische Truppen Richtung Ankara und wurden vor der türkischen Hauptstadt von Kemal Atatürk vernichtend geschlagen, nachdem die Alliierten ihre Waffenlieferungen eingestellt hatten.
    Die griechischen Siedlungsgebiete in Ionien und Ostthrakien wurden von türkischen Truppen erobert. Hunderttausende, überwiegend Zivilisten, verloren ihr Leben. Im Vertrag von Lausanne wurde - auch durch britischen Druck - die Vertreibung von 1,5 Millionen Griechisch-Orthodoxen aus der Türkei sanktioniert. Sie wurden in Nordgriechenland angesiedelt. Gleichzeitig mussten über 500.000 Muslime – unter ihnen Türken, Albaner, Pomaken und Roma – Nordgriechenland verlassen. Die Schrecken von Flucht, Vertreibung und Völkermord werden seither als beispielhafter "Bevölkerungsaustausch" umschrieben. Nur die muslimischen Minderheiten Westthrakiens wurden, geschützt durch ein Sonderstatut, ebenso von der Umsiedlung ausgenommen wie 250.000 Griechen in Konstantinopel/Istanbul und auf den Inseln Imbros und Tenedos.

    Mit dem unseligen Mittel des Bevölkerungsaustauschs förderten ebenfalls in den 20er Jahren auch bulgarische und griechische Politiker die weitere Homogenisierung ihrer Länder. Die griechische Bevölkerung musste die Südküste Bulgariens verlassen, slawische Mazedonier wurden von Griechisch Mazedonien nach Bulgarien umgesiedelt. Während des griechischen Bürgerkrieges 1945-48 mussten weitere Zehntausende Slawomazedonier Griechenland verlassen und wurden auf die kommunistischen Staaten Osteuropas verteilt. Bis heute dürfen die meisten von ihnen nicht in ihre Heimat zurückkehren. Die damals im Land Zurückgebliebenen und ihre Nachfahren sind seither nur noch eine kleine Minderheit.

    Während der Befreiungskämpfe der Völker des südlichen Balkans gegen die Türken hatte sich die große Mehrheit der Slawomazedonier an Bulgarien orientiert. Die mazedonischen Dialekte galten als Teil des Bulgarischen bis Tito-Jugoslawien 1944 eine eigene mazedonische Hochsprache schuf. Seither wurde Alexander der Große, der fast ein Jahrtausend vor der slawischen Besiedlung des Balkan Mazedonien beherrschte, eine Art mythischer Begründer Mazedoniens. Als es der südlichsten Republik des alten Jugoslawien gelang ohne kriegerische Auseinandersetzung mit Belgrad die Unabhängigkeit zu erlangen, nahm der neue Staat Mazedonien das antike mazedonische Sonnensymbol in seine Flagge auf.

    Jetzt wirkten die Nationalitätenkämpfe in Nordgriechenland nach. Es waren wohl die größten Massendemonstrationen in Griechenland seit Ende des Zweiten Weltkrieges, als 1994 fast zwei Millionen Griechen mit antimazedonischen Parolen durch Athen und Saloniki marschierten. Griechenland gelang es, eine internationale Diskussion zu entfachen, Skopje zu erpressen und die europäischen Institutionen in Sachen Mazedonien zu paralysieren. Bis heute erleben viele Griechen Affekte des Chauvinismus, die sich aus Unsicherheit speisen. Vielleicht auch aus schlechtem Gewissen wegen der Vertreibung der Mehrheit der mazedonisch- und bulgarischsprachigen Bevölkerung aus Griechenland und der gnadenlosen Unterdrückung der dort zurückgebliebenen Minderheiten.

    Noch viel bedenklicher sind die Folgen der antitürkischen Ressentiments.
    Die griechische öffentliche Meinung folgte Serbiens Agitation gegen Bosnien, als es dessen südslawische Muslime mit Aggression und Genozid überzog und zu Türken erklärte. Griechenland nahm entschieden Partei für den Krieg des Milosevic. Dessen Schlächter Karadjic erhielt einen Griechischen Menschenrechtspreis. Griechenland unterlief über Serbien verhängte Sanktionen und lieferte Nachschub für Belgrad, nicht zuletzt Petroleum aus dem Nahen Osten. Das Milosevic-Regime durfte seine finanziellen Transaktionen über Athen und selbst über das ferne Zypern abwickeln.

    Erst eine tolerante griechische Minderheitenpolitik nach den Maßstäben des Europarates und der Europäischen Union, erst die Anerkennung der Rechte von Aromunen, Arvaniten und Slawomazedoniern, die Beendigung diskriminierender Gesetze und Regierungspraxis gegenüber den drei muslimischen Minderheiten der Türken, Pomaken und Roma, wird verkrustete Ressentiments auflösen und das Verhältnis Griechenlands zu den Nachbarn in Südosteuropa entkrampfen.

    Aber jede Beschäftigung mit den griechischen Minderheitenproblemen bedarf eines Blickes in Richtung Türkei. Alle türkischen Regierungen haben den Vertrag von Lausanne missachtet. In den 50er und sogar noch in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts kam es zu schrecklichen Pogromen an den Griechen von Istanbul/Konstantinopel und den Inseln Imbros und Tenedos. Seit 1974 müssen 80 Prozent der Bevölkerung Nordzyperns als Flüchtlinge im griechischen Südteil der Insel leben. Sogar die Hälfte der türkischen Zyprioten hat das von türkischem Militär besetzte Nordzypern verlassen. Wenn wir diese Tatsachen im Auge haben, werden unsere Forderungen nach Toleranz für die Minderheiten in Griechenland umso glaubwürdiger




    https://www.gfbv.de/de/news/griechen...erkrampft-271/

    - - - Aktualisiert - - -


    Minderheitensprachen in Europa

    Sitzung der UN Menschenrechtskommission 2003 - Genf 17.03.03-25.04.03


    Schriftliche Stellungnahme der Gesellschaft für bedrohte Völker

    In der Europäischen Union gehören 40 Millionen Menschen Sprachminderheiten an. 2001 war das Europäische Jahr der Sprachen. Der Europarat hat dies zum Anlass genommen, die Minderheitensprachen durch zielorientierte Projekte zu unterstützen.

    Das Europäische Parlament hat die Europäische Kommission ersucht, eine umfassende Auswertung des Europäischen Sprachenjahres unter besonderer Berücksichtigung von Minderheitensprachen durchzuführen. Bis Ende 2003 soll die Kommission ein über mehrere Jahre laufendes Programm für Sprachen entwickeln, das auch einen Budget für "regionale und weniger gebräuchliche Sprachen" einschließt.

    Derartige Maßnahmen sind selbstverständlich willkommen, reichen aber nicht aus, um Minderheitensprachen vor dem Aussterben zu bewahren. Eine Unterstützung für Minderheitensprachen wird aber nur dann abgesichert sein, wenn die Minderheiten und ihre Sprachen in der Verfassung der Europäischen Union anerkannt werden.

    "Sprachkenntnisse sind wichtig für das gegenseitige Verständnis und die Stabilität der Demokratie", heißt es im Zusammenhang mit dem Sprachenjahr in einer Deklaration des Europarates und der Europäischen Union. Der Europarat erweist der Vielsprachigkeit Europas in seiner Rahmenkonvention zum Schutz von Minderheiten und der Charta der regionalen und Minderheitensprachen zwar seinen Respekt, bis heute hat aber die Europäische Union nichts nennenswertes unternommen, um dieses Prinzip in den eigenen Verträgen und Konventionen zu berücksichtigen. Der Unionsvertrag und die Grundrechtecharta nehmen Bezug auf die Sprachenvielfalt. Dies hat den Minderheiten jedoch nicht geholfen, irgendwelche Rechtsansprüche abzusichern, wie etwa dasjenige, die eigene Sprache als Amtssprache zu nutzen.

    In Missachtung des Europäischen Sprachenjahres hat Griechenland die Gründung eines Komitees des "Europäischen Büros für weniger gebräuchliche Sprachen", die von der Europäischen Union unterstützt wurde, verhindert. Die griechischen Behörden bringen Minderheitenangehörige vor Gericht, wenn sie Informationsmaterial des "Europäischen Büros für weniger gebräuchliche Sprachen" verteilen. Angehörige von Sprachminderheiten empfinden sich oft als Bürger zweiter Klasse und befürchten, dass ihre die letzte Generation sein wird, die ihre Sprache noch am Leben erhält. Eine Untersuchung unter Angehörigen von Sprachminderheiten hat erwiesen, dass viele von ihnen ihre Identität verbergen, wenn sie sich für eine Stelle bewerben, da sie glauben, dass ihr Minderheitenstatus ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt beeinträchtigt. Minderheitensprachen sind in den Medien unterrepräsentiert. Deshalb nutzen etwa die Angehörigen der makedonischsprachigen Minderheit die von Makedonien ausgestrahlten Programme.

    In Frankreich haben die Verfassungsgerichte die Ratifizierung der Charta der Regional- und Minderheitensprachen und damit auch die Anerkennung der Vielsprachigkeit des Landes abgelehnt. Eine Umfrage unter 380.000 französischen Staatsbürgern ergab, dass statistisch betrachtet 26 Prozent oder 11,5 Millionen Staatsbürger Frankreichs eine andere Sprache als dien französische sprechen. Etwa zur Hälfte ist dies eine Minderheitensprache und zur Hälfte die eines anderen Landes. Im Dezember 2002 hat der Staatsrat entscheiden, dass Französisch die einzige Unterrichtssprache ist. Diese Entscheidung hat Viele enttäuscht, insbesondere in der Bretagne, wo zahlreiche Modellschulen zweisprachig in bretonisch und französisch unterrichten. Auch andere Gegenden sind betroffen, so erhalten 8679 Schüler eine zweisprachige Erziehung mit Elsässisch, 3509 in Okzitanisch und 766 in Kalatanisch. Diese Entscheidung bedroht diese Sprachen in ihrer Existenz, insbesondere wenn man das Profil der Angehörigen von Minderheitensprachgruppen bedenkt. Mehr als die Hälfte aller, die Bretonisch sprechen, sind älter als 65 und 75 Prozent älter als 50. Bei denen, die Elsässisch sprechen, sieht es ähnlich aus. Auch Sprachminderheiten in Italien, Österreich und Deutschland beklagen verschiedenen Formen der Diskriminierung.

    Die Gesellschaft für bedrohte Völker appelliert daher eindringlich an die UB:

    * den Status von Minderheitensprachen in Europa zu überwachen

    * die Regierung Griechenlands aufzufordern, die Vielsprachigkeit des Landes anzuerkennen, den Angehörigen von Sprachminderheiten zu gestatten, ihre Sprachen zu fördern und muttersprachliche Medien aufzubauen und dafür zu sorgen, dass das Europäische Büro für Sprachminderheiten in Griechenland ein Büro eröffnen kann

    *die Regierung Frankreichs aufzufordern, die Entscheidung des Staatsrates betreffs alleiniger Verwendung des Französischen als Unterrichtssprache zu annullieren und Projekte für die zweisprachige Erziehung zu fördern.









    https://www.gfbv.de/de/news/minderhe...in-europa-342/

  9. #79
    Avatar von Achillis TH

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    Zitat Zitat von Forte Beitrag anzeigen
    Nun ja, jetzt haben wir die Meinung eines Griechen über Südepirus. Oben, Direktvergleich.


    Es ist auch kein Wunder weshalb hier Grichenland Gelb markiert ist auf der Map, während einige in der Umgebung schon mit grün markiert sind. Wo es Spannungen gibt, ist nicht schwierig auszumachen. Am besten fragen wir die Leute vor Ort was Sie dazu bewegt.

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    Etwas was mit dem Thread und Minderheiten in Griechenland zu tun hat.


    Der Völkermord an den Çamen geschah um den 2. WK, Opfer waren zehntausende Çam-Albaner. Çamëria ist eine historische Region im heutigen Südalbanien und Nordgriechenland, oft auch als Epirus bekannt.





    Die Çamen waren zumeist Großgrundbesitzer, angesehene Kaufleute und für balkanesische Verhältnisse sehr gebildete und kultivierte Menschen.

    Im 2. WK wurden einige Çamen von der italienischen Besatzungamacht als Statthalter der faschistischen Regierung eingesetzt, wie in so vielen anderen Satellitenstaaten der damaligen Zeit. Die Çamen als Volk haben aber nie die Ideologie der italienischen Faschisten befürwortet. Zudem haben nicht nur einige Çamen mit den Faschistischen Italienern kollaboriert, das haben auch wichtige griechische Anführer des angeblichen Widerstandes getan. Hier bspw. Napoléon Zervas in Zusammenarbeit mit Deutschen Nazis









    Die Griechen nahmen also die Zusammenarbeit einiger Çamen zum Anlass, um die gesamte Bevölkerung dieses Landstriches zu vertreiben und auszurotten, gleichgültig ob Frauen, Kinder, Greise, Kranke oder tatsächlichen Kollaborationist.

    Ein ganz wichtiger Grund der Vertreibung war allerdings nicht die vermeintliche Zusammenarbeit mit den Faschistischen, sondern wie gesagt, da die Çamen sehr reiche Leute waren und große Flächen Land besaßen, dieses den Çamen zu beschlagnahmen und es als Kriegsbeute an die restliche vom Krieg geplagten und vom Bevölkerungsaustasch mit der Türkei betroffenen und landlosen Bevölkerung zu verteilen. Die Gründe waren also einfache: Raub von Eigentum, eines der höchsten und wichtigsten Güter, die ein Mensch zum Überleben braucht.

    Albanien verlangt nun dieses Problem auf internationaler Ebene zu lösen und verlangt von Griechenland die Çamen zu entschädigen und ihnen die griechische Staatsbürgerschaft anzuerkennen, damit sie eine Möglichkeit zur Rückkehr haben. Griechenland lehnt das vehement ab und behauptet gar, ein solches Problem sei nur ausgedacht. Außerdem droht es damit, die Integration Albaniens in der EU zu verhindern, falls Albanien dieses Problem vor irgend einem Gericht vorbringt. Deshalb hat Griechenland auch seit Ende des zweiten Weltkrieges nicht das Kriegsgesetz mit Albanien suspendiert, weil es vermutlich "Angst" hat, dass Albanien in diesem Landesteil intervenieren würde, was völlig lächerlich ist, da Albanien gar nicht die Macht dazu hat. Es ist gerade umgekehrt, Griechenland hält das Gesetz aufrecht, mit der Hoffnung, dass im Falle eines Konfliktes es in Südalbanien intervenieren kann und den Epirus, also Südalbanien annektieren kann, weil es als historisches griechisches Territorium betrachtet. Es will damit seine territorialen Gelüste stillen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die EU endlich einmal richtig auf den Tisch haut und Griechenland dazu bewegt, dieses grässliche Gesetz des Friedens Willen abschafft. Es ist unannehmbar, dass mitten in Europa des 21. Jhdts noch Kriegsgesetze in Kraft sind.

    Hier Anhänger der griechischen Ultranationalistischen Partei OMONIA mit der mit der separatistischen Flagge vom sogenannten Vorio Epiri, das Mittel- und Südalbanien als griechischens Territorium betrachtet








    Hier einige Bilder des griechischen Völkermordes an den Çamen.















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    Griechenlands Verhältnis zu seinen Nachbarn und Minderheiten ist verkrampft

    Nationalitätenkonflikte mit langer Geschichte

    von Tilman Zülch


    Wie die meisten Balkanstaaten hat sich Griechenland seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich in Jahrzehnten blutiger Auseinandersetzungen erkämpft. Erst 1826 konnte das südliche Griechenland seine Unabhängigkeit erklären. 600 Jahre lang war das griechische Siedlungsgebiet von Istanbul aus beherrscht worden. Noch heute spricht man in Griechenland, Bulgarien oder Serbien mit Ranküne vom "Osmanischen Joch" – und verdrängt damit auch die großen Errungenschaften osmanischer Kultur und viele Jahrzehnte guten oder erträglichen Zusammenlebens von Muslimen und Christen.

    Anfang des 20. Jahrhunderts bewohnten die Griechen alle Küsten der Ägäis und des Schwarzen Meeres bis nach Trapezunt im Osten (heute Türkei) und nach Burgas im Norden (heute Bulgarien). Erst im Balkankrieg 1912/13 eroberten griechische Truppen den südlichen Epirus, Südmazedonien und Westthrakien. Griechen bildeten dort nur Minderheiten innerhalb der Bevölkerung. Weite Teile dieser Regionen waren von christlichen Bulgaren, Pomaken (bulgarischsprachigen Muslimen) und Aromunen, von Albanern christlichen und muslimischen Glaubens, von Türken und von muslimischen Roma bewohnt. In vorangegangenen Jahrhunderten hatten Albaner Regionen Südgriechenlands bis hinunter zum Peloponnes und sogar einzelne griechische Inseln besiedelt und den griechisch-orthodoxen Glauben angenommen. Viele dieser gräzisierten christlichen Albaner nahmen an den griechischen Unabhängigkeitskämpfen teil.
    Letzte Reste dieser Bevölkerungsgruppe bezeichnen sich heute als Arvaniten und treten für Förderung und Anerkennung ihrer Kultur ein.

    1922 versuchte Griechenland, die Siedlungsgebiete an der östlichen Ägäisküste, in Ostthrakien und Konstantinopel an sich zu reißen. Mit Zustimmung Englands und Frankreichs marschierten griechische Truppen Richtung Ankara und wurden vor der türkischen Hauptstadt von Kemal Atatürk vernichtend geschlagen, nachdem die Alliierten ihre Waffenlieferungen eingestellt hatten.
    Die griechischen Siedlungsgebiete in Ionien und Ostthrakien wurden von türkischen Truppen erobert. Hunderttausende, überwiegend Zivilisten, verloren ihr Leben. Im Vertrag von Lausanne wurde - auch durch britischen Druck - die Vertreibung von 1,5 Millionen Griechisch-Orthodoxen aus der Türkei sanktioniert. Sie wurden in Nordgriechenland angesiedelt. Gleichzeitig mussten über 500.000 Muslime – unter ihnen Türken, Albaner, Pomaken und Roma – Nordgriechenland verlassen. Die Schrecken von Flucht, Vertreibung und Völkermord werden seither als beispielhafter "Bevölkerungsaustausch" umschrieben. Nur die muslimischen Minderheiten Westthrakiens wurden, geschützt durch ein Sonderstatut, ebenso von der Umsiedlung ausgenommen wie 250.000 Griechen in Konstantinopel/Istanbul und auf den Inseln Imbros und Tenedos.

    Mit dem unseligen Mittel des Bevölkerungsaustauschs förderten ebenfalls in den 20er Jahren auch bulgarische und griechische Politiker die weitere Homogenisierung ihrer Länder. Die griechische Bevölkerung musste die Südküste Bulgariens verlassen, slawische Mazedonier wurden von Griechisch Mazedonien nach Bulgarien umgesiedelt. Während des griechischen Bürgerkrieges 1945-48 mussten weitere Zehntausende Slawomazedonier Griechenland verlassen und wurden auf die kommunistischen Staaten Osteuropas verteilt. Bis heute dürfen die meisten von ihnen nicht in ihre Heimat zurückkehren. Die damals im Land Zurückgebliebenen und ihre Nachfahren sind seither nur noch eine kleine Minderheit.

    Während der Befreiungskämpfe der Völker des südlichen Balkans gegen die Türken hatte sich die große Mehrheit der Slawomazedonier an Bulgarien orientiert. Die mazedonischen Dialekte galten als Teil des Bulgarischen bis Tito-Jugoslawien 1944 eine eigene mazedonische Hochsprache schuf. Seither wurde Alexander der Große, der fast ein Jahrtausend vor der slawischen Besiedlung des Balkan Mazedonien beherrschte, eine Art mythischer Begründer Mazedoniens. Als es der südlichsten Republik des alten Jugoslawien gelang ohne kriegerische Auseinandersetzung mit Belgrad die Unabhängigkeit zu erlangen, nahm der neue Staat Mazedonien das antike mazedonische Sonnensymbol in seine Flagge auf.

    Jetzt wirkten die Nationalitätenkämpfe in Nordgriechenland nach. Es waren wohl die größten Massendemonstrationen in Griechenland seit Ende des Zweiten Weltkrieges, als 1994 fast zwei Millionen Griechen mit antimazedonischen Parolen durch Athen und Saloniki marschierten. Griechenland gelang es, eine internationale Diskussion zu entfachen, Skopje zu erpressen und die europäischen Institutionen in Sachen Mazedonien zu paralysieren. Bis heute erleben viele Griechen Affekte des Chauvinismus, die sich aus Unsicherheit speisen. Vielleicht auch aus schlechtem Gewissen wegen der Vertreibung der Mehrheit der mazedonisch- und bulgarischsprachigen Bevölkerung aus Griechenland und der gnadenlosen Unterdrückung der dort zurückgebliebenen Minderheiten.

    Noch viel bedenklicher sind die Folgen der antitürkischen Ressentiments.
    Die griechische öffentliche Meinung folgte Serbiens Agitation gegen Bosnien, als es dessen südslawische Muslime mit Aggression und Genozid überzog und zu Türken erklärte. Griechenland nahm entschieden Partei für den Krieg des Milosevic. Dessen Schlächter Karadjic erhielt einen Griechischen Menschenrechtspreis. Griechenland unterlief über Serbien verhängte Sanktionen und lieferte Nachschub für Belgrad, nicht zuletzt Petroleum aus dem Nahen Osten. Das Milosevic-Regime durfte seine finanziellen Transaktionen über Athen und selbst über das ferne Zypern abwickeln.

    Erst eine tolerante griechische Minderheitenpolitik nach den Maßstäben des Europarates und der Europäischen Union, erst die Anerkennung der Rechte von Aromunen, Arvaniten und Slawomazedoniern, die Beendigung diskriminierender Gesetze und Regierungspraxis gegenüber den drei muslimischen Minderheiten der Türken, Pomaken und Roma, wird verkrustete Ressentiments auflösen und das Verhältnis Griechenlands zu den Nachbarn in Südosteuropa entkrampfen.

    Aber jede Beschäftigung mit den griechischen Minderheitenproblemen bedarf eines Blickes in Richtung Türkei. Alle türkischen Regierungen haben den Vertrag von Lausanne missachtet. In den 50er und sogar noch in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts kam es zu schrecklichen Pogromen an den Griechen von Istanbul/Konstantinopel und den Inseln Imbros und Tenedos. Seit 1974 müssen 80 Prozent der Bevölkerung Nordzyperns als Flüchtlinge im griechischen Südteil der Insel leben. Sogar die Hälfte der türkischen Zyprioten hat das von türkischem Militär besetzte Nordzypern verlassen. Wenn wir diese Tatsachen im Auge haben, werden unsere Forderungen nach Toleranz für die Minderheiten in Griechenland umso glaubwürdiger




    https://www.gfbv.de/de/news/griechen...erkrampft-271/

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    Minderheitensprachen in Europa

    Sitzung der UN Menschenrechtskommission 2003 - Genf 17.03.03-25.04.03


    Schriftliche Stellungnahme der Gesellschaft für bedrohte Völker

    In der Europäischen Union gehören 40 Millionen Menschen Sprachminderheiten an. 2001 war das Europäische Jahr der Sprachen. Der Europarat hat dies zum Anlass genommen, die Minderheitensprachen durch zielorientierte Projekte zu unterstützen.

    Das Europäische Parlament hat die Europäische Kommission ersucht, eine umfassende Auswertung des Europäischen Sprachenjahres unter besonderer Berücksichtigung von Minderheitensprachen durchzuführen. Bis Ende 2003 soll die Kommission ein über mehrere Jahre laufendes Programm für Sprachen entwickeln, das auch einen Budget für "regionale und weniger gebräuchliche Sprachen" einschließt.

    Derartige Maßnahmen sind selbstverständlich willkommen, reichen aber nicht aus, um Minderheitensprachen vor dem Aussterben zu bewahren. Eine Unterstützung für Minderheitensprachen wird aber nur dann abgesichert sein, wenn die Minderheiten und ihre Sprachen in der Verfassung der Europäischen Union anerkannt werden.

    "Sprachkenntnisse sind wichtig für das gegenseitige Verständnis und die Stabilität der Demokratie", heißt es im Zusammenhang mit dem Sprachenjahr in einer Deklaration des Europarates und der Europäischen Union. Der Europarat erweist der Vielsprachigkeit Europas in seiner Rahmenkonvention zum Schutz von Minderheiten und der Charta der regionalen und Minderheitensprachen zwar seinen Respekt, bis heute hat aber die Europäische Union nichts nennenswertes unternommen, um dieses Prinzip in den eigenen Verträgen und Konventionen zu berücksichtigen. Der Unionsvertrag und die Grundrechtecharta nehmen Bezug auf die Sprachenvielfalt. Dies hat den Minderheiten jedoch nicht geholfen, irgendwelche Rechtsansprüche abzusichern, wie etwa dasjenige, die eigene Sprache als Amtssprache zu nutzen.

    In Missachtung des Europäischen Sprachenjahres hat Griechenland die Gründung eines Komitees des "Europäischen Büros für weniger gebräuchliche Sprachen", die von der Europäischen Union unterstützt wurde, verhindert. Die griechischen Behörden bringen Minderheitenangehörige vor Gericht, wenn sie Informationsmaterial des "Europäischen Büros für weniger gebräuchliche Sprachen" verteilen. Angehörige von Sprachminderheiten empfinden sich oft als Bürger zweiter Klasse und befürchten, dass ihre die letzte Generation sein wird, die ihre Sprache noch am Leben erhält. Eine Untersuchung unter Angehörigen von Sprachminderheiten hat erwiesen, dass viele von ihnen ihre Identität verbergen, wenn sie sich für eine Stelle bewerben, da sie glauben, dass ihr Minderheitenstatus ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt beeinträchtigt. Minderheitensprachen sind in den Medien unterrepräsentiert. Deshalb nutzen etwa die Angehörigen der makedonischsprachigen Minderheit die von Makedonien ausgestrahlten Programme.

    In Frankreich haben die Verfassungsgerichte die Ratifizierung der Charta der Regional- und Minderheitensprachen und damit auch die Anerkennung der Vielsprachigkeit des Landes abgelehnt. Eine Umfrage unter 380.000 französischen Staatsbürgern ergab, dass statistisch betrachtet 26 Prozent oder 11,5 Millionen Staatsbürger Frankreichs eine andere Sprache als dien französische sprechen. Etwa zur Hälfte ist dies eine Minderheitensprache und zur Hälfte die eines anderen Landes. Im Dezember 2002 hat der Staatsrat entscheiden, dass Französisch die einzige Unterrichtssprache ist. Diese Entscheidung hat Viele enttäuscht, insbesondere in der Bretagne, wo zahlreiche Modellschulen zweisprachig in bretonisch und französisch unterrichten. Auch andere Gegenden sind betroffen, so erhalten 8679 Schüler eine zweisprachige Erziehung mit Elsässisch, 3509 in Okzitanisch und 766 in Kalatanisch. Diese Entscheidung bedroht diese Sprachen in ihrer Existenz, insbesondere wenn man das Profil der Angehörigen von Minderheitensprachgruppen bedenkt. Mehr als die Hälfte aller, die Bretonisch sprechen, sind älter als 65 und 75 Prozent älter als 50. Bei denen, die Elsässisch sprechen, sieht es ähnlich aus. Auch Sprachminderheiten in Italien, Österreich und Deutschland beklagen verschiedenen Formen der Diskriminierung.

    Die Gesellschaft für bedrohte Völker appelliert daher eindringlich an die UB:

    * den Status von Minderheitensprachen in Europa zu überwachen

    * die Regierung Griechenlands aufzufordern, die Vielsprachigkeit des Landes anzuerkennen, den Angehörigen von Sprachminderheiten zu gestatten, ihre Sprachen zu fördern und muttersprachliche Medien aufzubauen und dafür zu sorgen, dass das Europäische Büro für Sprachminderheiten in Griechenland ein Büro eröffnen kann

    *die Regierung Frankreichs aufzufordern, die Entscheidung des Staatsrates betreffs alleiniger Verwendung des Französischen als Unterrichtssprache zu annullieren und Projekte für die zweisprachige Erziehung zu fördern.









    https://www.gfbv.de/de/news/minderhe...in-europa-342/
    Ich dachte es wahren 100 000 ach doch nicht alles was aus deinem Maul kommt ist Scheiße.

  10. #80
    Avatar von Aetents

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    Alexander war ein Grieche und hatte keine Mundfäule....

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