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Schock in Griechenland - Makedonien als Makedonien

Erstellt von Makedonec do Koska, 24.10.2013, 20:21 Uhr · 1.641 Antworten · 70.026 Aufrufe

  1. #351
    Avatar von Makedonec do Koska

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Wer sagt den das dies überhaupt die meisten machen? Frag ihn mal ob der das Belegen kann.

    Also ich glaube ihm, denn

    Der bedeutende Schweizer Historiker Jacob Burckhardt (1818 - 1897) schrieb in seiner Griechischen Kulturgeschichte:

    "Leider sind die Griechen, sobald sie nur schreiben konnten, ein Volk von Fälschern gewesen."


  2. #352
    Avatar von Poliorketes

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    Jetzt wissen wir ja wo der schuh versteckt ist ein paar Kommunisten und Partisanen haben entschieden den Dialekt der bis 1940 noch Bulgarisch genannt wurde Mazedonski zu nennen.

  3. #353
    Avatar von Paokaras

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    Zitat Zitat von artemi Beitrag anzeigen
    schauen wir einmal, wie gut sich der grieche mit seiner eigenen geschichte auskennt. woher stammt ihr eigentlich ursprünglich? woher die slawen herstammen, wisst ihr bestens bescheid. aber woher kamt ihr? nein, ich mein damit nicht afrika und ich komm auch jetzt nicht mit irgendwelchen gen-tests an... ernst gemeinte frage.

    Soweit ich weiss sollen die ersten Proto-Griechen im Jahre 3000v.ch eingwandert sein, Indogermanen.

    Es gab 2 bestätige Immegrationwellen die Aioler und Ionier siedelten im 1600 v.chr aus Kleinasien nach Thessalien und Pelopones unf gründeten das bekannte Mykenische Kultur.

    Und die Dorsiche Wanderung die aus Makedonien und Epirus in Richtung Süden maschierten und die Mykenische Kultur verdrängt haben,dadurch wurde Sparta gegründet.


    Hab schon oft geschrieben das die Makedonen auch Dorier waren,als müssten eigendlich die Spartaner auch keine Griechen sein

  4. #354
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Sehr lückenhafte Auswahl.


    Pozdrav
    Nimm die ganze auswahl bleibt sowieso das selbe.

    "Geschichte

    Bis 1944 wurden die slawischen Mundarten im Gebiet des heutigen Mazedoniens in der Slavistik als Bulgarisch eingestuft. So sind Dramenwerke vor dieser Zeit bekannt, die in einigen dieser Mundarten veröffentlicht wurden. Die politische Entscheidung zur Bildung der mazedonische Sprache wurde 1934 von der Kommunistischen Internationale gefasst. So wurden in der ersten Hälfte der 1940er Jahre einige makedonischen Mundarten erstmals systematisch zur Verfassung von Sachprosa in der Publizistik der Kommunistischen Partei Jugoslawiens (KPJ) und der Partisanenbewegung verwendet. Damit begann der Ausbau des Mazedonischen zur Standardsprache.[12]Am 2. August 1944 wurde im südserbischen Kloster Sv. Prohor Pćinjski der Antifaschistische Rat der Volksbefreiung Mazedoniens auf Initiative der KPJ gegründet. Als eine seiner ersten Handlungen beschloss der Rat die Einführung der „mazedonischen Sprache“ und proklamierte diese in der Republik Mazedonien (innerhalb der jugoslawische Föderation) zur „Amtssprache“.[13][14] Der Rat setzte in der folgenden Zeit drei philologische Kommissionen zur Ausarbeitung einer mazedonischen Schriftsprache ein. Dabei orientierte sich das kyrillische Alphabet des Mazedonischen größtenteils am Vorbild des kyrillischen Alphabetes des Serbischen, das ebenfalls 1945 kodifiziert wurde. Am 5. Mai 1945 gab die 3. Kommission ihren endgültigen Beschluss über das Alphabet und die Rechtschreibung bekannt, die am nächsten Tag in der Zeitung Nova Makedonija veröffentlicht wurden.[14] Die mazedonische Schriftsprache entstand als Abgrenzung zum Bulgarischen und so wurde der Wortschatz der slawischen Mundarten im Gebiet der Sozialistischen Jugoslawischen Republik Mazedonien in der darauf folgenden Zeit von den Bulgarismen gereinigt.[15]Dennoch bleib sie bis heute mit der Bulgarischen am engsten verwandt.
    Im Kontext der Nationsbildung Mazedoniens durch die AVNOJ (kommunistische Partei Jugoslawiens) und der Entwicklung eines Nationalbewusstseins in der SJR Mazedonien spielte die Entwicklung einer eigenen schriftlich kodifizierten Sprache eine wichtige Rolle. Jedoch kam es im Zuge dieser Entwicklung zu sprachpolitisch motivierten Konflikten, vor allem mit Bulgarien (u.a. im Zusammenhang über die Deutung des gemeinsamen historischen Erbes),Serbien und mit Griechenland („Namensstreit“) und der Nichtanerkennung der dort lebenden mazedonischen Minderheit[16]"

  5. #355
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von Palaiologos XI Beitrag anzeigen
    Jetzt wissen wir ja wo der schuh versteckt ist ein paar Kommunisten und Partisanen haben entschieden den Dialekt der bis 1940 noch Bulgarisch genannt wurde Mazedonski zu nennen.

    Schwachsinn. Die Makedonen nannten ihre Sprache makedonisch, dazu gibt es sogar Belege von griechischer Helden stammend.


    Pozdrav

  6. #356
    Avatar von Makedonec do Koska

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    Zitat Zitat von Palaiologos XI Beitrag anzeigen
    Das sehen aber die meisten Historiker und Museen der Welt ganz anders wen sie direkt auf euch Slawomazedonskis als nachfahren der antiken Makedonier angesprochen werden, dann gibt es immer als Antwort das ihr nichts mit ihnen zu tun habt.


    Als die griechische Regierung am 26.06.1992 im Europäischen Rat bei Lissabon und am 08.04.1993 in der UNO - unter Ausnutzung der Unkenntnis der anderen Mitglieder über den wirklichen Geschichtsablauf - den absurden Namen „FYROM“ für die Republik Mazedonien durchsetzte, hieß es, diese Lösung solle lediglich „provisorisch“ sein. Inzwischen besteht der Schwebezustand bereits über 21 Jahre und niemand hat die damals vorgeschobenen Gründe der griechischen Regierung in erkennbarer Weise auf ihre Stichhaltigkeit überprüft. Andernfalls hätte der Beschluss unter dem Druck der historischen Fakten längst aufgehoben werden müssen, und alle Mitgliedstaaten der EU und der UNO würden seitdem die Republik Mazedonien mit ihrem legalen Staatsnamen benennen – vielleicht mit Ausnahme Griechenlands.


    Unmittelbar nach der Wende 1989/90 konnte niemand von den Vertretern der Europäischen Union erwarten, dass sie vor der verhängnisvollen Namensentscheidung alle Details über die historische Entwicklung auf dem Balkan während der vergangenen 100-125 Jahre genau so präsent hatten wie die Nachbarn Mazedoniens selbst; sonst wäre diese Fehlentscheidung niemals zustande gekommen. So aber war es der griechischen Regierung ein Leichtes, ihre Interessenpolitik durchzusetzen, ohne den betroffenen Mazedoniern auch nur die geringste Chance einzuräumen, den wahren Ablauf der historischen Vorgänge darstellen zu können. Genau dies sollte offenbar verhindert werden. Mit Erfolg, denn die EU-Kommission hält sich auch heute noch daran.


    Dennoch mag dem einen oder anderen Leser daran gelegen sein, einen kurzen Rückblick auf die mazedonische Geschichte zu werfen. (Die Zitate stammen aus den Archivakten des Auswärtigen Amts, die im Buch „Der mazedonische Knoten“ verwendet wurden.) Die mazedonische Geschichte begann, in der Phase der Nationalstaatsbildung im 19. Jh. in ein akutes Stadium zu treten. Zuvor ist jedoch ein Blick auf die slawisch-mazedonische Vorgeschichte erforderlich: nicht nur aus Gründen der Chronologie, sondern auch wegen des griechischen Vorwurfs, die neue Republik Mazedonien habe das „kulturelle Erbe Griechenlands“ gestohlen und maße sich an, neben dem Namen Mazedonien auch ein altes „griechisches Symbol“, den Stern von Vergina, für seine (inzwischen erzwungenermaßen geänderte) Fahne zu benutzen. Diese Vorwürfe sind sowohl historisch, als auch archäologisch unhaltbar.

    Anders, als die heutigen Griechen behaupten - und mit diesem falschen Argument so manchen internationalen Beobachter gegen die Mazedonier einnehmen -, erhebt die Republik Mazedonien keineswegs Anspruch auf den Hellenismus und die hellenistische Tradition, und nur in Ansätzen auf die Geschichte und die Kultur des antiken Mazedoniens , - obwohl sie dazu dasselbe Recht hat, wie die Bulgaren, die sich unbestritten auf die vor-bulgarischen, d. h. thrazischen Einwohner beziehen, und wie die Rumänen, die ebenso unbestritten die vor-rumänische Geschichte der Daker für sich einfordern. Was die slawischen Mazedonier aber mit Fug und Recht beanspruchen, ist die Verwendung des Namens „Mazedonien“, den sie ununterbrochen seit rd. 1500 Jahren benutzen, -- ohne dass ihnen jemals dieses Recht bestritten wurde. Erst das moderne Hellas kapriziert sich auf diese unberechtigte Forderung, obwohl Griechenland seit der Antike niemals mazedonisches Territorium (nicht einmal Saloniki) besessen hat, -- außer (erstmalig) nach den Balkankriegen 1912/13. Aber auch dann bezeichneten die Griechen ihre eroberte und völkerrechtswidrig annektierte mazedonische Provinz als „Nordgriechenland“ und die zuständige Behörde in Athen „Ministerium für Nordgriechenland“, - wahrscheinlich in der trügerischen Hoffnung, im Laufe der Zeit jede Erinnerung an diesen Raub mit Hilfe rigoroser Gräzisierungsmaßnahmen auslöschen zu können. Erst in den Jahren kurz vor der Wende 1989 hielten sie es offenbar für angebracht, „ihr“ mazedonisches Gebiet in „Mazedonien“ zurückzubenennen, - nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung.

    Griechenland scheint zu befürchten, dass die (anders, als die jugoslawische Teilrepublik Mazedonien) nunmehr wirklich souveräne und - auch nach Beurteilung der Badinter-Kommission der EU - demokratisch legitimierte Republik Mazedonien Rechte für die mazedonische Minderheit im Norden Griechenlands oder womöglich Gebietsrückerstattungen fordern könnte. Selbst der verfassungsrechtlich verankerte Verzicht der Republik Mazedonien auf Grenzänderungen konnte solche - offensichtlich aufgebauschten - Bedenken in Athen nicht zerstreuen. Die daraus folgende Politik der Verweigerung legt nach Ansicht des Verfassers den Verdacht nahe, dass Griechenland das Thema der Annexion erst gar nicht auf die Tagesordnung internationaler Organisationen gelangen lassen möchte. Vielmehr scheinen die Griechen sich statt dessen noch die Chance für weitere territoriale Erwerbungen offen halten zu wollen, wie es seinerzeit angeblich in mehreren Treffen zwischen Min.Präs. Mitsotakis und Präsident Miloševic abgesprochen worden sein soll.
    Daher unternimmt Griechenland enorme Anstrengungen, um die wahren Geschichtsabläufe um Mazedonien zu tabuisieren. Wollte Athen diesen fatalen Eindruck für immer entkräften, wäre dies mit einem Federstrich durch Anerkennung des legalen Staatsnamens der Republik Mazedonien möglich. Andernfalls sollte sich wenigstens die übrige Welt an die historischen Fakten halten.

    Das erste böse Anzeichen für die Mazedonier und Thrazier war, dass sie zum Kongress nicht zugelassen wurden, vermutlich mit der Begründung, dass sie - ebenso wenig, wie nach den zahllosen gescheiterten Befreiungskämpfen in den vergangenen Jahrhunderten - noch keine anerkannte Regierung vorweisen konnten. Hieran waren sie u. a. deswegen gescheitert, weil ihnen als den einzigen Völkern auf dem Balkan in der Mitte des 19. Jh.s die ausländische, d. h. in erster Linie russische, Unterstützung versagt worden war (z. B. gegenüber Berovski in St. Petersburg, der dort bereits zwei Jahre vor dem Berliner Kongress, wie schon so viele andere erfolgreiche Bittsteller, um Hilfe gebeten hatte), - obwohl auch die postantiken, also slawischen Mazedonier und Thrazier, genau so, wie die anderen slawischen Balkanvölker, eine eigene Identität besaßen und zur Verteidigung dieser Identität zahlreiche eigene Aufstände gegen die türkischen Muslime gewagt hatten.

    Am Ende des russisch-türkischen Krieges erklärte Griechenland am 1. Februar 1878, vier Tage nach der türkischen Kapitulation, dem Osmanischen Reich den Krieg. Als Folge dessen konnte die griechische Regierung auf dem Berliner Kongress als „Siegermacht“ auftreten. Dennoch haben die Griechen bei der Vertretung ihrer Gebietsansprüche auf Thessalien und Süd-Epirus während des Kongresses in Berlin nicht ein einziges Wort über Mazedonien verloren. Selbst auf der Folgekonferenz, die eigens für die Durchsetzung der bis dahin nicht befolgten Beschlüsse des Kongresses durch die Türkei zur endgültigen Abtretung der erwähnten Gebiete für den 16. Juni 1880 ebenfalls nach Berlin einberufen werden musste, auf der also ausschließlich die griechischen Ansprüche an das Osmanische Reich auf der Tagesordnung standen, hat die Athener Regierung „Mazedonien“ mit keiner Silbe erwähnt. In Anbetracht der geradezu einmaligen Gelegenheit der persönlichen Anwesenheit griechischer Delegationen auf zwei internationalen Konferenzen der europäischen Großmächte über den Balkan wäre dies undenkbar gewesen, wenn Griechenland auch nur im entferntesten den Hauch einer Anspruchsgrundlage auf mazedonisches Territorium hätte geltend machen können.


    Auch dies ist einer von zahllosen Beweisen dafür, dass es sich bei der später, 1912/13, realisierten griechischen (sowie serbischen und bulgarischen) Eroberung und Annexion Mazedoniens und Thraziens um einen Fall puren Imperialismushandelte.

    Im Jahre 1887 hat die griechische Regierung in Bukarest beklagt, dass Rumänien seine Stammesgenossen, die wallachische Minderheit in Mazedonien, kulturell unterstütze, denn diese Aktivitäten würden in Athen als „Hinderniß der späteren Gräcisierung“ angesehen. Griechenland erkannte also völlig ungeniert an, dass es in Mazedonien keine oder kaum Griechen gab, plante aber schon damals, nach der erhofften Eroberung Mazedoniens die dortige Bevölkerung zu gräzisieren, - weswegen es sich bereits im Vorfeld seine „chasse gardée“ vorbehalten wollte. Dies geschah genau 25 Jahre vor dem Ausbruch des 1. Balkankriegs. Long range planning !

    1903 beklagte Georg I. sich in Wien, dass die Bulgaren den Anschein erweckten, ihnen allein stünde ein Anspruch auf Mazedonien zu, und obwohl Athen immer behauptet hatte, ganz Mazedonien sei von Griechen bewohnt, räumte der griechische König nun ein, dass das „griechische Element“ nur „in den Küstengebieten und in einigen Städten“, z. B. in Monastir, vorherrschend sei. Damit kam Griechenlands König wenigstens einigermaßen in die Nähe der Realität.

    Nach einem weiteren Besuch in Wien 1905 bei Kaiser Franz Josef und AM Goluchowski sprach Georg anschließend mit dem deutschen Botschafter über das „Gräzisierungswerk“ in Mazedonien. Graf Wedel erinnerte den griechischen König an die Comité-Banden aus den Nachbarstaaten Bulgarien, Serbien und Griechenland, die in Mazedonien für die zukünftig erwartete Teilung bereits jetzt ihr Terrain abstecken wollten, sich dabei aber auf dem Boden Mazedoniens gegenseitig massakrierten. Und als er ihn auf den Widerspruch hinwies, es sei immer behauptet worden, der Kampf richte sich gegen die Türken, und seien diese erst einmal vertrieben, dann würde zwischen den christlichen Völkerschaften Freude und Harmonie herrschen, da blieb dem König nichts anderes übrig, als einzuräumen, dass dies leider nur zu wahr sei und man sich als Christ über die Vorgänge in Mazedonien schämen müsse. Diese berechtigte Scham hinderte Georg allerdings nicht, nach seinen obligatorischen Krokodilstränen die griechischen Expansionspläne in Mazedonien und Thrazien mit Nachdruck systematisch fortzusetzen, - bis zum bitteren Ende 1912/13.

    Es sei nur am Rande vermerkt, dass der griechische König, wie auch alle anderen internationalen Persönlichkeiten,selbstverständlich und durchgehend von Mazedonien“ sprachen. Griechenland hat diesen Namen sogar in offiziellen Dokumenten benutzt, z.B. im griechisch-bulgarischen Abkommen über die Gründung des Balkanbundes im Mai 1912. Es liegen Beispiele vor, dass u. a. auch Reichskanzler v. Bismarck – im vorliegenden Fall in einem Gespräch mit dem russischen Botschafter, Schuwalow, in Berlin – natürlich von „Mazedonien“ wie von einem eigenständigen Volk sprach.

    Damit ist, wenn es dessen überhaupt bedurft hätte, die lächerliche Behauptung der griechischen Regierung 1992 und ’93, der Name Mazedonien sei dem neuen Staatswesen erst 1944 von Tito zugeteilt worden, klar widerlegt.

    Die Archivakten des Auswärtigen Amts sind voll von Hinweisen auf die Versuche der Balkanstaaten seit dem Berliner Kongress, gemeinsam eine Strategie zu entwickeln und einen Balkanbund zu gründen, um sich gemeinsam des restlichen türkischen Territoriums auf europäischem Boden bemächtigen zu können. Sie waren alle gescheitert; sowohl an der Uneinigkeit der Balkanstaaten über die Aufteilung der erhofften Beute, als auch an der militärischen Unzulänglichkeit sowie an der totalen Aussichtslosigkeit, den Großmächten eine annähernd plausible Begründung zu liefern.
    So fanden z. B. bereits 1883 bulgarisch-griechische Sondierungsgespräche anlässlich eines Besuchs des Fürsten Alexander in Athen statt. Dabei wurden zwar Erwägungen über die Teilung Mazedoniens angestellt, da aber beide Seiten in Erinnerung an uralte, längst vergangene Zeiten (die einen an Byzanz, die anderen an das 1. und 2. Bulgarische Reich) davon ausgingen, das ganze Gebiet für sich selbst zu annektieren, blieben die Treffen ergebnislos.
    Den letzten europäischen Provinzen der Türkei war von der Entente also schon lange vorher die tragische Rolle als Opfer zugewiesen worden. Als Folge dieses Völkerrechtsverbrechens sind das thrazische und das epirotische Volk untergegangen, während die Mazedonier wenigstens auf dem serbischen Anteil an der Beute von 1912/13 in Form der späteren jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien (ab 1944) und der heutigen souveränen Republik Mazedonien (ab 1991) überlebt haben.

    In den sog. Friedensverhandlungen von Versailles und den anderen Pariser Vororten, wie Neuilly (und Sèvres), wurde das Schicksal der mazedonischen und thrazischen Völker besiegelt. Dort hat der damalige griechische Min.präs. Venizelos in seinem zweijährigen Frankreich-Aufenthalt mit Hartnäckigkeit und nicht zuletzt mit seinem rüden Umgangston, der nicht einmal vor dem amerikanischen Präsidenten Wilson Halt machte, die griechischen Interessen durchgesetzt.
    Im übrigen hat die bulgarische Regierung schon vor 100 Jahren eingesehen, dass die Bevölkerung Mazedoniensdas Bestehen irgendwelcher Stammverwandtschaft“ zwischen ihr und den anderen Balkanstaaten bestreitet. Als Serbien im Jahr 1900 eine „Teilung der Einflussphäre“ in Mazedonien vorschlug, hat die bulgarische Regierung eine Instruktion an ihren Vertreter in Belgrad geschickt, in der bestätigt wurde, dass die christliche Bevölkerung Mazedoniens „jedweder Teilung ... sehr feindlich gegenübersteht.“ Solche Pläne könnten größte Unzufriedenheit „in diesem Bruderlande“ hervorrufen und somit auch „schädlichen Einfluss ... auf die Ruhe und Ordnung sowohl in Bulgarien als auch in Serbien ausüben.“ „Als vor einigen Jahren die Frage der <Einflussphäre> zum ersten male angeregt wurde, gingen uns die heftigsten Proteste ... seitens der Bevölkerung Mazedoniens zu.“

    Ähnlich wie im Falle Bulgariens liegt in den Akten auch ein Dokument aus Serbien vor, das klar die Eigenständigkeit des mazedonischen Volkes und Territoriums bekräftigt. Der Pressechef des Fürsten Peter (Karadjordjevic) hatte bereits 1886 in einer Berliner Zeitung einen Artikel veröffentlicht, den er 1904, nachdem sein früherer Fürst Peter zum serbischen König gekrönt worden war, in der serbischen Presse wiederholte, - vielleicht unter dem Eindruck des gescheiterten Ilinden-Aufstands in Mazedonien 1903 . In dem Artikel werden „alle auf Mazedonien erhobenen Ansprüche als eine große Verirrung bezeichnet“. „Vor der österreichischen Okkupation Bosniens habe Niemand in Serbien daran gedacht, auf Mazedonien nationale Ansprüche zu erheben.“ „Erst nachdem den Serben die ... Ausdehnung nach dem Adriatischen Meere durch einen Gewaltakt des Berliner Kongresses abgeschnitten worden sei, wäre durch künstliche Agitation jene verfehlte Richtung der serbischen Politik auf Mazedonien aufgetaucht.“
    Natürlich musste der Pressechef sich von der Oppositionspresse den Vorwurf des Landesverrats gefallen lassen. Wie man am traurigen Schicksal der Mazedonier ablesen kann, ging diese einwandfreie, objektiv-historische Darstellung im nationalistischen Taumel der Serben unter.
    Die Mazedonier selbst haben sich seinerzeit, am Anfang des 20. Jh.s, keineswegs mit ihrem Geschick abgefunden.Belogen, betrogen, unterdrückt und ausgebeutet gaben diese Menschen die Hoffnung auf ihren kleinen Anteil an Gerechtigkeit nicht auf.


  7. #357
    Avatar von Paokaras

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    Zitat Zitat von Macedonian-Pride Beitrag anzeigen
    Makedonen waren in der Antike ein einfaches Bergvolk,zwar hatten wir eine Monarchie im Gegensatz zu den möchtegernmakedoniern,dennoch Bestand der Großteil der Makedonier aus einfachen Bauersleuten, oder was willst du uns hier verkaufen?


    Die Makedonen waren Dorier und die Dorier glaubten daran das sie dirket von Herkules abstammen.

    Alexander trug immer eine Löwenmähne wie Herkules.

    Seine Mutter Olympia stammte aus direkte Linie von Achilles ab.


    Alexander behauptete also direkter Nachfahre von Herkules und Achilles zu sein und du nennst ihn ein ,,Bauer,,?

  8. #358
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von Palaiologos XI Beitrag anzeigen
    Nimm die ganze auswahl bleibt sowieso das selbe.

    "Bis 1944 wurden die slawischen Mundarten im Gebiet des heutigen Mazedoniens in der Slavistik als Bulgarisch eingestuft. So sind Dramenwerke vor dieser Zeit bekannt, die in einigen dieser Mundarten veröffentlicht wurden. Die politische Entscheidung zur Bildung der mazedonische Sprache wurde 1934 von der Kommunistischen Internationale gefasst. So wurden in der ersten Hälfte der 1940er Jahre einige makedonischen Mundarten erstmals systematisch zur Verfassung von Sachprosa in der Publizistik der Kommunistischen Partei Jugoslawiens (KPJ) und der Partisanenbewegung verwendet. Damit begann der Ausbau des Mazedonischen zur Standardsprache.[12]Am 2. August 1944 wurde im südserbischen Kloster Sv. Prohor Pćinjski der Antifaschistische Rat der Volksbefreiung Mazedoniens auf Initiative der KPJ gegründet. Als eine seiner ersten Handlungen beschloss der Rat die Einführung der „mazedonischen Sprache“ und proklamierte diese in der Republik Mazedonien (innerhalb der jugoslawische Föderation) zur „Amtssprache“.[13][14] Der Rat setzte in der folgenden Zeit drei philologische Kommissionen zur Ausarbeitung einer mazedonischen Schriftsprache ein. Dabei orientierte sich das kyrillische Alphabet des Mazedonischen größtenteils am Vorbild des kyrillischen Alphabetes des Serbischen, das ebenfalls 1945 kodifiziert wurde. Am 5. Mai 1945 gab die 3. Kommission ihren endgültigen Beschluss über das Alphabet und die Rechtschreibung bekannt, die am nächsten Tag in der Zeitung Nova Makedonija veröffentlicht wurden.[14] Die mazedonische Schriftsprache entstand als Abgrenzung zum Bulgarischen und so wurde der Wortschatz der slawischen Mundarten im Gebiet der Sozialistischen Jugoslawischen Republik Mazedonien in der darauf folgenden Zeit von den Bulgarismen gereinigt.[15]Dennoch bleib sie bis heute mit der Bulgarischen am engsten verwandt.
    Im Kontext der Nationsbildung Mazedoniens durch die AVNOJ (kommunistische Partei Jugoslawiens) und der Entwicklung eines Nationalbewusstseins in der SJR Mazedonien spielte die Entwicklung einer eigenen schriftlich kodifizierten Sprache eine wichtige Rolle. Jedoch kam es im Zuge dieser Entwicklung zu sprachpolitisch motivierten Konflikten, vor allem mit Bulgarien (u.a. im Zusammenhang über die Deutung des gemeinsamen historischen Erbes),Serbien und mit Griechenland („Namensstreit“) und der Nichtanerkennung der dort lebenden mazedonischen Minderheit[16]"


    Schwachsinn- Schließlich sieht das ja ein Blinder das dies wohl jemand verfasst hat der der griechischen oder bulgarischen Propaganda zugewandt ist.


    Ich nehm nur ein Beispiel, und erklär dies mal:
    Bis 1944 wurden die slawischen Mundarten im Gebiet des heutigen Mazedoniens in der Slavistik als Bulgarisch eingestuft.
    Das ist bedingt richtig, und es beruht nur darauf das die bulgarische Sprache früher eine politische Anerkennung fand oder sagen wir es wurde eine literarische bulgarische Sprache geformt und transkribiert. Das interessante dabei ist, dass diese bulgarische Sprachreform auf Grundlagen der Ost-makedonischen und thrakischen Dialekte beruht und ihren gänzlichen Ursprung aus Saloniki hat. Natürlich ist die bulgarische, sowie auch die griechische, darauf fokusiert dies in ihrer nationalen Geschichtsschreibung nicht so darzustellen.

    Kannst ja mal hier lesen ich hab das mal ganz gut erklärt, das könnte auch jemand von euch Bitte so ins Wikipedia stellen? Danke:

    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Irrtum, das slawische Bulgarische ist eine Abzweigung der slawischen Sprachen die in Makedonien beheimatet gewesen sind und immer noch sind.

    Den Vorteil den das slawische Bulgarische hat ist die frühere literarische Kodifizierung und Anerkennung als Sprache.

    Einfach mal in dieses Thema kucken http://www.balkanforum.info/f16/make...lalter-188417/

    In der Webster Dictionary, wird als "Stamm" "Macedonic" angegeben von dem sich die süd-slawischen Sprachen ableiten.



    Das Thema ist aber sehr sensibel, man muss auch bestimmte Umstände beachten. Diese Stammsprache "Macedonic" beschreibt nicht die heutige literarische makedonische Sprache, die bekanntlich von Titos Kommunisten stark bereinigt kodifiziert wurde - die ihre Anerkennung als standardisierte Sprache erst nach dem WK2 bekam.

    Fakt ist aber, dass die makedonischen Dialekte die heute gesprochen werden sich von dieser alten slawischen Sprache (aus der Region Nordgriechenland und Saloniki) ableiten und ihre direkte Verbindung ist nicht zu leugnen (siehe ersten Beitrag des verlinkten Themas "mak. Sprache im Mittelalter").

    Siehe auch folgende Literatur:







    Zoom



    Schon lange vor dem Disput mit GR und der Unabhängigkeut Makedoniens sind sich Akademiker dessen bewusst gewesen, was ich hier versucht habe zu erklären, schon in den 1950ern sagte Reginald de Bray, Prof. der London University in seinem “Guide to the Slavonic Languages”:

    By an irony of history the people who ancestors gave to the Slavs their first literary language, were the last to have their modern language recognized as a separate Slavonic language, distinct from the neighboring Serbian and Bulgarian.


    Pozdrav

  9. #359
    Avatar von Makedonec do Koska

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    Zitat Zitat von Paokaras Beitrag anzeigen
    Die Makedonen waren Dorier und die Dorier glaubten daran das sie dirket von Herkules abstammen.

    Alexander trug immer eine Löwenmähne wie Herkules.

    Seine Mutter Olympia stammte aus direkte Linie von Achilles ab.


    Alexander behauptete also direkter Nachfahre von Herkules und Achilles zu sein und du nennst ihn ein ,,Bauer,,?

    Hab ich von "ihm" gesprochen, ich sprach vom einfachen makedonischen Volk


    Apropos Hercules, sah Alex etwa so aus?

  10. #360
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Schwachsinn. Die Makedonen nannten ihre Sprache makedonisch, dazu gibt es sogar Belege von griechischer Helden stammend.


    Pozdrav
    Bis 1940 höchstens im geographischen sinne eines Bulagarischen Dialekt euer Kumpel Haarmann (ihr glaubt ihm ja so gerne) hat es euch einfach und logisch erklärt. Bis 1940 im Ethnisch Sprachlichen sinne Bulgarski.

    Pozdrav

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